Supervoller Zug, und Senta hat trotz sichtlichem Stress geschafft, sich zwischen meine Beine zu setzen, eine Übung, die ihr dank ihrer großen Unsicherheit noch immer ziemlich schwer fällt. Sie blieb dort ruhig und brav sitzen und bekam sogar ein Lob von ihrer Lieblingsschaffnerin. Von mir gab's Kekse.
Beiträge von Sunti
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Senta lernt gerade "Tunnel", d.h., sie setzt sich hin und ich stelle mich über sie. Für sie als Ex-Angsthund mit starken unsicheren Tendenzen ist das eine ziemlich harte Aufgabe, das zu ertragen, aber wir machen uns ganz gut. Setzen tu ich mich nicht, wir fahren höchstens drei Stationen, das geht auch im Stehen.
Neulich fragt mich da doch so ne Tusse (und das meine ich wörtlich, der Kleidungsstil sprach Bände), ob denn inzwischen jeder dahergelaufene Straßenmix Zug fahren dürfe. Solange sich mein Hund das Ticket leisten kann, klar. Hach, mein böser Hexenblick durfte dann mal wieder raus zum Spielen.
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Habe eben auch was Bemerkenswertes fabriziert.
Senta und ich fahren zur Arbeit, das heißt, Bahn ist angesagt. Diese war nun schon voll, als sie ankam, und blöderweise wollten mehr Leute rein als raus. Wir quetschen uns rein, aber wohin des Weges? Alles vollgestopft mit Leuten, besonders Schülern und ihren tonnenschweren Rucksäcken. Ich hab also mal fix die ziemlich desorientierten 20 Kilo Hund auf den Arm genommen, damit die Leute hinter uns auch noch rein können. Da haben die ersten Fahrgäste dann schon ziemlich schräg geguckt. Netterweise machten hinter mir ein paar Leute etwas Platz, so dass ich die Schwarze in die passgenaue Lücke stellen konnte. Mein Kommentar dazu: "Manchmal wünschte ich, du wärst n Chihuahua." Der halbe Wagen hat gelegen vor lachen, denn nach Chi sieht mein Monster nun wirklich nicht aus. -
Momentan nerven mich die Leute, die ihre Hunde allein spazieren gehen lassen.
Freitag habe ich erst einen entlaufenen Hund eingefangen und den Zuständigen übergeben. Okay so weit.
Montag war ich im Nachbarkaff unterwegs, wollte mit meiner vom Tierhof zurück zum Bahnhof (und am Bahnhof ist auch noch Industrie, also fahren da viele LKW, PKW und eben auch alle halbe Stunde ein Zug). Auf einmal war er wieder da, der kleine Wuschelhund, niedriger als ne Katze, grau-blond, nervig,aufdringlich.
Einige Male wäre er schon beinahe von meinem Pflegerüden gefressen worden, weil wir dort durch die Siedlung gingen und der Miniprolet posierend, markierend, aufdringlich zu ihm hin wollte. Gut, mein Pflegling frisst keine Rüden, wenn ich es ihm verbiete, aber nervig war's trotzdem. Laut Auskunft der Anwohner lassen seine Leute den Zwerg einfach so allein rumrennen.
Montag war es also wieder soweit, Wuschelchen verfolgte Senta und mich penetrant zum Bahnhof. Senta hatte ihm schon ein paar Mal ne deutliche Ansage gemacht, von wegen, Rüssel weg von meinem Hintern. Nützte nichts. Ich hab ihn weggejagt, und das auch nicht zimperlich. Nützte nichts. Problem war, ich wusste leider nicht, wohin in der Siedlung der Kleine gehört, hatte auch keine Zeit, ihn zum Tierhof zu schleppen, weil ich den Zug kriegen musste, und wollte auch nicht dafür verantwortlich sein, wenn er uns zum Bahnhof folgt und unter einem Auto oder Zug landet.
Montag haben mich zwei Bauarbeiter gerettet, die ihn aufgehalten haben, bis wir außer Sicht waren. Aber trotzdem nervt es, denn spätestens nächste Woche hängt er uns wieder am Hintern.Dienstag, Spaziergang im Park. Auf einmal schießt ein schon leicht angegrauter Rehpinscherrüde wild kläffend auf Senta zu. Sie gibt ihm ne Ansage, ich halte nach nem Besitzer Ausschau. Pinscher trug nämlich kein Halsband. Ich hatte mich schon innerlich damit abgefunden, dass ich gleich wieder nen Hund bei der Stadt abgeben darf, und wollte mich ans Einfangen machen, als mir ein Stammspaziergänger erklärte, der Kleine wohne in einer der Straßen, die an den Park grenzen, und liefe hier regelmäßig allein spazieren.
Echt, was denken sich die Leute? Gerade in Anbetracht des Posts von Hund-mit-Brille finde ich solche Begegnungen nicht nur nervig, sondern auch ziemlich traurig.
Und wenn den Wuschel aus dem Nachbarkaff irgendwann mal ein größerer Rüde frisst, würd es mich nicht wundern. -
Meine Senta (ja auch Rumänin) ist da genau gegenteilig drauf: Sie hat auf der Straße gelernt, dass ein anderer Hund entweder ihr Leben oder ihr Futter will (was am Ende ja aufs selbe hinausläuft), daher hatte sie erst mal panische Angst vor allen Hunden, die sie nach dem Motto ausagiert hat: Ich fress dich, bevor du mich fressen kannst, weil ich ganz sicher weiß, dass du mich fressen willst!
Ich habe ganz viel mit Sicherheit geben gearbeitet, und inzwischen ist sie so weit, dass sie andere Hunde gar nicht interessieren (außer ihre wenigen auserwählten Kumpels), solange sie ihre Individualdistanz respektieren. Tun sie's nicht, kriegen sie deutlich Bescheid gesagt. Daher, Shara, wir sind auch verschrieen, das schwarze Monster und ich.
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Danny, ich hatte Glück, mein Schulweg führte am Kanal entlang und wir haben unsere unliebsamen Brote immer brav an die Enten verfüttert... Tut man nicht, ich weiß, aber damals war das noch nicht verpönt und die Federviecher wusste immer, wann die Schule aus war.

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Ich glaube, hier muss ich mich mal gründlich durchlesen. Mein Straßenköter geht nämlich dauernd mit einer Schaffnerin unseres Nahverkehrszuges fremd. Mal schauen, welche eurer zahlreichen Ideen ich diesbezüglich aufgreifen kann.
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Ina, kann man euch beide ausleihen? Ich glaube, dann hätte meine Schwarze hier weniger zu leiden.

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Heute muss ich mich auch mal ausmeckern, sonst schlepp ich diese blöde Begegnung noch den ganzen Tag mit mir rum, und das ist schlecht fürs Gemüt.
Folgende Situation: Senta, ihres Zeichens Angsthund (aber längst nicht mehr so extrem wie früher) und ich befinden uns am Anfang unserer Morgenrunde. Senta freute sich ihres Lebens und graste so vor sich hin, frisches Grün im Frühling schmeckt halt gut. Ich hatte sie noch an der Leine, weil ich von weitem eine junge Frau mit zwei alten Hunden kommen sah. Die Hunde kenn ich, die Frau bisher noch nicht.
Der alte Rüde schlich sich so auf Senta zu, ich stellte mich deutlich dazwischen, und Senta graste in aller Ruhe weiter, denn Frauchen kümmert sich ja.
Der Rüde reagierte auch ganz gut auf meinen Block, versuchte halt, sich noch mal von hinten anzuschleichen, kriegte von mir eine zweite Abfuhr, also alles kein Problem. Da pflaumte mich doch diese Halterin an, als sie endlich mal nah genug dran war, um Einfluss zu nehmen, ich solle doch gefälligst weitergehen. Es wäre ja kein Wunder, dass mein Hund Angst hätte, ich hätte ja selbst so große Angst und würde diese auf den Hund übertragen (der, nebenbei bemerkt, locker neben mir stand und die Situation beobachtete - schließlich hatte ich ja mit dem Hund schon alles geklärt).
Ich hab dann nur erwidert, dass sie doch ihren Hund anleinen könne, wenn der sich nicht zurückrufen lässt (weiß aus Erfahrung, dass das bei dem nicht klappt und er hat auch schon mal eine von Senta geknallt bekommen, weil er sich partout nicht um ihre Warnung gekümmert hat).
Ihre Antwort (in einem total dreisten, unverschämten Ton): "Wieso sollte ich meinen Hund anleinen?"
Ich: "Wieso sollte ich meinen Hund nicht in Ruhe grasen lassen?"
Dann kam die alte Hündin auch endlich an, und auch die musste ich persönlich wegschicken, weil diese dumme
nicht einsah, was zu unternehmen. Sie ist dann nur noch was murmelnd und augenverdrehend weitergegangen.
Das beste an der Geschichte ist aber, dass die beiden Hunde, wenn sie mit ihrem Herrchen (vermutlich der Vater dieser unverschämten Person) unterwegs sind, eben nicht einfach an andere Hunde rangelassen werden. Denn dem Herrchen habe ich mal erklärt, wie meine so tickt, und er respektiert das. Wenn die zwei meinen, an Senta ran zu wollen, werden sie von ihm gescheucht oder geblockt. Und wo da jetzt überhaupt das Problem dieser Göre war, möchte ich auch mal wissen. Schließlich war die Situation längst gelaufen, als sie endlich ankam, und keinem war was passiert.
Klar, nächstes Mal kann ich gern Senta dem Rüden noch mal erklären lassen, dass eine Warnung eine Warnung und als solche durchaus ernst gemeint ist. Nur ist dann das Geheule beim Frauchen sicherlich groß. :coolwitch: -
Zitat
Meine Rede!
Gibt leider noch genug Leute, die diesen Spruch ernst meinen..Gesendet von meinem ST18i mit Tapatalk 2
Aber bestimmt nur, wenn du mit Muffin daher kommst, oder? Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass der durchschnittliche Darf alles- Halter es gern sieht, wenn dein Großer klären kommt.
Mir wurde dieser Satz jedenfalls noch nie von einem Kleinhundehalter gesagt - das kommt immer von Leuten, deren Hunde größer, jünger und fitter sind als meine alte Dame.