Beiträge von Sunti

    Nein.

    Ich mag es einfach nicht. Da gibt es auch keine Erklärung und auch keine Ausreden. Meine Hunde, meine Regeln und manchmal denke ich, dass die Welt da draußen endlich mal wieder lernen sollte, dass "Nein" eine vollständige Antwort ist und keine weiteren Ausführungen braucht.

    Bei Erwachsenen sehe ich das genauso, habe aber in meinem Job gelernt, dass Kinder bis zu einem bestimmten Alter wesentlich nachhaltiger lernen, wenn man ihnen Dinge erklärt. Deshalb nehme ich mir bei Kindern, die den Eindruck machen, sie hören zu, gern die Zeit. Erwachsene dürfen das Nein annehmen und fertig.

    Da das Thema OT im "Der gefährliche Hund"-Thread aufkam, habe ich mal gestöbert und diesen alten Thread gefunden, in dem wir die interessanteDDiskussion weiterführen können. Also: Dürfen eure Hunde von Fremden, insbesondere von fremden Kindern, angefasst werden? Warum? Warum nicht?

    Jemand hatte argumentiert, dass Kinder Empathie lernen, wenn sie fremde Hunde anfassen dürfen, und dass ein Nein Kindern suggeriert, Hunde seien gefährlich.

    Dagegen steht die Meinung, ein Nein zu akzeptieren kann genauso gut Empathie zeigen, weil Kind sich in die ablehnenden Gefühle des Hundes hineinversetzen lernt.

    Aufgrund der z.T. harschen Gesetzeslage in Deutschland bin ich ziemlich vorsichtig geworden, wer an meine Hunde ran darf. Ein Anspringen und Umwerfen oder ein Kratzer mit einer Kralle ksnn heutzutage ja schon zur Einstufung führen, das möchte ich keinesfalls riskieren.

    Bei Kindern ist Spuk eh raus, die hasst er aufgrund schlimmer Erfahrungen bei den Vorbesitzern wie die Pest. Nun sage ich fragenden Kindern natürlich nicht, dass mein Hund sie allein aufgrund ihres Kind-Seins zum Kotzen findet. In diesem Fall not-lüge ich bis zu einer bestimmten Altersklasse, er habe Angst vor Kindern, weil ihn früher als Babywelche ganz tüchtig geärgern haben. Das verstehen die meisten Kinder. Sind sie etwas älter, so ab 8, 9 Jahre, sage ich die abgeschwächte Wahrheit, dass Spuk Kinder doof findet (aber nicht, WIE doof xD ), weil die Kinder in seiner alten Familie immer gemein zu ihm waren. Manchmal kommt dann "Aber ICH bin doch nicht gemein!", darauf erkläre ich, dass Spuk das ja nicht wissen kann, und damit ist das Thema meistens erledigt.

    Schlechte Erfahrungen mache ich eher mit den dazugehörigen Eltern, die dann diskutieren, Maulkorb für die Bestie fordern etc.

    Bei Erwachsenen lass ich Spuk entscheiden, ob er hingeht; meistens schnuppert er kurz, lässt sich dann am Hals anfassen und haut ab, sobald er merkt, dass da jetzt kein Keks rausspringt.

    Zum "Therapieren" von hundeängstlichen Menschen ist Spuk ganz toll geeignet.

    Neulich saß im Zug der Zugbegleiter eine Stunde bei uns und hat mich ausgefragt, weil ihn in der Bahn ständig Hunde anbellen und er wissen wollte, wie man das ändern kann. Da habe ich ihm was über Körpersprache, Arten von Blickkontakt, das Lesen von Hunden etc. erklärt und er fragte dann, ob er Spuk streicheln dürfe. Wenn er merkt, das ist jetzt so ne Art "Social Walk für Menschen", ist das für ihn immer ok, also lernte der Mann noch am lebenden Objekt was über bei den meisten Hunden beliebte und eher unbeliebte Streichelzonen.

    Picard liebt alles und jeden, darf nach Absprache auch eigentlich immer angefasst werden, nachdem ich gewarnt habe, dass er gern küsst. Standfeste Kinder dürfen zu ihm, wenn sie sich an Absprachen halten und von Spuk wegbleiben. Standfest deshalb, weil Nasi zwar inzwischen nur noch selten springt, aber sich gern beim Streicheln randrückt.

    Bei mir gilt, erst fragen und ein Nein sofort akzeptieren. Wer direkt hinrennt, sich anschleicht oder einfach im Vorbeigehen hinlangt, kriegt ne Ansage und darf nicht.

    So, jetzt ihr: wie handhabt ihr das mit dem Streicheln lassen?

    Bei Spuk war die Bluterei am 3. Tag nach der 1. Ypozanegabe vorbei, wenn ich mich richtig erinnere; der hatte eine Zyste an der Prostata durch die Hyperplasie.

    Dass es morgens mehr aussieht, finde ich jetzt nicht unnormal, weil der Hund stundenlang an der gleichen Stelle liegt und vor sich hin tropft.

    Wenn es dich beunruhigt, fahr nochmal zum TA und lass den nachschauen, ggf. nochmal schallen, ob sich im Bild schon was gebessert hat.

    Es ist ziemlich frisch geworden. Ich würde gern meine Weste über die Jacke ziehen. Das geht aber leider nicht, denn der Spuk (mit warmem Mantel) muss im Taxi warten, dem könnte auch kalt sein.

    Spuk hat meine Weste. Mir ist ein bisschen kalt.

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    Eingestuft klingt für mich nach eingezogen;

    Nicht zwingend. D.h. eigentlich nur, dass es (mind.) einen Vorfall gab und der Hund wegen diesem Vorfall (oder dem dann nicht bestandenen Wesenstest) als gefaehrlich eingestuft wurde.

    Ja, das weiß ich, aber oft werden solche Hunde ja doch eingezogen oder "zwangsabgegeben", weil keine Haltergenehmigung erteilt wird. Und dann würde es Sinn machen, bei den Vorbesitzern zu gucken.

    Hätte ich es vorher nicht schon gewusst, wüsste ich spätestens jetzt, dass die hier ansässigen HSH wunderbar sind.

    Erzählt mir doch ne (zugegeben echt naive) Hundehalterin aus der Nachbarschaft, dass sie die Hunde schon gestreichelt hat. Ohne, dass der Halter dabei war. Mit ihrem depperten Hund an der Leine. Durch den Stromzaun, während die Herde da rumstand.

    Übersetzung: die Olle geht mit ihrem Hund an der Leine durch den gestrüppigen Grünstreifen, langt über den E-Zaun und fasst die hinterm Zaun bellenfen Hunde an. :roll:

    Da sie noch alle Finger hat, sind die Hunde großartig.

    Von hinten? Auf der Tribüne? Da sind doch weitere Stuhlreihen? Und wenns von "daneben" kam, hätt der Halter es zumindest im Augenwinkel sehen müssen. Soviel Auge muß einfach beim Hund sein in einer Umgebung, in der offenbar auch Kinder rumlaufen.

    Und ganz abgelegen kanns net sein - so kleine Kids, da haben normalerweise die Eltern n Auge drauf, daß es in Sichtweite bleibt.

    Träum weiter. Vor Jahren lag Spuk auf einer längeren Bahnfahrt zu meinen Füßen halb unterm Sitz und döste. Plötzlich wurd er aufmerksam und spannte sich an. Da hatte sich ein kleines Kind von den Eltern entfernt, war durch den kompletten Zug gewackelt und kroch hinter mir gerade UNTER DEN SITZEN auf Spuk zu. Hätte ich in dem Moment nicht zu ihm runter geguckt, hätte ich gar nichts gemerkt bzw. erst, wenn er laut geworden wäre. Besagtem Kind plus Eltern hatte ich übrigens vorher schon klargemacht, dass mein Hund nicht gestreichelt wird.

    Der Vorteil bei Spuk ist, der wird rechtzeitig sehr laut, bevor Kinder in Greifweite kommen. Hätte sich das Kind allerdings dadurch erschreckt, hätte es sich ziemlich sicher den Kopf heftig an den Sitzen angehauen.