Ich hatte neulich auch das zweifelhafte Vergnügen, einen winzigen Shi Tzuh erziehen zu müssen. Der Hund nervt mich jetzt ungelogen seit über zwei Jahren. Er wird von seinen Leuten einfach rausgelassen und geht dann allein in der Siedlung spazieren, durch die ich mit den Tierschutzhunden muss. Wir haben echt alles versucht. Ich hab ihn weggescheucht. Bringt nichts, der ist so rotzfrech, der kommt wieder.
Eingefangen, in einen Zwinger gesperrt, von den Haltern abholen lassen. Die Halter interessiert es einfach nicht. Die kommen, motzen, weil wir ihn festhalten, und lassen ihn am selben Tag wieder allein raus. Ich hab ihn sogar von Senta maßregeln lassen. Keine Reaktion. An Spooky traut er sich zum Glück nicht ran.
Den Hund hab ich mehrfach von der Bundesstraße geholt und vom Bahnhof verjagt. Er rennt bei Anwohnern in die Bude und pinkelt das Spielzeug von ihren Hunden voll. Als der Bahnübergang neu gemacht wurde, stand er mitten auf den Schienen und hat die Arbeiter bedroht.
Mein Problem: ich muss mit Hunden durch die Siedlung, die den kleinen Terroristen ohne mit der Wimper zu zucken zu Hack zerschnetzeln würden. Man weiß nie, wann und wo er auftaucht, also ist ausweichen nicht möglich. Und mir von diesem rotzfrechen Kerl das mühsame Training kaputt machen lassen ist nicht drin. Zumal der auch so stumpf ist, dass er der tobenden Katastrophe noch ins aufgerissene Maul rennen würde.
Also hab ich ihm beigebracht, dass man vor mir Angst haben sollte. Als er das nächste Mal meinte, prollend und kläffend auf meinen Gassihund zustürzen zu wollen, hab ich den tobenden Schäfermix an einen Poller gebunden und bin mit einem Mordsbrüller auf den Zwerg zu gestampft und hab die Beißwurst, die ich zufällig mit hatte, nach ihm geworfen. Ist nicht meine Art, aber bevor er mir von einem der Pfleglinge gefrühstückt wird...
Vielleicht hilft bei dem Chi ja auch werfen? Beißwurst knallt beim Aufprall ordentlich und kann in der Regel nicht verletzen, falls man, wie ich, schlecht zielt. 