Die "Vorbild"-Funktion hast du, ob du willst oder nicht, ob du Freizeit hast oder nicht.
Die Frage ist jedoch, ob ich das annehme. Tu ich nicht. Ich bin nicht dafür verantwortlich, was andere mündige, erwachsene Bürger tun, es ist weder meine Aufgabe, sie zu erziehen noch zu belehren.
Sollte ich an einer einsamen, menschenleeren Straße vor einer roten Ampel stehen, geh ich auch rüber, es sei denn, es wäre irgendwo ein Kind anwesend. Niemals über rot, wenn Kinder in der Nähe sind.
Bei Gebieten mit Leinenpflicht finde ich das Ableinen einfach daneben. Zum einen wegen der Vorbild-Funktion / dem Nachahmer-Effekt. Zum anderen gehe ich davon aus, dass sich manche Menschen dort vielleicht in der Sicherheit wiegen wollen, keinem unangeleinten Hund über den Weg zu laufen.
Wie gesagt, der Nachahmer-Effekt ist mir ziemlich egal; die springen auch nicht von der Brücke, wenn einer springt - hoff ich zumindest für sie.
Und wer im Leinenpflichtgebiet keinem unangeleinten Hund begegnen möchte, hat mit mir auch kein Problem, weil ich bei Begegnungen frühzeitig anleine. Das einzige, was man dann also wieder bemängeln könnte, ist die Tatsache, dass auf 50m Entfernung ein Hund ohne Leine gesichtet und direkt angeleint wurde. Also auch keine Belästigung.
Ich bin echt überrascht, daß diese Einstellung von jemanden kommt, der sich permanent über andere Hundehalter aufregt.
Hättest du das von dir Zitierte genau gelesen, dann wüsstest du, dass ich mit meinem zivilen Ungehorsam niemanden belästige, bedränge oder gefährde. Und dass ich mich grundsätzlich nur über Hundehalter aufrege, die meine Hunde und mich eben gefährden, belästigen, bedrängen. Tun sie das nicht, können sie sich von mir aus tanzend und den Hund auf dem Kopf balancierend vorbeibewegen.