Ich geb dann mal ein ganz konkretes Beispiel:
Arren, Miniatur Bullterrier.
Die bekannten Probleme der Rasse: PLL (furchtbare Sache, dank Gentest aber fast ausgerottet), Herz, Gehör bei weißen, Nieren. (Übrigens muss bei der Hündin der Nierencheck vor jedem Decken neu gemacht werden!)
Der Züchter: Hat "viele" Hunde, kennt jeden einzelnen, verbringt den ganzen Tag mit ihnen und jeder seiner Hund ist top! Gesundheitlich top, Wesen top, Aussehen top.
Dafür tut er eine Menge und sein Wissen über die Rasse ist unglaublich! Er hat uns schon beim ersten Besuch mehr über die Rasse erzählt als ich in 1 Jahr Recherche finden konnte.
Um den hohen Standard zu halten fährt er hunderte Kilometer zu Austellungen, sucht die besten Deckrüden für seine Hündinnen und achtet dabei besonders auf das Wesen. Sein Zeitaufwand pro Wurf ist immens, schon lange bevor der Wurf da ist.
Er lässt die Hündinnen reifen und belegt sie nicht sofort sie das passende Alter erreicht haben. (Arrens Mutter hatte ihren ersten Wurf als sie 2 Jahre alt war (Mindestalter im GBF: 15 Monate) und durfte im Jahr darauf nur deshalb erneut werfen weil ihr erster Wurf nur aus 3 Welpen bestand. Das sie beim zweiten Wurf dann gleich 6e wirft war eine große Überraschung)
Er ist einer der Top-Züchter Deutschlands und ja, das hat seinen Preis.
Bezahlt habe ich: 1500 Euro.
Bekommen habe ich: Einen Hund der ein wunderbares Beispiel seiner Rasse ist. Gesund, agil, ein Sonnenschein. Ein Hund der mir vermutlich die nächsten 12 Jahre Freude bringt, mit dem ich alles machen kann, der trotz seines jugendlichen Übermuts überall hin mitgehen kann und der für mich einfach perfekt ist.
Und ich habe einen Züchter den ich auch jetzt noch jederzeit anrufen kann, der mir bis zum Ende des Hundelebens zur Seite stehen wird wenn ich irgendwelche Probleme habe und der sich nen Ast freut wenn ich alle paar Monate Bilder schicke vom Zwerg und einen Bericht wie er sich so entwickelt.
(Beim Auto kostet sowas auch extra Geld und dauert nicht mal eben 12 Jahre!)
Ich habe die Ahnentafel und kann jederzeit über den Verband die Eltern, Großeltern, Urgroßeltern, ja sogar die Ur-Urgroßeltern abfragen und der Verband kann mir genau sagen wie alt die Hunde wurden, ob sie krank waren, wie groß sie waren, welche Untersuchungen sie hatten.
Arren ist jeden Cent wert und ich habe die Gewissheit das ich alles mir mögliche getan habe um meinem Hund und mir ein langes und glückliches Zusammenleben zu ermöglichen.
Im Gegensatz zu den "günstigen" Minis aus "Hobbyzucht", die fast immer deutlich über der Größenangabe liegen, die oft nichtmal auf PLL getestet wurden, die oft mit den rassetypischen Erkrankungen zu kämpfen haben.
Die oft unverträglich sind, die wesenschwach sind.
Die dadurch das sie oft viel zu groß werden (weil sie selten reinrassig sind) und eben keine Papiere haben von den Ämtern eingezogen werden und im Tierheim landen.
Ganz toll, da hab ich tausend Euro gespart und mein Hund landet im Tierheim. Ja, das hat sich dann natürlich gelohnt.
Übrigens: Jeder Züchter der mehr als 3 gebärfähige Hündinnen hat ist ein gewerblicher Züchter in den Augen des Staates. Und da ist es egal wenn die Hündinnen zu jung oder zu alt für die Zucht sind, solange sie rein biologisch gebärfähig sind.
Damit ist fast jeder Hobbyzüchter eben auch ein gewerblicher Züchter.