Zitat
Intersessant finde ich die verbreitete Ansicht: Wer nicht mit Leckerlis erzieht, der tut es garantiert über Strafen!
Einen Mittelweg scheinen die meisten nicht zu sehen......
Ja. Das schockt mich hier im Thread grade ein wenig.
Kaum sagt man "Keine Leckerlies" kommen gleich Strafen...
Mein erster eigener Hund, das ist ja nun auch schon bald 25 Jahre her. Aber schon davor habe ich im Tierheim geholfen, damals ging das noch als Kind.
Schläge? War kein Allheilmittel, das heftigste war ein Schlag auf die Kruppe wenn der Hund völlig abschaltete. Da kannte man halt die Distanzforderung noch nicht, bzw dachte nicht daran nen Umweg von 20 Metern zu gehen nur weil die Hunde pöbelten.
Stachler? Trugen einige Hunde, aber vielleicht ein Viertel aller Hunde die ich kannte? Und ich red hier vom Dorf, da liefen viele Hunde rum.
Die waren auch nicht alle unerzogen.
Und Streuner auch nur wenige, es wurde auch von vielen Bauern Wert drauf gelegt das der Hofhund eben auf dem Hof blieb.
Aber sie waren nicht rundumbespaßt, wie heute.
Es wurde nicht jeder Pups analysiert, diskutert und zerredet mit zig Leuten (Hundeschule 1, Trainer 2, Forum 1-4...)
Die Hunde waren da, wurden liebgehabt und liefen eben so mit. Die freuten sich über jede Zuwendung, weil sie eben davon nicht besonders viel bekamen.
Die Leinenführigkeit war den meisten egal, das Hallo sagen an der Leine war normal, das man pöbelnde Hunde weiterzog war auch normal.
Da wurde von keiner Seite ein Faß aufgemacht, man ging weiter und gut wars.
Die "gute alte Zeit" war nicht in allem schlechter. Aber auch nicht besser oder glorienreich.
Es ist einfach nur die Vergangenheit, die übrigens schon mehrfach gezeigt hat das Dinge die neu sind nicht unbedingt besser sind.