Beiträge von Aoleon

    Zitat

    einfach, weil sie ja immer auf etwas besseres oder betüddelt werden oder ... gewartet hat... *seufz* die Maus war echt schwierig... die hatte 'nen richtigen Psychoknacks... Der wurde durch die regelmäßige Fütterung ein bisschen besser...


    Ohja, das kenne ich aber auch! "Ich warte mal, ich krieg sicher noch was besseres!"... Das aus einem Hund wieder rauszukriegen ist eh nicht einfach, aber wenn der Hund dazu auch noch angeknackst ist, das wird ja echt zu ner harten Aufgabe.

    Aber Goldenboys Beschreibung erinnert mich da einfach ziemlich an Arren und da kann es eben das beste sein das Futter einfach hinzustellen und stehenzulassen.
    Manche Hunde brauchen einfach etwas Zeit, manche kriegen erst dann wirklich Lust auf Fressen wenn der Duft sie ne Weile in der Nase gekitzelt hat.
    Hier kommt eben das Futter in den Napf und es wird sich je nach Appetit bedient. Klauen aus dem anderen Napf ist verboten und so sehe ich abends ja wer wieviel gegessen hat. Für die 2 die ich jetzt hier sitzen habe die beste Methode.

    Beim Markus Mühle musst du aber beachten das die Hunde davon wirklich nur sehr, sehr wenig kriegen.
    Bei meinem 17 Kilo Hund ist das grade mal ne Handvoll... Sieht etwas armselig aus im Napf und eignet sich meiner Meinung nach dadurch auch nicht für längere Übungseinheiten oder so.


    Ich habe mich durch den einen Hund von vielen Futterwünschen verabschieden müssen, bei uns gibt es recht "billiges" Futter weil er eben das am besten verträgt.
    An Dose Rinti Kennerfleisch, dazu gibts Getreide/Nudeln/Reis was ich halt von unserem Essen über habe und Gemüseflocken zum Anrühren. Geht schnell und ist nicht viel Aufwand, gibts auch nur 2mal die Woche. (Weils der Hund nicht wirklich mag, leider)

    An TroFu habe ich hier: Markus Mühle, Bosch, Josera, Happy Dog, Lukullus und sogar ein vegetarisches TroFu.
    Grade das letzte ist echt teuer, aber das gibt es hier auch nicht öfter als 1, höchstens 2mal die Woche, geht also.

    Ich wechsel also täglich im Futter ab, das bekommt meinen beiden sehr gut und sie mäkeln dadurch auch nicht mehr.
    Womit ihr am Ende am besten klarkommt werdet ihr sehen, vieles spielt sich ein wenn man mit dem Hund lebt.
    Aber toll das ihr schon im Vorfeld soviele Infos sammelt! :gut:

    Gut, darf ja jeder unnötig finden.
    Aber warum ist es nicht hundeorietiert?

    Im Endeffekt ist es doch so: Jedes Lebewesen wächst mit Abbrüchen und Ansagen auf.
    Der Welpe kriegts schon von der Mutter, auch spätert bei Hundebegegnung läuft es daurauf hinaus.
    Der eine will spielen und stürmt übermütig heran, der andere bellt ihm ne Ansage und bricht ihn damit ab.
    So. Tuts dem Hund was? Nö. Lernt er was? Ja.

    Klar sind wir keine Hunde, aber die Intention hinter "Hömma!" verstehen unsere Hunde normalerweise recht gut.
    Die sind nämlich nicht doof, die kennen uns besser als wir uns selbst.

    Die Red Zones sind da eben nicht mehr so einfach, die brauchen eben ein deutliches "Hackts bei dir?" auch in Form von Körperlichkeit.
    Vor langer Zeit stand ich mal völlig allein mit so nem Hund im Feld. Ohne Vorwarnung vom Halter, der Hund war die ganze Zeit brav mitgekommen. Bis ich die Leine abmachte...
    Da hab ich einfach nur gehandelt und nachdem wir uns wortwörtlich übers Feld gekloppt haben war die Sache durch. Auf dem Heimweg war er total umsichtig, hat sofort nicht gezogen als er gemerkt hat das mir das wehtut und war sehr aufmerksam.
    Danach bin ich noch über ein Jahr mit dem gelaufen, es gab nie wieder Probleme, im Gegenteil, der war ein Traumhund. Das war wie ein Test von ihm.
    (Zum Glück wars Winter. Trotz dicker Jacke und 3 Schichten Kleidung hab ich geblutet wien Schwein)
    Später hab ich erfahren das der Hund das bei jedem Gassigänger gemacht hat. Rannten sie schreiend weg blieb er da und wartete bis der Besitzer ihn abholte. Und so war es wohl mit mehreren gegangen, bis ich kam.
    Heutzutage wär das ein Skandal! Damals... Ach, der Hund ist halt etwas komisch. Wird eben die kaputte Kleidung bezahlt und gut ist.
    War ein toller Hund, der Dicke. Ein Traum, sobald man seinen Test bestanden hatte. Ja, der hatte nen Knall. Aber trotzdem, ein toller Hund.

    Sicher, aber wenn der junge Hund seit einer Woche verweigert und immer dünner wird bleiben nicht viele Alternativen.
    Und wenn er, wie Goldenboy ja irgendwo schrieb, gestresst ist durch die Futtersache bringt es nichts noch mehr Streß reinzubringen.
    Ist der Hund "nur" stur kann mans über "du isst jetzt!" machen, ist der Hund aber zu gestresst oder irgendwas anderes im Argen bringt einem das nix, außer das man am Ende nen kranken Hund hat.

    Zitat

    Also bei einer Gefahrensituation werde ich auch reagieren und nicht zuerst überlegen, wie ich da jetzt am besten mit PV arbeiten soll. Stichwort: gesunder Menschenverstand!

    Aber, wenn man sich schon ein Training überlegt und dann übt, dann braucht man, meiner Meinung nach, keine "Ansagen". Dann arbeitet man sowieso "Hundorientiert" und gezielt, mit Trainingsschritten, die der Hund auch schaffen kann. (Versteht ihr was ich meine? :ops: )


    Aber warum ist eine Ansage denn nicht hundeorientiert?
    Warum ist ein Abbruch mit lautem "Hömma, haste nen Knall?" nicht hundeorientiert?

    Zitat

    Ich hab auch ne Frage.
    Und zwar frisst Pepper seit einigen Tagen wieder total schlecht. Also kaum. Leckerlies oder sonstiges nimmt er nachwievor mit Freude an.
    Er bekommt Barf und hat es, bis vor kurzem, sehr gerne gefressen. Ich habs jetzt schon gebraten aber das bringt auch nichts.
    Hättet ihr noch eine Idee? Oder was würdet ihr tun.

    Trockenfutter und Dosenfutter wird auch verschmäht....

    Es ist zum verzweifeln. Mittlerweile ist er wirklich sehr schlank und so langsam sollte er besser etwas mehr auf die Rippen bekommen..


    Kenn ich. Wichtigster Rat: Bleib gelassen!
    Ja, das ist härter als man glaubt, aber je mehr du dir Sorgen machst desto weniger frisst dein Hund.

    Stell ihm die Portion hin und wirf ein paar Leckerlies drüber, bzw steck sie rein. Und dann gehst du aus dem Raum und setzt dich auf die Couch. Was du machst ist egal, aber du denkst nicht mehr ans Futter und du beobachtest ihn auch nicht.
    Lass das Futter einfach stehen. Auch rohes Fleisch wird nicht innerhalb 1 Stunde schlecht, jetzt ist es ja auch nicht mehr so heiß. Einfach den Napf stehenlassen und ihn machen lassen.

    Möglich ist auch das er es einfach nicht mehr mag oder aber das er irgendwas davon nicht gut verträgt und deshalb verweigert.

    Sämtliches "Aussitzen" oder "nach 10 Minuten weg" und weiteres bringt Stress für den Hund. Und ein gesundheitlich angeschlagener Hund kann das einfach nicht brauchen.

    Zitat

    Tut mir leid, das habe ich unglücklich formuliert. Also ich hatte versucht, viele verschiedene Baustellen in einen kurzen Beitrag zu quetschen und dabei kam dann Quatsch heraus. Eigentlich besteht das Markierproblem nur in den Freilaufabschnitten des Spaziergangs. Und selbst da verbiete ich ihr sowieso schon ca. jede dritte Beinhebstelle wie beispielsweise Müll und Mülleimer, Bänke, Laternenmasten und und und. Nur bei dem letzten Rest an Freiheit, der ihr zwischen diesen vielen Verboten und den Leinenabschnitten noch bleibt, weiß ich dann nicht, ob ich sie dann nicht auch mal in Ruhe lassen sollte oder ob es doch zu "krankhaft" ist. Das kann ich aber übers Internet schwer beschreiben und werde bald mal meinen Trainer draufschauen lassen. :verzweifelt:


    Das traue ich mich kaum zu sagen: Wir schlendern schon so drei bis vier Stunden durch die Parks täglich. :ops:


    Ich habe das mit dem "Zwangsmarkieren" nur so salopp dahergesagt, eine Diagnose haben wir noch nicht (mein Trainer ist noch im Urlaub.) Wenn es tatsächlich so wäre, dann würde ich das auch auf jeden Fall so handhaben, wie du schreibst. Aber da wir beide den täglichen Freilauf schon genießen, möchte ich das nicht ohne zwingenden Grund so stark beschneiden.


    Oh, okay! Ich dachte sie macht das eben immer und ihr kommt so nie vorwärts.
    Ja, manche Hunde haben eh mehr Markierbedürfnis als andere. Gibt halt welche dies übertreiben.
    Meine vorige Hündin musste auch über alles drübermarkieren... Da haben wir uns dann eben arrangiert: An der kurzen Leine nicht, im Freilauf soviel sie will.

    Zitat

    Aber vielleicht meinen wir eh das selbe?


    Eigentlich schon.
    Es geht natürlich sehr viel um Persönlichkeit. Aber grade die Ansage kann beiden, Hund und Halter, da helfen.
    Der Hund, wie oben beschrieben und dem Halter um damit die Möglichkeit zu geben den Frust zu kanalisieren. Indem der Halter "gezwungen" wird zu handeln und zwar mit einem Abbruch, wird auch der Halter aus der Hilflosigkeit geholt.

    (Wo du Pferde ansprichst: Da findest du übrigens auch so Tierchen die sich nen Heidenspaß draus machen sich zu benehmen wie die wilde Wutz. Auch da hilft Körperlichkeit gut, sich einfach nicht abdrängen lassen und auch mal vor dem Pferd aufbauen und anschnauzen. Enfach weil die Tiere dadurch merken "Okay, keine gute Idee, ich lass das mal")

    Es ist halt so: Mir persönlich liegt reine PV schon aus dem Grund nicht weil ich es unlogisch finde.
    Niemand geht ein nur weil der andere mal laut wird oder deutlich sagt wie scheiße er das grad findet.
    Egal wo du im Tierreich hinguckst, da wird geknufft, geschubst, geknappst wenn der andere sich nicht entsprechend benimmt. Und dieses "Immer lieb sein, bloß nicht fest anfassen und niemals strafen" was einem da entgegenschwappt lässt mich einfach den Kopf schütteln.
    Kommt ein Hund werden die Regeln festgelegt, dem Hund begreiflich gemacht und dann eben auch durchgesetzt. "Machst du XY, dann gibts Ärger."
    Hunde können und müssen Frust aushalten. Der Hund braucht kein Alternativverhalten, denn das was ich von ihm will ist die Alternative.
    "Hund, Backen halten und auf mich achten" ist das Verhalten das ich wünsche, einfordere und belohne. Aber eben ohne bitte-danke, sozusagen.

    (Ich glaub ich kann mich einfach schlecht ausdrücken....)