Bei einem Hund, der noch gar nichts kennt, würde ich mir eine reizarme Strecke aussuchen und zunächst nur diese gehen. Keine Nebenstraßen, nicht abbiegen, keine Abwechslung, erst mal nur diese Strecke. Wird der Hund dann ruhiger, kann man auch mal abbiegen.
Der Hund ist natürlich total verunsichert, er kennt euch nicht, kennt die Umgebung nicht, kennt vieles, was euch begegnet, nicht... Eine ruhige Strecke, Routine, einen geregelten Tagesablauf, damit der Hund wieder etwas hat, worauf er sich verlassen kann, das beruhigt ungemein.
Beiträge von Sunti
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Ich erzähle keinem Kind/Vorpubertären mehr, dass mein Hund Angst hat. Denn das letzte Mal, als ich das getan habe, sprangen die Blagen (sorry, DAS waren Blagen) hinterher absichtlich kreischend, fuchtelnd und Scheinangriffe durchführend zwischen den Regalen des Geschäfts, in dem wir uns befanden, hervor, um den armen Hund noch mehr in Angst und Schrecken zu versetzen. Die zugehörigen Mütter fanden das übrigens lustig bzw. voll okay. Von daher gibt es von mir direkt ne deutliche Ansage, und wenn das nichts nutzt, führ ich den Hund aus der Situation heraus.
Wenn ich 40 Kilo- Kolosse von Hunden blocken kann, krieg ich auch Kids geblockt. :devil2: -
Ich hab eigentlich nur "Lauf".
Alles andere sind bei mir nur weitere Kommandos. "Warten" an der Straße wird mit "rüber" aufgelöst, wobei "rüber" bedeutet, dass wir rüber gehen, nicht geschnüffelt oder markiert oder getrödelt oder in der Mitte der Straßenbegrenzung Hälmchen gezupft werden etc. Das "Rüber" löse ich auf der anderen Straßenseite halt wieder mit "lauf" auf, damit Hund weiß, dass ab jetzt wieder gebummelt werden darf. -
Ich drück es mal so aus: Solange mein Hund niemanden aktiv belästigt (damit meine ich jetzt nicht, durch seine bloße Anwesenheit oder weil er in jemandes Richtung atmet, es wagt, im Zug mitzufahren oder weil jemandem seine Fellfarbe oder die Tatsache, dass es sich um einen Mischling handelt, gerade nicht passt), geht es andere Leute einen Dreck an, ob er einen Grundgehorsam hat oder nicht. Wie ich es schaffe, dass der Hund nicht aktiv belästigt, geht nur den Hund und mich etwas an.
Mir sind z.B. Dinge wie "Fuß" und "Platz" überhaupt nicht wichtig. Wenn ich möchte, dass mein Hund dicht bei mir bleibt, kann ich die Leine dran machen, und wozu sollte er sich in der breiten Öffentlichkeit auf den Boden legen?
Ich sage nicht, dass ich es nicht üben könnte, aber wenn man einen Hund hat, der sich aufgrund seiner Vorgeschichte nur hinlegt, wenn er total entspannt ist, stellt sich "Platz" recht schnell als unnötiges Kommando dar.
Ich gehe sogar so weit, dass ich auch "Sitz" nicht für lebensnotwendig halte. Für meinen Alltag reicht ein "Warte"- Kommando, auf das hin der Hund sich nicht von der Stelle rührt, da ist es mir auch egal, ob er das im Stehen, im Sitzen oder im Liegen tut. Dieses Kommando genügt beim Überqueren von Straßen oder beim Verstecken von Suchgegenständen vollauf.Übrigens wurde ich schon von Hundeleuten angepampt, weil mein Hund kein perfektes Fuß geht (dafür geht er mit mir durch die Stadt, ohne eine Panikattacke zu bekommen, und das ist mir tausendmal mehr wert) oder sich nicht ins Platz legt. Wohlgemerkt in Momenten, in denen der Hund den Meckernden nicht belästigt hat. Einfach nur so, weil "ja jeder Hund den Grundgehorsam können muss". Ich trainiere die meisten Alltagskommandos wie Tricks, gebraucht habe ich sie noch nie, um einen Hund so führen zu können, dass er niemanden belästigt.
Wichtig ist mir ein Rückrufkommando und eines für "Lass es sein!", der Rest ist irgendwie Bonus. Aber das mag auch an der Art von Hunden liegen, mit denen ich arbeite.
Von daher: Meine Hunde dürfen Hunde sein, solange sie die Freiheit Anderer nicht aktiv einschränken, und das geht wunderbar ohne den vielgelobten Grundgehorsam. -
Geht ja nicht nur ums Anleinen, zurückrufen hätte ja der Posterin schon rereicht. Und ja, so viel Rücksicht erwarte ich schon auch auf Freilaufflächen (bzw. weiß, dass es sie nicht gibt, und gehe deshalb nicht dorthin
).
Schließlich ging es hier ja auch um den Größenunterschied, und wenn die Schreiberin schon ausweicht und der Hund trotzdem hinterherdonnert, da kann ich verstehen, dass sie sich aufregt. Vor allem, wenn sie auf eine simple Bitte gleich so übel beschimpft wird...Ähnliche Situation: Ich mit der Schwarzen und ihrem Kumpel, der am Bahnhof arbeitet, allein ohne dessen Frauchen unterwegs. Weil der Kumpel wegen akuter Hörbehinderung (Ich hööööööör dich nicht...) und Jagdambitionen nicht von der Leine darf, bin ich mit den beiden eben auch in den zu dieser Zeit leeren inoffiziellen eingezäunten Auslauf gegangen, damit der Kleine mal ordentlich rennen kann. Kam ein Typ mit schon stadtbekanntem Boxer/Bernhardiner- Mix zum Zaun, von dem Hund weiß man, dass er schon zwei schwarze Labbis ordentlich gebissen hat (bevor hier jemand "Gerüchte" schreit, die eine Labbibesitzerin kenn ich persönlich). Er machte Anstalten, aufs Gelände zu wollen, da habe ich ihn freundlich gebeten, noch eben ne Minute zu warten, bis ich die Hunde angeleint und selbst den Auslauf verlassen habe. Pampt der mich an, wieso. Ich: "Die da hat Angst, und der da haut ab."
Er pflaumte mich dann auch wieder an, wartete aber auf meinen bitterbösen Blick so lange, bis ich beide an der Leine hatte. Raus aus dem Auslauf war dann aber ein Spießrutenlauf, weil er mit seinem ziehenden und springenden Hund direkt neben dem Tor stand und ich große Probleme hatte, Senta daran vorbei zu lotsen, denn sie hatte Angst und ich war mir nicht sicher, ob der Riese einen Labrador von einem schwarzen Mix gleicher Größe unterscheiden kann... Beim Rausgehen kam übrigens noch ein dämlicher Spruch. -
Oooops, da war wohl jemand beleidigt.

Mir wollte neulich ein Typ seinen 50 kg schweren Labbi/Kangal- Mix als reinrassigen Labbi verkaufen. Der Hund war wirklich riesig, sah schon gut nach Labbi aus, nur halt mit dem typischen Kangalgesicht und der Ringelrute. Ich kenn nen Kangal, wenn ich einen sehe, aber der Kerl war absolut sicher, dass er da nen reinrassigen Labbi hat.

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Nur, dass sich dann keiner mehr traut, seinen Hund unsere belästigen zu lassen, wenn Pommes den Asi auspackt. Ansonsten: Bin dabei.

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Urmel und Co. waren auch die Helden meiner Kindheit. Mein Vater hat uns die Bücher immer vorgelesen, und er konnte so hervorragend seine Stimme verstellen und hat den Sprachfehler jedes einzelnen Tieres perfekt nachgeahmt. Seelfeant und Schusch, der Schuhschnabel, waren dabei meine Favoriten im väterlichen Repertoire. Der arme Schusch musste ja immer mit dem Scheuerlappen Äcken auswäschen, wenn Wutz ihn erwischt hat.
Kennt ihr die Geschichte, wo Urmel und seine Freunde ins All fliegen? Und hinterher schenken die Aliens Ping, dem Mupfeldieb, eine aus Kunstpftoff gepfäumte Mupfel. Schön, dass hier noch andere Urmelfans rumlaufen, und noch besser, dass Beppi, das Ausreißerrehlein, wieder daheim ist. Wisst ihr denn, wie er rausgekommen ist? Nicht, dass der selbst die Türen aufkriegt, der Lausebengel. -
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[/youtube]Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Sorry, konnte nicht widerstehen. Ich LIEBE es.

Bzgl. der losgelassenen Leine: Die war nicht so sehr das Problem: Ich sollte einfach immer brav Spikes unter den Schuhen tragen, gegen die Schnecken.

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Zitat
sunti,
das nächste mal springst du um Herrchen rum, umarmst ihn, rempelst ihn an. Wenn er dann doof guckt, kannst du gleich kontern, was sein Hund darf, darfst du auch. :fies:
Solche Leute hab ich echt gefressen.
da bin ich immer wieder froh, dass mir so etwas selten bis nie begegnet. Höchstens mal im Urlaub in der Heimat.Sobald mein lahmer Flügel wieder ganz ist, mach ich das, und dann seh ich zu, dass ich mein Kamerakind dabei habe, damit ihr alle was davon habt.
