Den Preis für den Hundehalter des Jahrhunderts bekommt von mir ein kleiner Junge, etwa sechs Jahre alt, der ein paar Orte weiter mit seiner Familie und der total übergewichtigen Labradorhündin lebt.
Die Hündin ist ne elende Ziege, sie macht sich nen Spaß daraus, vorbeigehende Hunde zu stellen, und wenn man ne Hündin hat, ist es besser, weiträumig auszuweichen. Typischer Familien-Hofhund eben.
Noch dazu ist die Gute etwa so breit wie hoch, sogar der Tierarzt rät dringend zur Diät, aber es wird von Jahr zu Jahr schlimmer.
Nun traf ich letzte Woche, als der Spinner und ich vom Tierhof zurück zum Zug wollten, besagte Hündin in Begleitung des kleinen Sohnes. Dieser hielt sie an der kurzen Flexileine, als er uns von Weitem kommen sah, und während ich näher kam, sagte er sehr energisch zum Hund, er möge die Klappe halten.
Ich sagte dann zu ihm, dass er sie ruhig losmachen kann, weil der Spinner und sie sich kennen und auch schon mal zusammen gespielt haben. Der Kurze leinte ab, die Hunde spielten ein wenig (die Hündin war nach drei Metern natürlich völlig fertig, Spooks gab sich alle Mühe, langsam und angepasst zu laufen, damit sie mitkommt.
Der Junge meinte, seine Hündin sei leider ein wenig überfüttert.
O-Ton: "Der Opa füttert ihr immer so viel. Ich habe schon einmal die Regel aufgestellt, dass ihr Futter abgewogen werden muss, aber leider hält sich da keiner dran!"
Wenn der Junge etwas älter ist und mehr zu sagen hat, darf sich der Opa und der Rest der Familie warm anziehen. ![]()