Beiträge von Sunti

    Den Preis für den Hundehalter des Jahrhunderts bekommt von mir ein kleiner Junge, etwa sechs Jahre alt, der ein paar Orte weiter mit seiner Familie und der total übergewichtigen Labradorhündin lebt.

    Die Hündin ist ne elende Ziege, sie macht sich nen Spaß daraus, vorbeigehende Hunde zu stellen, und wenn man ne Hündin hat, ist es besser, weiträumig auszuweichen. Typischer Familien-Hofhund eben.
    Noch dazu ist die Gute etwa so breit wie hoch, sogar der Tierarzt rät dringend zur Diät, aber es wird von Jahr zu Jahr schlimmer.

    Nun traf ich letzte Woche, als der Spinner und ich vom Tierhof zurück zum Zug wollten, besagte Hündin in Begleitung des kleinen Sohnes. Dieser hielt sie an der kurzen Flexileine, als er uns von Weitem kommen sah, und während ich näher kam, sagte er sehr energisch zum Hund, er möge die Klappe halten.
    Ich sagte dann zu ihm, dass er sie ruhig losmachen kann, weil der Spinner und sie sich kennen und auch schon mal zusammen gespielt haben. Der Kurze leinte ab, die Hunde spielten ein wenig (die Hündin war nach drei Metern natürlich völlig fertig, Spooks gab sich alle Mühe, langsam und angepasst zu laufen, damit sie mitkommt.
    Der Junge meinte, seine Hündin sei leider ein wenig überfüttert.
    O-Ton: "Der Opa füttert ihr immer so viel. Ich habe schon einmal die Regel aufgestellt, dass ihr Futter abgewogen werden muss, aber leider hält sich da keiner dran!"

    Wenn der Junge etwas älter ist und mehr zu sagen hat, darf sich der Opa und der Rest der Familie warm anziehen. :lol:

    Frag das Herrchen. Wenn der ja sagt, nimm sie mit. Ich hätte da keine Bedenken. Der Hund kennt euch, er kennt euren Hund, wieso nicht?
    Der Besitzer wird sich evtl. auch freuen, wenn sie mitkommt. So, wie du die Situation beschreibst, kann er das Spazieren gehen nicht mehr leisten, wer würde die Hündin mit raus nehmen, wenn ihr weg seid?

    Eindeutiges Ja.

    Spinner mit Gliederkettenhalsband - weniger Leute wollen knuddeln.
    Spinner mit schwarzem Lederhalsband (sieht man kaum im Kragen) - die normale Anzahl Menschen mag Kontakt.
    Spinner mit Geschirr und Klettsprüchen - jeder zweite will auf ihn zu, liest die Sprüche, kommentiert, grinst.

    Bei meiner Schwarzen war es auch ziemlich eindeutig: Mit dem Geschirr wollten alle lesen, was drauf stand (Pfoten weg/Nur gucken, nicht anfassen), an die Sprüche halten wollte sich allerdings dann keiner mehr.

    Der Spinner ist ja eh so ein Schleimer, sogar mit dem gefääääääährlichen Gittermaulkorb im Zug finden ihn die meisten Leute total schön, toll, süß...; ich hab hier noch ein buntes Halstuch für ihn rumfliegen und fürchte, dass ich mich vor seinen Fans nicht mehr retten kann, wenn ich ihm das mal umbinde. :hust:

    Zitat

    Mit dem hast er aber nichts zutun ich habe mich nach der Katze aus World of Warcraft benannt. Im deutschen der Nachtsäbler

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    Siehste, als Nicht-WoWlerin kenn ich diese Katze nicht mal. Lässt tief blicken, dass ich zuerst an den Killer denke, fürchte ich. :pfeif:

    Night, als bekennende Autorin fieser FanFictions und Leserin von Profilerliteratur und Serienmörder-Fakten (als Recherche für besagte fiese FanFics) fand ich deinen Nick schon immer irgendwie... faszinierend. :p

    Sunti ist der Spitzname meiner Seelen- und Pflegehündin im Tierheim. Sie ist mein ganz besonderer Hund und daher auch die, mit deren Namen ich hier unterwegs sein wollte.

    Situation 1 hatte ich schon genau so. Im tiefsten Winter, morgens um sechs in den dunklen Feldern, Hund und ich beleuchtet wie die Christbäume, auf einmal seh ich kurz vor uns ne Bewegung, lein fix den Hund an, da stürmt der schwarz gekleidete, unbeleuchtete Jogger schon frontal auf uns zu. Hund geht knurrwuffend in die Leine (Schutztrieb), Jogger angepisst. Ich kenn den Kerl, der ist morgens als erster und abends als letzter unterwegs, ist eigentlich kein Thema, normal grüßt man sich. Hätte in dem Moment zu gern gefragt, was er sich dabei jetzt gerade gedacht hat, aber da war er schon weg wie der Wind.

    Ach ja, auch super find ich Leute, die mit unangeleintem Hund am Fahrrad leise und still von hinten ranfahren und dann meckern, wenn mein Hund und der am Fahrrad einander kurz mal abchecken. Hätte ich hinten Augen oder der Radler ne Klingel, könnt ich den Spinner gern anleinen, aber hellsehen kann ich nun wirklich noch nicht.

    Maus, das ist mir schon klar. Ich beziehe mich hier ausschließlich auf Andras Posting, die wegen ihres Hundes hier z.T. niedergemacht und als egoistisch bezeichnet wird, obwohl der eben keine Löcher macht, sondern "nur" ein mobbendes Weib ist. Und Mobbing gegenüber bestimmten Hunde(type)n ist nun mal nicht gleich unverträglich, bissig, böse, blöd, wie es hier ein paar User hinstellen.

    Ich frage mich gerade, was das mit "nicht abkönnen" zu tun hat. KEIN Hund dieser Welt (okay, ich nehm Aoleons Arren mal aus :p ) versteht sich mit jedem anderen Hund.
    Wenn man davon ausgeht, dürfte kein Hund jemals auf eine öffentliche Hundewiese, denn es könnte ja immer passieren, dass er dort auf einen trifft, der ihm nicht grün ist oder umgekehrt.

    Es geht hier doch nur darum, dass eine Dame, die ihren Willen nicht bekommen hat (bzw. nicht SOFORT UND JETZT GLEICH) das Wohlergehen ihres Hundes komplett außer Acht gelassen und diesen in eine Situation gebracht hat, die ihm sicherlich nicht gut getan hat.

    Sorry, aber aus reiner Rechthaberei (Ich will aber!!) würde ich im Leben nicht meinen ohnehin ängstlichen bzw. devoten Hund sehenden Auges einem Mobber aussetzen.
    Wie daraus jetzt wieder eine Diskussion "Supertutnixe gegen Nicht-jeden-Möger" entstehen konnte, ist mir wirklich ein Rätsel.

    Subway, hier geht es eben nicht um einen Hund, der keine anderen Hunde abkann, sondern um eine Hündin, die dazu neigt, Hunde mit gewissem Auftreten zu mobben. Zu mobben, keine Löcher reinzumachen.
    Dies rechtfertigt meiner Meinung nach nicht, dass diese Hündin und ihre Besitzerin von der Benutzung einer Hundewiese ausgeschlossen werden. Wer weiß, vielleicht kann die Dalmatinerhündin keine Retriever ab (nur so als Beispiel) und haut da drauf? Dann dürfte auch sie nicht auf die Wiese. Ebenso jeder einzelne Hund, der prollt, einen einzigen Erzfeind hat, mit einem bestimmten Typ Hund nicht kann... Am Ende sind die Hundewiesen leer (bis auf Arren, aber dem wär langweilig :lol: ). Das kann es doch auch nicht sein.

    Ein Minimum an Absprache bzw. Rücksichtnahme von allen Seiten wäre angebracht. Die TS hat Rücksicht genommen und Kompromissbereitschaft gezeigt, biss dabei auf Granit und wurde sogar mit der Polizei bedroht. Ehrlich gesagt hätte ich bei einer solchen Behandlung auch je nach allgemeiner Tagesform und Laune auf stur geschaltet.

    Ich bin mal NICHT auf unseren Miniauslauf gegangen, weil eine Frau mit ihrer läufigen frz. Bulldogge diese unbedingt mal wieder frei laufen lassen wollte - während der Läufigkeit sonst überall unmöglich für sie. Und? Kein Thema, sind der echt deprimierte Spinner und ich halt woanders lang gegangen. Oder hätte ich da ein Fass aufmachen sollen, von wegen, läufige Hündinnen gehören nicht in den (bis dahin leeren) Auslauf?

    HenryMorgan, stimmt, manchmal zieht der Dackelblick. Uns wurde von einem Fremdschaffner mal der Fahrschein fürs Hundchen erlassen, weil es ein Tag vor Weihnachten war. Ein paar der nicht hier ansässigen Schaffnerinnen verkaufen mir auch kein Hundeticket, wenn ich direkt beim Personal löse.

    Gestern hatten wir mal wieder einen großen Fortschritt. Der Hund und ich kamen von der Arbeit, der einfahrende Zug war etwas voller als sonst um diese Uhrzeit.
    Bevor ich überhaupt zum Automaten vorgedrungen war, erblickte ich unsere bevorzugte Übungspartnerin (die angeblich diese Strecke NIE fährt...); das war dann das zweite Mal diese Woche. Langsam gehört sie zum Rudel. :lol:

    Spook und ich haben ein wenig Ticket halten geübt, aber nicht damit gerechnet, dass die Schaffnerin überhaupt zu uns kommt, geschweige denn mit uns trainiert. Doch als sie bei uns ankam, nahm sie mit totaler Selbstverständlichkeit das Ticket von Spooks, knipste es und versuchte, es ihm wiederzugeben. Schade, dass er noch keine Gegenstände von Fremden annimmt (werden wir irgendwann auch üben); dieses Mal verlief die Übung perfekt, er drehte zwar den Kopf, aber unsere Trainingspartnerin wusste das ja nun und griff gleich feste zu. Das Ticket fiel nicht auf den Boden, alles lief total glatt, und das in einem recht vollen Zug mit jeder Menge Publikum. Ich bin wahnsinnig stolz auf meinen Spinner, wenn es in solch riesigen Schritten weitergeht, sind wir bald reif für unsere Herausforderin. :applaus:

    Die Schaffnerin war übrigens sehr erfreut, als ich mich bei ihr für die Beobachtung bedankte, dass der Spuk seinen Kopf zur Seite dreht. Das hilft mir wirklich weiter, und weder ich (wie auch) noch meine hunde- bzw. spookyerfahrenen Übungshelfer hätten das so gemerkt. Demnächst muss ich echt mal Fotos von der Interaktion Hund/Schaffnerin machen, wenn eine von unseren Stamm-Damen an Bord ist.