Beiträge von Sunti

    Ach, mein Armes. Bei dem ganzen illegalen Zeug, das sie bei euch verballern, hätte ich aber auch Angst. Von da kommt das Zeug, das hier verboten ist...

    Komm, ich reich den Pfirsich-Maracuja- Likör rüber, dann schießen wir uns gemeinsam im Chat ab. Ich bin gleich da und tröste. Wetten, das Monster interessiert das null? Ist schließlich n Straßenhund und Kummer gewöhnt.

    Meiner liegt auf dem Rücken, alle Viere in die Luft gestreckt, und pennt. Braves Hundchen.

    Es ist dunkel, die Deppen kommen aus den Löchern gekrochen. Hund guckte gerade etwas irritiert, als er in der Küche die Knaller hörte, aber im Schlafzimmer hab ich vier Stunden Partymusik in Endlosschleife am Rechner eingestellt, da hören wir nicht, was draußen so passiert.

    Hier ist immer noch alles entspannt. Spinner war noch mal über die Felder spazieren, in der Ferne dauerhaftes dumpfes Geböller, interessierte ihn null. Jetzt fangen sie langsam mit den Heulern an, und da bin ich froh, mit dem Hund drin zu sein, denn das Geräusch macht ja schon mich irre. Gefressen wurde auch gut, und wenn er weiterhin so locker ist, geh ich gegen neun, halb zehn noch ne Runde raus. Da saufen sie nämlich eigentlich noch und böllern noch nicht, zumindest ist das so meine Erfahrung.

    Für Mitternacht hab ich statt des Kongs jetzt so nen Knochen genommen, den ich gefüllt habe, hatte ich noch irgendwo rumliegen und ganz vergessen. Die Hüttenkäse-Leberwurstmasse scheint zu schmecken, er hat mir nach dem Füllen die Finger geputzt. :roll:

    Wenn ich weiß, dass ich es brauche, geb ich Rescue sogar schon einige Tage vorher, bau mir sozusagen ein gewisses Level auf. Du kannst also auch jetzt schon anfangen. Im Akutfall gibt es dann noch ne Extradosis hinterher (hab das bei meinem Panik-Gasthund ca. alle anderthalb Stunden gegeben).

    Da ich das vorhin auch gesagt habe, versuch ich mal, es aus meiner Sicht zu erklären (obwohl ich keinesfalls Geschirrgegnerin bin, nur bei diesem Hund passt Halsband einfach besser): Mein Hund ist 3,5 Jahre alt, hat 3 Jahre davon nichts gelernt und wohl alles gedurft, ist stürmisch und wild und sehr unsicher, dazu noch neugierig.
    Wie oben schon geschrieben, bin ich mit ihm von Anfang an Zug gefahren. Hätte er dabei ein Geschirr getragen, wäre sein Kopfradius viel zu weit gewesen, er hätte alles abgeschnuppert, was sich in Reichweite befand. Das ist nicht sonderlich wünschenswert, deshalb trug er schon von Anfang an Halsband, denn wenn ich da die Leine kurz nehme, steht er so dicht an meinem Bein, dass nichts mehr ist mit rumschnuppern an Mitreisenden.
    In meinem Fall hatte ich 60cm Anarchie an der Leine, die sich schnell auf engem Raum angemessen benehmen mussten. Keine Chance mit Geschirr.

    Ich nutze die Leine z.B. auch noch als Signalgeber, d.h., wenn der Hund neben mir läuft und ich möchte, dass er weiter nach rechts geht oder abbiegt (meine Hunde laufen alle rechts), dann berühre ich den Hund seitlich an der Schulter mit der hängenden Leine und gebe so den Impuls, sich weiter nach rechts zu orientieren. Funktioniert mit Geschirr für mich nicht so gut. Das ist zwar kein Drama, aber ich find diese Hilfe recht praktisch.

    Für mich heißt einwirken so was, nicht rumziehen. Allerdings bin ich auch froh, den Spinner am Halsband zu führen, wenn er mal wieder meint, Anflüge von Pöbelei zu zeigen. Dann bin ich mir beim Zugstopp-Halsband wesentlich sicherer, dass er sich da nicht im Eifer des Gefechts rauswindet, als beim Geschirr.

    Was ich beim Halsband noch mag (wurde weiter vorn schon angesprochen, ich weiß nur nicht mehr genau, von wem): Der Hund läuft bei gleicher Leinenlänge nicht ganz so weit voraus, hat weniger Spielraum, wenn ich die Leine kurz halte. Das ist auch praktisch, wenn er noch nicht komplett ruhig ist bei Hundebegegnungen. Ich bin "näher dran", kann ggf. auch am Halsband festhalten, wenn es ganz kurz sein muss.

    Meine Angstpfleglinge führe ich übrigens eigentlich immer am Halsband. Sie tragen zwar Halsband und Geschirr und sind doppelt gesichert, aber die Leine, die führt, hängt am Halsband, weil das für die meisten dieser Hunde bisher einfach angenehmer war. Keine Ahnung wieso, aber sie liefen besser, wenn die Geschirrleine nicht zum Führen und für Impulse genutzt wurde. Und bevor wieder Vorwürfe kommen: Impulse heißt nicht Leinenruck.

    Vor zwei Jahren hatte ich einen Urlaubshund hier über Silvester, die hat wirklich ernsthaft 24 Stunden eingehalten, z.T. sogar länger. Sie war vom ersten bis zum letzten Knaller panisch, was mir die Besitzer in der Ausprägung nicht gesagt hatten, sonst hätte ich das arme Tier ab Weihnachten unter Zylkene gesetzt. Bei dieser Hündin hat auch raustragen nicht geholfen, denn sie war so panisch, dass sie draußen nur zitternd auf dem Boden hockte. An lösen war nicht zu denken - aber sie hat mir kein einziges Mal rein gemacht. Gesund ist das sicher nicht, aber ausdrücken konnte ich sie ja schlecht.

    Zitat

    ich kenne nur hUnde von veranwortungsvollen Züchtern, die so abgebrüht und cool sind.

    Da ich wahrscheinlich nie so einen haben werde (tierschutzgeschädigt :roll: ), bleibt mir nur hoffen.

    Ich denke, die Arbeitsrassen sind da sowieso im Vorteil; gab es da nicht bei einigen Prüfungen auch die Überprüfung auf Schussfestigkeit? Ich meine, das mal gehört zu haben.