Aber nach einer solchen innerartlichen Kommunikation lebt der Zwerg halt noch, hat in der Regel noch nicht einmal einen Kratzer, sondern ist vermutlich nur irgendwo besabbert
Vorausgesetzt, er lenkt ein. Was meiner Erfahrung nach zumindest für viele Terrier nicht unbedingt typisch ist. 
Lenkt er nicht ein, kann es dann doch zu schweren Verletzungen aufgrund des Größenverhältnisses kommen.
1. Möglicherweise hat der Kleinhund ja sehr wohl einen Grund - nur kennen oder erkennen wir diesen möglicherweise nicht.
2. Mir fehlt hier die Unterscheidung zwischen "Angriff" (mit Beschädigungsabsicht) und "Scheinangriff" (zum Einschüchtern oder als präventive Maßnahme, ohne Beschädigungsabsicht).
Mag sein. Dennoch werden wohl die allermeisten hier Anwesenden übereinstimmen, dass ein körperlicher Angriff, auch eine Scheinattacke, die 10cm vorm Angegriffenen endet, auf einen angeleinten Hund unangemessen ist - zumindest aus Menschensicht.
Dass der Angreifer das anders sieht, steht fest, sonst hätte er ja nicht angegriffen.
Ich bin bei fehlgeleitetem Beutefangverhalten und vom Gutachter festgestellter übersteigerter Aggression, wenn ich an unangemessenes Verhalten denke. Aber das ist wieder meine menschliche Sichtweise. Die blonde Katastrophe hätte hirnloses Reinhacken in andere Hunde wegen deren bloßer Existenz angemessen gefunden, denn er konnte halt kein Hündisch und wollte sich alle Hunde nachhaltig vom Leib halten. Völlig verständlich aus seiner Sicht, aber für den Hund, der verträumt an den Blümchen am Wegesrand schnuppert und plötzlich eine kreischende Blondine, Zähne voran, im Pelz hängen hatte, sähe das ganz anders aus.
Deshalb finde ich, wenn man die Sicht der Hunde nimmt, können wir gar nicht über angemessen oder nicht diskutieren, denn da ginge die Sichtweise je nach Charakter und Vorerfahrung ziemlich weit auseinander.