Beiträge von Sunti

    Spuk hat die ersten drei Jahre seines Lebens in einer anderen Familie verbracht, wo er nach der Trennung der Eltern übrig war und in den Tierschutz kam. Von dort habe ich ihn vor einem Jahr bekommen, und es war vom ersten Tag an, als seien wir schon immer zusammen gewesen. Er baute schnell eine Bindung zu mir auf, und nach kurzer Zeit sagten mir alle möglichen Leute, wir seien ein sehr harmonisches Team.

    Mach dir keine zu großen Gedanken, Sky wird sich an die neue Umgebung und die neue Familie gewöhnen und sich bald einleben.
    Lass ihm Zeit dazu, dann wird es schon.

    Das mag daran liegen, dass der Kleine erst ein paar Wochen alt ist und dass reinhacken auch noch unglaublich selbstbelohnend wirkt: Kauen ist für Hunde ein ganz tolles Gefühl, daher wird das gern und viel gemacht. Welpi muss halt lernen, worauf er kauen kann und worauf nicht.

    Was hast du denn bisher versucht? Und wie lange hast du durchgehalten? ;)

    Völlig normal. Such mal im Forum nach dem Stichwort "Beißhemmung" (oben rechts in das graue Fenstern eingeben und auf den grünen Pfeil daneben klicken), dann kommen gefühlte tausend Threads zu dem Thema. Dort findest du Tipps, wie der Kleine lernt, dass Hände und Co. kein Kauspielzeug sind. ;)

    Aus den schon genannten Gründen bin ich auch absolut pro Zugstopp. Kein Rausziehen, es sitzt immer angenehm, und inzwischen gibt es Zugstopp-HB auch in allen möglichen Varianten. Meine Lieblinge: Rundgenähtes Leder oder ganze Kette. Ersteres für den Alltag, letzteres für Regen, Matsch und Wasserspaß.

    Kaufen würde ich kein anderes Halsband mehr, denn auch der Spuk hat ziemlich viel lose Haut am Hals und einen elegant schmalen Kopf, über den ein normales HB einfach drüberflutschen könnte.
    Auch hab ich inzwischen festgestellt, dass mein Hund sich lieber Zugstopp- als andere HBs anziehen lässt. Kopf hinhalten, HB drüber, ausgehfertig. Viel besser als das Gefummel am Hals, denn Clickverschluss käme mir nicht ins Haus. Es kann brechen, aufgehen, Haare einklemmen... Wenn normales HB (hab hier eines, das meinem ersten Hund gehört hat und das Spuk neuerdings tragen darf), dann nur mit Dorn und Schnalle. Aber im Alltag: Zugstopp. :D

    Zitat

    ich kenne keinen Hund und kann mir auch keinen vorstellen, der so hartgesotten ist, dass er nicht zumindest verunsichert wäre wenn neben ihm was auf den Boden scheppert.

    Zur Ausgangssituation: Da macht für mich ganz klar der Ton die Musik. Aus dem Fenster pöbeln geht überhaupt nicht, da wäre ich auch angefressen und es gäbe u.U. die passende Antwort zurück.

    Aber zu deinem zitierten Satz muss ich mal ne Anekdote loswerden. ;)
    Meine Schwarze war ja eine Angsthündin. Leider hatten wir auf einer unserer Runden einen total aggressiv-aufdringlichen Mischling, der mich umlief, immer wieder an sie ran wollte und auch nicht unbedingt die besten Absichten hatte. Das merkbefreite Herrchen ließ es immer geschehen und beschimpfte mich auch noch, wenn ich seinen Hund abwehrte, weil er sich dachte, seinem wird nichts passieren, solange meiner angeleint ist. Happs und weg hieß da die Devise. Da ich vermeiden wollte, dass dieser Hund meine belästigt und ängstigt und ihn andererseits auch nicht unbedingt treten wollte (wär die einzige Chance gewesen, den wirklich dauerhaft loszuwerden), hab ich mir ein schweres langgliedriges Kettenhalsband gekauft, um es ihm, wenn er wieder mal ankommt, vor die Füße zu donnern, damit er es endlich lernt und uns nicht mehr belästigt.
    Problem: Meine Angsthündin. Also hab ich angefangen, sie an die Kette zu gewöhnen, damit geklimpert, sie auf den Boden rasseln lassen, mal fallen lassen... Am Ende waren wir so weit, dass ich die Kette in hohem Bogen über sie rüber und vor ihre Füße schmeißen konnte, ohne dass es sie störte. Eine Angsthündin. Der Terrier wurde ein paar Mal damit abgeworfen, aber letztlich hat leider wirklich nur ein gezielter Tritt Abhilfe geschaffen.

    Ergebnis unseres Kettentrainings: Eines Tages schoss ein kleiner Hund auf meine Schwarze zu, ließ sich von seiner Halterin nicht abrufen, die ihm daraufhin einen fetten Schlüsselbund nachwarf (Schlüssel waren zusammen etwa halb so groß wie der kleine Hund :mute: ); die Schlüssel landeten direkt vor Senta. Und sie zuckte nicht mal mit der Wimper. ;)
    Es geht also. Ob es Sinn und Zweck des Disc-Trainings ist, kann ich nicht sagen, aber es kann funktionieren, dass ein Hund keine Probleme mit scheppernden Wurfgeschossen hat.

    Ich habe gestern Abend mit meiner Freundin telefoniert, die eine echte Kaninchenflüsterin ist. Sie sagte, wenn sich zwei Kaninchen (bzw. ein Kaninchen ein anderes) überhaupt nicht leiden können, dann gibt es keine Chance.

    Was du machen kannst, um das zu testen: Setz beide in benachbarte Gehege mit Trenngitter dazwischen und beobachte, wie sie reagieren. Wenn die Dame Linus dann wieder anknurrt, angehen möchte und sogar Urin nach ihm spritzt (eklig, aber so was sollen Kaninchen wohl auch tun), dann lass es sein, denn dann passt es zwischen den beiden einfach nicht. Sollte Momo einfach etwas mehr Zeit und Abstand brauchen, wird sie am Gitter nicht gleich total aggressiv losgehen, dann besteht eine Chance, es noch einmal zu versuchen.

    Ohne Gewähr, wie gesagt, ich hab gar keine Ahnung von Langohren, aber meine Freundin hat das so gesagt.

    Zitat

    Man muss es ja auch nicht zwingend benutzen. Das ist der Knackpunkt, der so oft nicht verstanden wird. PV ist mehr als der Clicker, viel viel viel mehr.

    Das ist mir durchaus bewusst, denn ich beschäftige mich nicht erst seit gestern mit Hundeerziehung und habe auch Lerntheorie studiert. ;)
    Allerdings habe ich auf den Eingangspost und Threadtitel geantwortet, wo es explizit um den Clicker ging.

    Zitat

    Ruhig Blut. Menschen, die mit positiver Verstärkung arbeiten, sind halt manchmal ein wenig empfindlich, weil sie einfach zu oft belächelt werden. Bitte streitet euch nicht, jeder darf seine Meinung haben.

    Ich muss sagen Clicker, Markerwort, schnalzen, klatschen usw ist für mich alles das selbe. Vielleicht sollte ich den Threadtitel ändern lassen.

    Aus diesem Grund finde ich Diskussionen mit ausschließlich mit PV arbeitenden Menschen mühsam. Egal, was man sagt, es löst Abwehrreaktionen aus. Außerdem impliziert der von mir fett markierte Satz, dass die anderen User, die hier mitschreiben, NICHT mit pV arbeiten. Tun die meisten von ihnen schon, nur halt nicht ausschließlich. Auch ich arbeite meistens positiv, aber es gibt Momente, da mach ich ne deutliche Ansage. Wie Aoleon schrieb: Nicht zu verwechseln mit Brutalität.

    Zum Ausgangspost: Ich denke, man muss sich einfach damit abfinden, dass die Arbeit mit Clicker oder konditioniertem Markerwort einfach nicht für jeden Hund geeignet ist.
    Da differenziere ich aber nicht zwischen sogenannten Red Zone- Hunden (wobei ja die Definitionen auch auseinander gehen) und anderen.
    Auf dem Tierhof arbeite ich mit den unterschiedlichsten Hunden, die eben auch ganz verschiedene Vorgeschichten mitbringen. Da ich persönlich mit dem Clicker nichts anfangen kann, habe ich immer ohne gearbeitet. Ich mag dieses zusätzliche Ding in der Hand nicht, arbeite und kommuniziere gern ohne "Umwege" mit den Hunden. Bisher hat das auch immer gut geklappt.
    Nun habe ich allerdings die blonde Katastrophe, und dieser Hund hat einige gewichtige Nachteile, u.a. den, dass er bei gutem Futter gern mal komplett ausklinkt und nicht mehr aufnahmefähig ist.
    Deshalb habe ich angefangen, mit ihm zu clickern. Um das Timing zu üben, hab ich natürlich vorher am Spinner "getestet", ihm mit dem Clicker ein paar Tricks beigebracht. Er macht es mit. Aber ich merke, dass er das nur mir zuliebe tut. Eigentlich würde er lieber auf unsere übliche Art arbeiten, das Plastikteil braucht er nicht zwingend.

    Der Blonde dagegen fährt total drauf ab, er macht es gern, blüht auf und grinst schon im Kreis, wenn ich den Clicker nur aus der Tasche hole. Für ihn macht diese Art der Arbeit Sinn.

    So, nun sagen viele Clickerbefürworter der Hardcore- Fraktion ja immer gern, wenn jemand sagt, für seinen Hund ist der Clicker nichts: "Dann machst du es falsch!" - weil ja für jeden Hund der Clicker die geeignete Methode sein muss und somit nur der Mensch ihn falsch anwendet. Was würden diese Leute denn nun zu mir sagen, die ich bei zwei Hunden damit arbeite, von denen einer es gut annimmt und der andere dieses Hilfsmittel eher lästig findet? ;)

    Im großen und ganzen finde ich, dass jeder die Methoden wählen sollte, die zu ihm selbst UND dem Hund, mit dem trainiert wird, passen, solange sie nicht tierschutzrelevant sind.
    Ich sage extra nicht "gewalttätig", denn dass Gewalt ziemlich unterschiedlich definiert werden kann, sieht man in den entsprechenden Threads. Für einige ist ein "Hey!" schon Gewalt, während andere Leinenimpulse einsetzen und das im Rahmen finden.

    Der Hund, mit dem ich clickere, ist übrigens einer, der zu massiven Ausrastern neigt und sicher aus lauter Angst und Überdrehtheit auch lochen würde.
    Von daher: Wenn der Clicker zum Hund passt, gern, wenn nicht, sollte man das auch akzeptieren und einen anderen Ansatz wählen.