Beiträge von Sunti

    Das, was dabei eben so total lächerlich ist: Ich arbeite seit etlichen Jahren erfolgreich mit Problem- und vor allem Angsthunden. Natürlich sieht man mich daher öfter mal mit nem ängstlichen Hund unterwegs. Aber anstatt mal zu fragen, wie der Hund vor dem Training drauf war, ist es natürlich klar, dass ich Schuld an der Angst bin.
    Wie gesagt, nächstes Mal, wenn ich wieder fit bin... :aufsmaul:

    Mir ist es auch egal, wieso der andere Hundehalter nicht will, dass mein Hund da hingeht. Wenn er mich bittet, meinen nicht ranzulassen, dann bleibt meiner weg. Ende der Geschichte. Aber damit gehören wir hier wohl zu einer in freier Wildbahn aussterbenden Spezies. ;)

    Grrrrr!!!
    Wir haben hier so ein ignorantes Pärchen "gehobener Klasse", das einen unerzogenen Jung-Terrier (soll ein Westfalenterrier sein, wurde ich mal belehrt) dabei hat. Schon von Welpenbeinen durfte das Terriertier meine Schwarze belästigen, anspringen, zwicken, ankläffen. Sahen zumindest die Besitzer so, von wegen Welpenschutz. Ich seh das natürlich anders und habe jedes Mal, wenn die Besitzer wieder nicht in der Lage waren, das Biest zurückzuhalten, den größenwahnsinnigen Terrier geblockt. Deutlich. Hat er immer kapiert, die Besitzer waren jedes Mal angepisst.
    Nun treffen wir heute wieder diesen Terrier, natürlich wieder ohne Leine, ohne Ohren und total außer Kontrolle, allein mit Herrchen. Ich bitte schon von weitem, den Hund nicht ranzulassen, weil ich momentan nicht voll beweglich bin (und ich hatte deutlich sichtbar den rechten Arm in der Schlinge). Herrchens Antwort: "Ach, die hat viel Erfahrung mit Hunden, da passiert nichts. Die muss man auch mal machen lassen." Nee, is klar. Ich wiederhole meine Aufforderung schon deutlich weniger freundlich, darauf er (total herablassend): "Ist doch klar, dass der Hund so ne Angst hat, wenn Sie selber so ne Angst haben."
    Vor lauter "Angst" hätte ich gern seinen Terrier, der natürlich wieder dreist auf meinen Hund zu raste, in den Boden gestampft und dem Kerl den Fuß so weit im Hintern versenkt, dass die Schuhspitze zwischen den Zähnen klemmt. Echt, dreister geht's nicht mehr. Ich freu mich schon, wieder voll einsatzfähig zu sein, dann gibt's Zunder für den kleinen Piranha und für den menschlichen Anhang gleich mit. :explode: :kopfwand:
    Rückruf übrigens natürlich wieder Fehlanzeige. Mit dem Hund werden die noch Spaß kriegen.

    Ich muss gestehen, dass mich Wolfshunde sehr reizen, sowohl optisch als auch emotional, und als Kind hat man mich im Zoo nicht wie alle anderen Kleinen auf dem Spielplatz abgestellt, wenn die Eltern Ruhe wollten, sondern vorm Wolfsgehege. Das ist auch heute noch so: Wölfe faszinieren und berühren mich auf eine Art, die ich nicht erklären kann. Und obwohl (oder vielleicht gerade weil) ich in Franks Thread sehr interessiert mitlese, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass irgendwann, wenn alle Rahmenbedingungen stimmen, auch bei mir einer der Wölfe einzieht. Ob SWH oder TWH steht noch nicht fest, dazu habe ich mich längst nicht tief genug in die Materie eingelesen, aber das, was ich lese, zeigt mir, dass ich mit einem solchen Hund glücklich werden könnte.
    Dennoch finde ich auch, dass hier einiges sehr verklärt gesehen bzw. dargestellt wird, z.B. die Geschichte mit dem Hund, der nur auf dem Tisch steht, wenn Frauchen nicht da ist. Das hat mein Collie auch gemacht, allerdings mit dem Sessel. Er durfte nicht drauf, aber wenn ich morgens runter kam, lag er in seinem Nest, und der Sessel war noch warm und hatte Haare. :hust: Ist für mich jetzt nicht typisch wölfisch.

    Viele der Eigenschaften der Wolfshunde findet man ja auch bei den Herdenschützern und anderen ursprünglichen Rassen, das finde ich jetzt nicht so speziell, was nicht heißt, dass ich diese Eigenschaften nicht toll fände.
    Meine Pflegehündin, ein schwer traumatisierter Kangal, ist wohl das Urbild des mysteriösen Wolfshundes. Sie hat so viel Panik, dass sie gar nicht in der Lage ist, Gehorsam zu lernen. Wir trainieren zusammen, dass sie mir vertrauen kann, und als ich ihr das erste Mal ein Geschirr anlegen konnte, während sie ruhig und ohne zu fliehen (hätte sie gekonnt, ich lass ihr immer diese Möglichkeit) vor mir stand, habe ich vor Rührung still und leise ein paar Tränen verdrückt. Denn das war ein Zeichen von Vertrauen in seiner ursprünglichsten Form.
    Und ich bin mir sicher, dass das nicht nur an der Rasse Kangal lag, sondern einfach daran, dass hier ein Hund, der in seinem ganzen Leben von Menschen nur Schlimmes erlebt hatte, sich ohne Zwang oder Druck entschieden hatte, mir, einem Menschen, sein Vertrauen zu schenken.

    Ich arbeite mit verschiedenen traumatisierten Hunden, und auch meine Schwarze hatte am Anfang starke Probleme, mir zu vertrauen, denn sie hatte jahrelang als Straßenhund in Osteuropa gelebt und vom Menschen nur Negatives erfahren. Dennoch hat sie sich entschlossen, mir zu vertrauen, und wurde zu einer wunderbaren Begleiterin, genau die Art Ein- Mensch- Hund, die auch die Wolfshunde sein sollen. Mit mir zusammen war ein Tripp in die Großstadt möglich, ohne mich wäre sie schon in unserer Kleinstadtfußgängerzone eine Katastrophe.
    Es kommt meiner Meinung nach immer auf den individuellen Hund an, und man muss bei jeder Rasse oder jedem einzelnen Mischling gewisse Abstriche machen. Wenn man das kann und es nicht als Last empfindet, dann hat man den perfekten Hund für sich gefunden.

    Übrigens habe ich nichts gegen die mythische Verklärung des eigenen Hundes, denn wie schon geschrieben, hat hier jeder so seine Vorlieben, und wenn man mich über Collies reden hört, könnte man auch denken, ich habe zu viel "Lassie" gesehen. Das liegt aber halt daran, dass von allen Hunden, mit denen ich gearbeitet habe, die Collies immer einen ganz besonderen Platz einnehmen, weil ich zu ihnen (und ihren Mixen) sofort einen Draht habe und sie auch zu mir.
    Schwierig wird es halt nur dann, wenn Besitzer unbedingt allen anderen klar machen wollen, dass nur ihre eigenen Rasse das Nonplusultra ist, oder wenn sie sich auf Kosten des Hundes profilieren wollen, weil sie ja einen ach so komplizierten Hund bändigen können und somit ein ganz toller Hecht sein müssen. Den Eindruck habe ich hier allerdings bei keinem Wolfshundehalter.

    In der Hinsicht geht mir auch diese Gutmenschenhierarchie auf die Nerven: Tierschutzhund ist gut.
    Auslandstierschutzhund ist besser.
    Straßenhund ist noch ne Nummer toller.
    Hund aus Tötungsstation: Du bist die Elite. :mute:
    Und das sage ich, obwohl die Schwarze ein osteuropäischer Straßenköter ist, der auf Umwegen übers Tierheimtraining bei mir landete.

    Whow, ist der hübsch! Wie gesagt, die Mischung war schon immer optisch mein Traumhund, und dein Leo (da muss ich lachen, mein Leo- Pflegling ist ein Kaukase mit Teddyschädel und Plüüüüüüüüüsch) ist ein echt hübscher Kerl.

    Freischalten geht in deinem persönlichen Bereich, unter "User-Gruppen", einfach anklicken, dass du rein willst, abwarten, fertisch. Und dann fleißig Bilder posten vom Neuzugang. Und von Amy natürlich auch, Rottis sind toll.

    Einer meiner Pfleglinge ist ne Peki-Mix-Dame.
    Stur, würd ich sagen, passt. Mittelpunkt, ja, hätte sie gern, aber da sie bei ihren früheren Leuten wohl schon ein kleines Schoßhunde-Leben führen durfte, wundert mich das jetzt nicht wirklich. Frech, können wir auch mit dienen, aber sie ist sehr lernwillig und pfiffig. Nachdem sie erst mal verstanden hatte, dass es für ausgeführte Kommandos Aufmerksamkeit gibt, ist sie da echt gut bei der Sache. Und kuschlig ist sie auch.
    Rein optisch wär das ja kein Hund für mich, weil zu klein, aber ein paar Nummern größer tät ich sie bei dem Charakter nehmen.

    Zitat

    heute morgen kommen wir mit unserem grissini beim TA an...seine pfote ist so offensichtlich in einem verband, das kann keiner übersehen.
    wir haben erst noch draussen in der sonne gewartet und irgendwann kam der patient vor uns raus. ein kleiner mann mit seinem wuschel hund. zum glück hatte grissini gerade an einen busch gepieselt, so dass der andere hund zielstrebig darauf zu ist um mal zu schnuppern. der mann hingegen kommt grissini immer näher und hält die hand vor. ich sag ihm noch, dass er im moment nicht so gut auf fremde menschen zu sprechen ist (weil ja verletzt). hat den typen wenig interessiert :/
    sind dann fix an ihm vorbei rein ins wartezimmer.
    immerhin hatte sein kleiner hund andere prioritäten... :hust:

    Ich kann Grissini verstehen (cooler Name, BTW); durch meine Verletzung und die daraus resultierenden Schmerzen beiß ich momentan auch schneller. :devil2: