Beiträge von Sunti

    Jetzt führ mich doch nicht auch noch mit solchen Fotos in Versuchung, die Kleene zu klauen. :headbash:

    Hab über Weihnachten eine Menge Vorurteile über Listenhunde hören dürfen - meine Eltern sind da nicht so offen. Aber das gilt grundsätzlich für alle Hunde, nur eben die Listenhunde im Besonderen. Leider ließen sie sich nicht wirklich umstimmen in ihrer Meinung, wobei meine Mom noch eher zugänglich für Argumente war, aber ich fürchte, sollte ich mit "so einem" Hund ankommen, hätte ich Probleme mit ihnen. Mein Glück, dass für mich sowieso kein Listenhund infrage kommt, weil ich ja nicht wissen kann, in welches Bundesland es mich nachher arbeitstechnisch noch verschlägt. Man stelle sich vor, ich lande in Bayern. :schweig:

    Ich auch. Es kann doch nicht so schwer sein, für die paar Tage mal die Leine dran zu lassen? Zumal man ja auch (wie wir) mitten in die Pampa fahren und dort entspannt spazieren gehen kann. Ich denke aber, dass da bei vielen Fällen Alkohol im Spiel sein dürfte. Im beduselten Kopf ist man halt nicht so gut in der Lage, auf seinen Hund zu achten. :/

    Sie liegt neben mir im Büro und pennt. :smile:
    Mein Glück ist einfach, dass ich seit über zwei Jahren mit ihr intensiv gegen jede Art von Angst trainiert habe. Wo andere Hunde in wilde Panik verfallen, sucht sie immer noch meine Nähe und weiß irgendwo tief unter der Angst vor dem Krach und Gestank, dass ich sie beschütze. Somit kriege ich sie relativ schnell wieder runter, und sie hat nicht Panik vor den Knallern an sich, sondern situativ bedingt in Momenten, wo in unserer Nähe besonders laute Kracher losgelassen werden. Sobald wir wieder drin sind, ist alles gut. Klingt blöd, aber so kann ich einmal im Jahr eine Vorteil daraus ziehen, dass wir ein intensives und anstrengendes Angsttraining durchgezogen haben. Die Angst draußen, wenn's knallt, ist halt eher eine begründete Angst, und sobald wir drin sind, fühlt sie sich sicher und versteckt sich nicht mehr. Auch hab ich nicht den Eindruck, dass die letzten 24 Stunden ihrem Vertrauen in mich oder in die Welt "da draußen" geschädigt haben. Sie geht noch immer gern raus, aber momentan halt noch viel lieber wieder rein. :/

    Frohes neues Jahr!
    Wir hatten gestern Abend auf dem Heimweg noch den Supergau: Deppen zünden keine zwei Meter vor uns nen RIESENböller, Senta dreht durch - so froh war ich noch nie, dass sie ein Sicherheitsgeschirr trägt. Dann kurz vor unserer Straße: Eltern mit kleinen Kindern, die Knallerbsen werfen. Ich frag freundlich, ob sie kurz aufhören können, ich müsste mit dem Hund vorbei. Antwort kam in Form von Gelächter und weiter werfenden Kleinkindern. Ehrlich, wie lernen die so Respekt?
    Die Knallerei um Mitternacht haben wir beide verschlafen: Senta in der Küche, wo man nix flackern sieht, bei eingeschaltetem Licht und ich im Bett. So viel zum Plan, mal kurz beim Hörbuch die Augen zu schließen. Die Nager hat es so gar nicht interessiert, wie jedes Jahr. Morgens um halb sechs war Senta mit der Außenwelt versöhnt und ging mit mir raus zum Lösen, und dann haben wir gegen Mittag den Weg zum Bahnhof angetreten, um zum Büro zu fahren, wo für morgen noch einiges aufgeräumt werden müsste (in unserer Straße kannst du am 1.01. nicht laufen, da zünden sie Dauerfeuer). Kaum im Park, da wurden wir von allen Seiten beschossen, der arme Hund kriegte Zustände, weil es von überall kam und so laut war. Ein paar Kids haben sich wohl den Spaß gemacht, sich an der Brücke zu postieren und auf alles zu schmeißen, was sich bewegt, also haben wir die Brücke schön gemieden. Im Büro, ihrer zweiten Heimat, hat sich die Schwarze jetzt hingelegt und pennt. Was mich anko**t sind diese Böller. Nichts gegen hübsche Raketen, die machen auch nicht so nen Höllenlärm und stören Senta nicht mal. Aber diese Dinger, die nur Lärm machen und stinken, die gehen mir dermaßen gegen den Strich, das glaubt ihr nicht. Bin ich froh, dass die endlich verboten werden sollen.

    @Schranktür: Gute Besserung für die Hand.

    Zitat

    An diejenigen, die Musik für ihre Hunde laufen lassen... habt ihr da bestimmte Lieder, die empfehlenswert sind?
    Eine Freundin von mir spielt ihrem Hund immer Mark Knopfler zur Beruhigung vor :D
    ich dachte eher an Samba-Musik oder so (irgendwas fröhliches!?)?

    Letztes Jahr hab ich für den knallerängstlichen Gasthund die 80er- CD vom letzten Bullen laufen lassen, ob ihr was anderes besser gefallen hätte, keine Ahnung. Denn ich glaube, der war die musikalische Untermalung eh völlig egal. Ich würd jedenfalls nichts Sanftes, Leises nehmen, denn die Musik soll die Knallerei ja schon ein wenig übertönen.

    Wir waren vorhin über zwei Stunden laufen, im Gassi-Exil zwei Orte weiter, weil dort nie auch nur ein einziger Böller und auch so gut wie nie Hunde zu finden sind. Es war schön, entspannt, wir haben Leckerchen gesucht und ein paar Übungen gemacht, Hund konnte schnüffeln, und die weit entfernten Knaller haben uns beide nicht interessiert. Senta ist ja wie gesagt ein Angsthund mit Panik vor jedem Fliegenschiss, aber Silvester ist ihr nach wie vor egal. Als wir nach der Runde am Bahnhof gewartet haben, gingen in der Nähe ein paar Kracher hoch, sie hat mich angeguckt, ich hab sie angelächelt und gesagt, alles gut, sie hat weitergedöst, während der Sennenhund, der am benachbarten Grundstück als Wachhund lebt, die Knaller einzeln verbellt hat.

    Gestern waren wir auch mal versuchsweise mit Flexi unterwegs, aber irgendwie sind wir beide zu doof, sie zu bedienen. Ich komm mit den Knöpfen nicht zurecht und die Schwarze meint immer, dass sie ganz dicht bei mir laufen muss, weil die Leine ja auf Zug ist. Somit fällt die Flexi für uns flach, und wir behelfen uns mit normaler Leine und Schlepp, wobei in unserem "Geheimwald" ja nicht mal die nötig ist, solange man sich vor Einbruch der Dunkelheit dort aufhält. Werde nachher gegen acht zu Hause sein, dann gibt's Musik und Festbeleuchtung, damit sich auch die Nager nicht fürchten, und kurz vor Mitternacht kriegt die Schwarze einen Kong, um die halbe Stunde des totalen Wahnsinns zu überbrücken. Mehr werde ich nicht machen müssen, und ihr glaubt gar nicht, wie entspannend das ist nach den Jahren mit dem silvesterpanischen Collie.
    Kommt gut rüber, ihr mit den silvesterängstlichen Hunden, und freut euch auf die Zeit, in der eure Hunde wieder normal sind und meine der eigentliche Angsthund ist. ;)

    Bei uns im Wald turnen hauptsächlich unausgelastete reinrassige Weimaraner oder Viszlas rum, viele Labbis und Doodles, aber kaum mal was Gemixtes, daher sticht mein Straßenköter schon raus - aber bisher hat sich noch keiner getraut, mir das ins Gesicht zu sagen. Wahrscheinlich sieht man mir an, dass das nicht so gut aufgenommen würde. :lol:

    Wenn ich das alles so lese, bin ich über meine Senta froh. Sie ist eine waschechte Angsthündin, die sich vor jedem Fliegenschiss fürchtet, aber die Knallerei ist ihr merkwürdigerweise total wurscht. :headbash: Daher können wir die Tage vor und nach Silvester relativ normal verbringen, ich fahr halt mit ihr zwei Orte weiter zum Gassi, denn da draußen ist nie auch nur der leiseste Knaller zu hören, und am 31. werden wir auch dort laufen und gegen Abend zurück nach Hause gehen, um die Nacht drin zu verbringen. Wenn's nämlich wirklich losgeht, zwischen 0.00 und 0.30, da kriegt sie schon ein wenig Angst - aber nicht, wenn sie drin bleiben darf. Großes Feuerwerk ist nur draußen gruselig, haben wir im Sommer gelernt, und das Geböller interessiert sie nicht. Da sie sowieso das ganze Jahr über ein ausbruchssicheres Geschirr trägt, müssen wir uns eigentlich nicht einschränken. Wenn ich dagegen an meinen vorigen Hund denke, der ist bei jedem Kracher unter der Grasnarbe verschwunden und hatte sogar Angst vor Gewittern.

    Senta ist zweimal die Woche mit mir in ihrem ehemaligen Tierheim, weil ich dort noch Pflegehunde sitzen habe. Bei ihrem ersten Besuch, nachdem sie mein Hund wurde, hat sie traurig vor ihrem alten Zwinger gesessen und gemeint, ich lass sie wieder da (hatte extra drei Monate gewartet, bis ich sie wieder mitgenommen habe, weil ich wollte, dass sie weiß, sie gehört zu mir). Als ich sie dann beim Gehen gerufen und mitgenommen habe, war alles super, und seitdem geht sie freudig mit. Sie kennt die Gassihunde, weil es halt Langzeitinsassen sind, und wenn ich jemanden dabei habe, darf sie auch mit, dann führt meine Begleitung Senta, ich den Tierheimhund. Wenn ich allein gehe, wartet sie in einem freien Zwinger, denn ich will mit den Knalltüten ja auch ordentlich trainieren, was nicht so einfach ist, wenn man zwei Hunde dabei hat. Die Warterei findet sie doof, aber sie leidet nicht darunter, weil sie weiß, es ist nicht für lang und am Ende des Tages darf sie wieder mit nach Hause. Zusammen Gassi ist auch super, weil sie eben die Hunde kennt und mit ihnen klarkommt.

    Bemerkenswerte Diskussion im Zug. Ich hab am Automaten was übers Wochenend-Ticket nachgelesen, was mir aber nicht weiter half. Daher hab ich die Zugbegleiterin gefragt, ob sie mir Auskunft geben könne, ob ein Hund beim Wochenendticket als Person mitfahren darf. Sie wusste es nicht. Habe dann gemeint, dass es meiner Meinung nach Sinn machen würde, weil es beim Niedersachsenticket und beim Quer durchs Land-Ticket ja auch der Fall sei, und das Wochenendticket sei ja schließlich für bis zu fünf Personen ausgelegt, wieso solle der Hund da keine Person sein?
    Antwort der Schaffnerin: "Nein, das geht nicht. Ich bin mir ziemlich sicher, ich sag jetzt mal nein.", wo sie vorher noch gemeint hat, sie wisse es absolut nicht. Aber anstatt mal in ihren Richtlinien nachzugucken, die sie, wie ich von ihren Kolleginnen weiß, immer dabei haben sollte, meint sie einfach pauschal nein. Hab es jetzt im Netz nachgeguckt, sie hatte Unrecht, Hund zählt auf diesem Ticket als Person. Werde mir diese Richtlinie aber lieber ausdrucken und mitnehmen, wenn's mal so weit ist, wer weiß, ob ich nicht sonst auf der Reise auf diese Schaffnerin treffe... :roll: