Wir waren vorhin über zwei Stunden laufen, im Gassi-Exil zwei Orte weiter, weil dort nie auch nur ein einziger Böller und auch so gut wie nie Hunde zu finden sind. Es war schön, entspannt, wir haben Leckerchen gesucht und ein paar Übungen gemacht, Hund konnte schnüffeln, und die weit entfernten Knaller haben uns beide nicht interessiert. Senta ist ja wie gesagt ein Angsthund mit Panik vor jedem Fliegenschiss, aber Silvester ist ihr nach wie vor egal. Als wir nach der Runde am Bahnhof gewartet haben, gingen in der Nähe ein paar Kracher hoch, sie hat mich angeguckt, ich hab sie angelächelt und gesagt, alles gut, sie hat weitergedöst, während der Sennenhund, der am benachbarten Grundstück als Wachhund lebt, die Knaller einzeln verbellt hat.
Gestern waren wir auch mal versuchsweise mit Flexi unterwegs, aber irgendwie sind wir beide zu doof, sie zu bedienen. Ich komm mit den Knöpfen nicht zurecht und die Schwarze meint immer, dass sie ganz dicht bei mir laufen muss, weil die Leine ja auf Zug ist. Somit fällt die Flexi für uns flach, und wir behelfen uns mit normaler Leine und Schlepp, wobei in unserem "Geheimwald" ja nicht mal die nötig ist, solange man sich vor Einbruch der Dunkelheit dort aufhält. Werde nachher gegen acht zu Hause sein, dann gibt's Musik und Festbeleuchtung, damit sich auch die Nager nicht fürchten, und kurz vor Mitternacht kriegt die Schwarze einen Kong, um die halbe Stunde des totalen Wahnsinns zu überbrücken. Mehr werde ich nicht machen müssen, und ihr glaubt gar nicht, wie entspannend das ist nach den Jahren mit dem silvesterpanischen Collie.
Kommt gut rüber, ihr mit den silvesterängstlichen Hunden, und freut euch auf die Zeit, in der eure Hunde wieder normal sind und meine der eigentliche Angsthund ist. 