Zitat
Aber das hilft doch dem Hund nicht weiter, außer dass er die Lernerfahrung macht, dass seine Gefühle niemanden interessieren. Also nichts anderes als Treiben in die erlernte Hilfslosigkeit oder nicht?
Nö. Der Umkehrschluß wär ja das man ständig die Gefühle des Hundes an erste Stelle stellt und das geht im Leben nunmal einfach nicht.
Trotz TA-Training hat einer meiner Hunde furchtbare Angst beim Tierarzt. Da kann ich ja auch nicht sagen "Okay, der arme Kerl ist panisch, ich geh halt nimmer zum Tierarzt".
Oder an einer bestimmten Straße vorbei, an einer Mülltonne die dem Hund grad Angst macht oder sonstwas, die Liste ist ja je nach Hund beliebig erweiterbar.
So wie die Beschreibung des Hundes hier eben für mich klingt hat der Hund keinen Bock auf die Hundewiese und blockiert darum den Weg dahin.
Geh ich mit dem Hund nun aber den Weg und gehe an der Wiese vorbei, mache die Wiese also nicht mehr zum Ziel, merkt der Hund das es okay ist mit Herrchen mitzugehen, egal wo der grad hinwill.
"Weil Herrchen nun weiß das ich die Wiese doof findet gehen wir nicht mehr hin", sozusagen. Und sobald der Hund merkt das es wirklich nicht mehr auf die Wiese geht, was sicher einige Gassigänge dauern wird, ist der Weg auch nix Schlimmes mehr.
Alle Beiträge vom TS hier im Thread klingen halt nach einem sehr netten Menschen der bloß nix falsch machen will und Hund soll sich immer wohlfühlen.
Ist ja eigentlich wirklich fast perfekt. Nur bringts halt nix weil bis jetzt der Hund vor allem weiß das er mit seinem Drama durchkommt.
Wie gesagt, nur meine Sichtweise auf das was hier geschrieben wurde.
Als Beispiel mal mein Whippet. Der hat bei den Vorbesitzern gelernt das er mit allem durchkommt wenn er bloß leidend genug tut. Und das hat der echt drauf!
Der Hund sinkt in sich zusammen, der Schwanz klebt fast unterm Bauch, die Ohren liegen so dicht an wies nur geht und die Augen werden groß... Dazu ein Winseln das es Steine erweicht und achja, die Pfote die gehoben wird.
Alle, wirklich ausnahmslos alle Menschen die ihn so sehen brechen in "Oooh, der Ärmste, was hat er denn?" aus und betüddeln ihn.
Und dann machte er das wenns Ärger gab. Aber nur wenn grad andere Menschen in der Nähe waren! Sonst nie, nur dann.
Hamilton ist manipulativ wie sonstwas und er ist beileibe nicht der einzige Hund der sowas einsetzt. Das darf man eben bei aller "Och, die Ärmste kennt ja nix und schlimme Vergangenheit und X und Y und Z" eben nicht vergessen das es ganz einfach sein kann das diese Hündin hier eben einfach in den letzten Monaten gelernt hat wie man Herrchen am einfachsten dazu kriegt das zu tun was sie will.
Kann natürlich falsch sein was ich hier schreibe, darum eben: Ist nur meine Sichtweise.