Beiträge von Sunti

    Heute mal wieder über den Hund gelacht:

    Hund liegt im Wald neben der Bank und genießt die Sonne.
    Fliege landet auf dem Hinterteil vom Hund.
    Hund guckt in Richtung Fliege.
    Fliege krabbelt gemütlich über den Hundeschinken.
    Hund fixiert Fliege.
    Fliege ahnt nichts Böses, krabbelt ganz entspannt weiter.
    Hund schießt vor und schnappt nach Fliege...
    ...
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    ... und beißt sich dabei voll in den Hintern. :lachtot:

    Stimmt, Sarah, mit dem Spuk könnte die Sache schon etwas anders aussehen, vor allem, wenn sich der Howi irgendwann mal raustraut. :D

    Ich denke auch, dass ich schon versuchen würde, die Sache ohne Hund zu regeln, aber wenn ich dem Typen gar nicht Herr werde, würd ich notgedrungen den Hund vorlassen. Zumindest nehme ich das an, denn bisher hat in allen Fällen, in denen es kritisch wurde, die reine Präsenz der jeweiligen Hunde ausgereicht, dass die Leute auf Abstand blieben. Sogar der Collie konnte im Ernstfall so böse aussehen, dass ich mich nicht in seine Nähe getraut hätte, wenn ich ihn nicht auswendig gekannt hätte.

    Ich habe hier nun eine ganze Weile still mitgelesen, aber langsam, ganz langsam, empfinde ich die Kommentare einiger Z&B- bzw. Clickeranpreiser als ziemlich herablassend.
    Hunde, bei denen diese Methode nicht funktioniert? Gibt's nicht - ihr Halter seid einfach zu blöd/zu langsam etc., um das richtig anzuwenden.
    Hunde, die nicht auf den Clicker abgehen? Dann habt ihr Halter was falsch gemacht.

    Ich freue mich für jeden, der ausschließlich durch Clickern seinen Hund perfekt hinbekommen hat, aber aus Erfahrung weiß ich, dass es eben auch andere Hunde gibt.
    Bei meiner Arbeit mit den Angsthunden im Tierheim arbeite ich natürlich so sanft wie möglich, da man einige dieser Kandidaten nach einem lauten Wort unter der Grasnarbe hervorziehen könnte. Dennoch arbeite ich stark körpersprachlich, auch über blocken und bedrängen, wenn es sein muss. Denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade bei Hunden, die auf der Straße gelebt und die menschliche Körpersprache nie neutral oder gar positiv kennen gelernt haben, klare körpersprachliche Signale viel besser ankommen als Kommandos etc. Vor allem geht die Kommunikation viel schneller, wenn ich "hündisch" mit ihnen spreche. Hund soll da nicht hin? Gut, stell ich mich davor oder schieb einfach dezent ein Knie in die Richtung. Keine Missverständnisse, Hund weiß, was gemeint ist, alles super.

    Das von BuddyJoy beschriebene "EY!!" gibt's bei mir auch, ohne dass ich jemals einem Hund weh getan habe. Entsprechendes Auftreten reicht. Und nein, meine Angsthündin hat mich noch nie gemieden, obwohl wir komplett ohne Clicker und viel über Körpersprache gearbeitet haben.

    Ich habe in meinem Leben noch keinen Clicker angefasst und werde auch nicht damit anfangen, denn ich arbeite lieber ohne Zwischending, sondern direkt am Hund, ist für mich und meine Pfleglinge angenehmer, weil intuitiver.

    Wie hier von ein paar Leuten alles, was nicht absolut und hundertprozentig positiv gelernt bzw. abtrainiert wird, gleich als Gewalt bezeichnet wird, finde ich ziemlich daneben. Keiner der hier Anwesenden hat gesagt, er tue einem Hund Gewalt an, kein Hund wird geschlagen, getreten, verprügelt etc. Daher nehme ich mir jetzt einfach heraus, die hier von allen Beteiligten beschriebenen Methoden als okay zu bezeichnen. Und diejenigen, die ausschließlich Z&B bzw. den Clicker gelten lassen, könnten sich in ihren Anprangerungen der anderen Hundehalter gern ein wenig zurücknehmen. Denn Ton und Einstellung einiger hier empfinde ich als anmaßend.

    Waaah, Sarah, was macht ihr für Sachen?? Erinner mich dran, mein Pfefferspray einzupacken, bevor ich dich das nächste Mal besuche. Oder vielleicht doch noch nen Rottweiler als Zweithund? :D
    Welche Schulter ist bei dir geprellt? Können wir den Club der Flügellahmen eröffnen.
    Ist zwar ne blöde Situation, aber es ist nicht schlecht, zu wissen, dass Pommes im Ernstfall nicht feige die Flucht ergreift. Aber schon krass, dass sie bei euch zwei gestandene Frauen mit drei Hunden, darunter einem großen, angreifen.

    Anderer Hund ist schon mal super. Wenn sie sich an einem sicheren, souveränen Hund orientiert, findet ihr sicherlich ein paar Hundefreunde, mit denen zusammen man die Gruselstrecken einfacher bewältigen kann. Wirst sehen, Hundefreunde findet man immer und überall schnell, wenn man einen freundlich- interessierten Hund dabei hat.

    Zitat

    Warum tut es not, den anderen Hund dauerhaft als "Töle" zu bezeichnen?
    Der Hund kann doch nix dafür, daß sein Besitzer so ignorant ist.

    LG von Julie

    Der Hund liest aber hier nicht mit und wird sicherlich nicht in seiner zarten Seele verletzt werden, wenn man ihn als Töle bezeichnet.
    Wenn ich mich über ignorante Idioten und ihre unerzogenen Hunde aufrege (die mich auch noch anknurren, wenn ich versuche, meine läufige Hündin zu schützen), dann verwende ich auch Begriffe wie Töle oder Köter - oh Schreck, manchmal sag ich das den Hundebesitzern sogar ins Gesicht.

    Otto- Normalhundehalter braucht diese Geschirre auch nicht zu kennen. ;)
    Ich weiß davon, weil ich für den Tierschutz mit Angsthunden arbeite und von diesen auch einen übernommen habe.
    Du glaubst gar nicht, wie doof ich geguckt habe, als mir bei unserem zweiten gemeinsamen Spaziergang eine Dobi-Mixhündin (kein Angsthund, einfach nur störrisch) aus dem Geschirr gehüpft ist und ich ohne Hund an der Leine da stand. Sie machte später immer wieder Anstalten, diesen Stunt zu versuchen, aber danach war ich vorbereitet...

    Ach, du wohnst in Bremen? Das ist von mir aus nur eine Bahnstunde entfernt; wer weiß, vielleicht läuft man sich ja mal dort über den Weg, manchmal treib ich mich da rum.
    Gibt es eigentlich schon Fotos von der ängstlichen Amy?

    Das Problem ist, dass aus den normalen Geschirren so ziemlich jeder geschickte Hund raus kommt. Es gibt bestimmte Sicherheitsgeschirre, die einen zweiten Riemen haben, der hinter dem Brustkorb am Bauch geschlossen wird. Aus diesen kommt kein Hund raus. Vielleicht denkt ihr mal über ein solches nach? Und zusätzlich zum normalen Geschirr kann man auch ein Halsband umlegen und den zweiten Karabiner der Leine dort einhaken - das nennt sich dann doppelte Sicherung.
    Wegen der Leine fest in der Hand: Da gibt es auch noch nen Trick: Häng dir ne zweite Leine quer über die Brust und hake dort die Führleine ein, dann kann auch nichts passieren, wenn dir die Leine versehentlich mal aus der Hand rutscht. Das nutze ich gern, wenn ich mit Hund längere Strecken Bahn fahren und auf größeren Bahnhöfen umsteigen muss. Denn Rucksack, Reisetasche und Hundeleine sind da schon ne Herausforderung, wenn du allein unterwegs bist. Und bei meiner Schwarzen wäre es auch ne Katastrophe, wenn auf dem Bremer Hauptbahnhof die Leine runterfällt. ;)

    Kenn ich, ich hab auch mit Extremangsthündin in der Kleinstadt angefangen. ;)
    Sucht euch von den vielen gruseligen Strecken die aus, die am wenigsten gruselig ist, und bleibt dabei. Denn nach dem fünften Mal ist sie nicht mehr so gruselig wie beim ersten Mal, und nach dem zehnten Mal vielleicht schon gar nicht mehr so schlimm. Abwechslung kommt von ganz allein da rein, weil ihr nicht jeden Tag die gleichen Leute/Fahrzeuge trefft.
    Viel Sicherheit und Routine können einem verunsicherten Hund, der nichts kennt, sehr helfen. Das wird schon.