Meine beiden vorherigen Hunde habe ich völlig überraschend verloren, das war ein sehr großer Schock für mich und ich habe Jahre gebraucht um halbwegs damit umgehen zu können.
Bei Arren, den Hund aus dem Profilbild, und meinem anderen Hund habe ich mich dann schon damit befasst als sie noch recht jung waren und mir halt so ein, zwei mal so halbwegs überlegt was ich dann machen will.
Nun hatten wir im September letzten Jahres eine Diagnose die klar machte das wir mit Arren nicht mehr viel Zeit haben. Er war 10, mein Zweithund war 9.
Ich habe mir dann sehr bewußt kleine Ziele gesetzt. "Weihnachten schaffen wir noch." und "Silvester schaffen wir noch.", seinen Geburtstag im April, den Geburtstag meines Sohnes ebenfalls im April.
Nicht als "wir müssen das unbedingt schaffen" sondern eher als Hoffnungsziele.
Und ich habe mir sehr früh ein Bestattungsinstitut gesucht, habe eine Urne ausgesucht, das Geld dafür beiseite gelegt. Habe mit unserer Tierärztin besprochen wie wir das machen wenn der Zeitpunkt da ist. So hatte ich das alles erledigt und konnte mich völlig auf die verbleibende Zeit konzentrieren. Ich musste mir keine Sorgen machen, keine Entscheidungen mehr treffen außer dem Zeitpunkt.
Der kam dann am 02. Mai.
Und wie geplant ist Arren in meinen Armen eingeschlafen, ganz friedlich, bei uns im Garten. Danach nur ein Anruf und er wurde abgeholt.
Es war eine große Erleichterung das ich nichts machen musste, nichts mehr entscheiden musste, sondern einfach alles wie geplant mit einem Anruf in Gang setzen konnte und Zeit hatte zum Verabschieden, zum Trauern.
Inzwischen ist er wieder zuhause, in der hübschen Urne die ich ausgesucht hatte und es ist gut so.
Er fehlt, er wird immer fehlen. Aber so wie es ablief war es das bestmögliche für uns alle.
Wir alle trauern, auch unser anderer Hund.
Und uns war total klar das wir nie nur einen Hund haben wollen. Wir haben dann geguckt ob meine favorisierten Züchter grade Welpen haben oder erwarten und so zog am 18. Juni ein neuer Welpe hier ein.
Er bringt uns das Lachen wieder.
Mir ist sehr deutlich geworden das dieser Weg für mich der beste ist.
Also vorsorgen, vorplanen.
Ich weiß jetzt schon welche Urne Hamilton später bekommen wird und werde das gleiche Institut beauftragen.
Und sobald das Kleinteil älter ist werde ich auch für ihn wohl schon eine Urne aussuchen, also später halt, wenn er so 7 ist.
Einfach nur aussuchen und Link speichern, mehr nicht. Das reicht ja.
Wenn es dann soweit sein sollte muss ich eben nicht in dem emotionalen Aufruhr noch irgendwas klären, sondern es wird genauso einfach und exakt nach meinen Wünschen ablaufen wie diesesmal.