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Wir stellen um auf Barf. Soweit - sogut!
Vor zwei Wochen habe ich an einem Vortrag teilgenommen um ein paar Infos zu sammeln.
Alles in allem habe ich keine neuen Infos für mich mitnehmen können - nur neue Fragen haben sich aufgetan die allerdings nicht beantwortet werden konnten oder wollten.
Ich weiß das gerade das Thema Ernährung immer ein Punkt ist mit 1000 Meinungen. trotzdem würd ich gern mal ein paar Sachen aufschreiben und Eure Meinungen dazu hören...
1) Obst & Gemüse braucht der Hund nicht. Pures Fleisch ist völlig ausreichend.
Begründung:
Der Hund als Fleischfresser kann diese Sachen nicht verwerten. Auch mit der Beigabe von Ölen nur zu einem verschwindend geringem Anteil. Das füttern von Obst & Gemüse hat keine Vor - aber auch keine Nachteile.
Alle wichtigen Bestandteile der gesunden ernährung findet man in grünem Pansen. Dieser sollte deshalb auch einen Hauptbestandteil des gesamten Futterplans sein.
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Das ist etwas das ich einfach nicht glauben kann. Nicht nur weil man Wölfe gesehen hat die Beeren und Gräser fressen, sondern einfach weil wir Hunde haben.
Ein Lebewesen das seit durchschnittlich 25.000 Jahren beim Menschen lebt.
Das sind wieviel Generationen? 50.000? Mehr? Selbst wir Menschen haben uns nahrungstechnisch verändert in dieser Zeit, aber der Hund soll immer noch innerlich 1zu1 wie der Wolf sein?
Ein Tier das von Abfällen lebte?
Ein Tier das in vielen Gegenden dieser Welt immer noch mit sehr viel Getreide gefüttert wird und das seit Jahrhunderten? (Ich verweise gerne auf einige Windhundstämme und die afrikanischen Dorfhunde, wobei letztere ja Kleinzeug erbeuten, aber der Hauptteil der Nahrung ist der Getreidebrei)
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2) Wer mit Frischfleisch füttert, sollte einen Fastentag einlegen.
Begründung:
Ein Fastentag "reinigt" den Organismus. (Meine persönliche Meinung dazu: Blödsinn. Ein Tag reicht nicht aus zum "reinigen".)
Da bin ich bei dir, 1 Tag ist da etwas wenig.
Und wenn soviel Fleisch doch so gesund ist, warum muss da überhaupt was gereinigt werden?
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3) Hunde die gebarft werden sollten nur einmal täglich Futter bekommen.
Begründung:
Rohfleisch wird schneller verdaut, und somit reicht eine einmalige Fütterung.
Ähm, schneller verdaut = schneller wieder hungrig. Irgendwie nicht sinnig.
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4) Hunde die gebarft werden bekommen keine Magendrehung.
Begründung:
Rohfleisch wird schneller verdaut und somit arbeitet der Magen auch nicht so lange wie bei der Gabe von Trockenfutter. Dies wiederrum hat den Vorteil das der Magen in seinen typischen Bewegungen eher zur Ruhe kommt, und sich so nicht mehr dreht.
(Meine persönliche Meinung: Eine sehr gewagte Aussage. Der Referent wollte oder konnte sich jedoch auf weitere Nachfragen nicht äussern)
Das stimmt so leider nicht. Ich kenne einige Barfer und weiß daher das auch gebarfte Hunde eine Magendrehung bekommen können!
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5) Mit Rohfleisch ernährte Hunde (von Welpe an) bekommen keine "Modekrankheiten" wie zB Krebs, Arthrose, HD/ED oder gar Allergien.
Begründung:
Gebarfte Hunde erhalten keine Auslöser für diese Krankheiten da sie für ihren Organismus entsprechend abgestimmte Produkte (Fleisch) fressen.
Das ist reiner Schwachsinn!
Im Gegenteil, bei der heutigen Nutzviehaltung bekommen auch gebarfte Hunde noch einiges von dem Zeug ab was in die Rindviecher und Co reingespritzt wurde.
Oder löst sich das alles in Luft und Wohlgefallen auf sobald das Fleisch für den Hund bestimmt ist?
Ich halte so Seminare in erster Linie für Geldmacherei.
Was machen die mit Hunden die soviel Fleisch garnicht vertragen? Barfen die sie dann einfach trotzdem?
Arren bekommt Haarausfall, Verstopfung abgewechselt mit Durchfall, er beginnt ganz furchtbar zu stinken, pupst ständig (und das stinkt bestialisch!) und er fühlt sich nach wenigen Tagen auch sichtlich unwohl. Dem würde ich mit so einer Fütterung also eher schaden, Arren braucht sehr viel Kohlehydrate und relativ wenig Fleisch.
Und schon garnicht roh, sondern gekochtes, denn roh verträgt er nichtmal ein Drittel der vorgesehen Ration.