Danke Kerstin,
klingt einleuchtend :)
Ich denke auch, dass ich nun besser in die Hundeschule gehen oder mir einen Trainer holen werde.
Danke Kerstin,
klingt einleuchtend :)
Ich denke auch, dass ich nun besser in die Hundeschule gehen oder mir einen Trainer holen werde.
Was meinst du mit "zu viele freiheiten gelassen"
Was soll ich genau wann unterbinden?
Ja, Hundeschule ist denke ich mal auch richtig. Falsch kann es in gar keinem Fall sein, oder?
Sorry für die Rechschreibfehler ![]()
ohje
Da habe ich wohl zum Teil zu schnell getippt.
Liebe Forumnutzer,
gestern habe ich einen großen Schock bekommen, mein Mischlingsrüde Perry hat einen kleinen Mobswelpen angegriffen.
Damit ihr es besser verstehen könnt, erst einmal zu meinem Hund:
Perry ist ein 18 Monate alten Mischlingsrüde aus Spanien. Wir haben ihn leider erst mit 7 Monaten bekommen und somit leider sämtliche Prägungen versäumt.
Ganz sicher sind wir uns, dass in Perry ein spanischer Wundhund drin steckt. Da er eine sehr sehr schlanke Teile hat und man seine Rippe schon sehen kann, der Tierarzt hält ihn aber für gesund - es liegt also nicht an einer Unterernöhrung, Krankheit etc.
Seine Mutter könnte ein Podenka/Schäferhundmix gewesen sein, so sieht sie zumindest aus. Über den Vater von Perry weiß man nichts. Er hat die Farbe wie bei einem Dobermann, aber leicht lockiges, nicht langes Fell. Sein Rücken ist ca. Kniehoch. In Spanien hat er nicht auf der Straße gelebt. Er ist schon in einem Tierheim mit mehreren hundert Hunden aufgewachsen.
Als wir Perry bekommen haben war er so sehr ängstlich und das ist er auch heute immernoch. Fremde Menschen, fremde Autos, die Innenstadt, und zu Anfangs auch neue Hunde <darauf komme ich später nocheinmal zu spechen> machen ihm sehr Angst. Draussen bewegen sich seine Ohren hin und her und er kommt selten zur Ruhe. Meinen Freund und mich liebt er jedoch abgöttisch. Er respektiert mich als Rüdelführerin und hört, zum größten Teil, aufs Wort.
Vor anderen fremden Menschen und vorallem Kindern hat er -heute- immer noch starke Angst.
Da er auf uns gehört hat, war es auch kein Problem mit ihm auf die Hundewiese zu gehen. Ich habe ihn von der Leine abmachen können und er war immer abrufbereit. Wenn jedoch neue, ihm unbekannte Hunde kamen, hat er den Schwanz eingezogen und angefangen zu jaulen. Er rannte immer über die Straße nach Hause. Nach und nach ist er dann nicht mehr über die Straße gerannt sondern blieb bei seinen Hundefreunden. Niemand jedoch wollte so wirklich mit ihm spielen. Außer einem sehr großen Hund. Doggenmix. So lernte Perry schnell das hochspringen und zwicken, da er sonst gar nicht anders an ihn heran kam.
Perry wurde nun langsam älter und wir begannen das Klickertraining und es hat ihm sehr viel Spaß gemacht zu lernen. Bringt man ihm einmal bei eine Hürde zu überqueren macht er es wo er nur kann.
Es fing ebenfalls an, dass er sich immer, wenn neue Hunde auf den Platz kamen und auch seine Freunde, er in Jagdposition ging. Sein Oberkörper weit nach unten gebeugt und die Ohren nach hinten. Am Anfang unterließ er es nicht gleich, als wir es mit abrufen oder ablenken unterbinden wollten. Er stürmte die ersten Meter auf die Hunde zu, began dann aber freudig zu springen und wollte die anderen nur begrüßen. Kam wir aber auf die Wiese und ein fremder Hund war dort, bekam Perry sofort wieder Angst.
Immer weniger Hunde wollte nach und nach mit ihm spielen (sie sind alle sehr Ballfixiert und haben ihr Spielzeug immer dabei) und wir nahmen dann auch Spielzeug für ihn mit. Er interessiert sich aber gar nicht dafür. Als Belohnung gaben wir ihm seinn Spielzeug und kein Leckerchen, trotzdem - kein Interesse.
Vor ca. 3/4 Monaten fing er auch an Hündinnen quasi am "Arsch zu kleben", dann half auch selten das abrufen. Es wurde auch immer stärker, dass er beim Spielen andere Hunde in den Arsch zwinkte. Rannten andere Hunde einem Ball hinterher, rannte Perry mit aber nur um ihnen in den Arsch zu zwinken. Wollte er da wirklich nur spielen? Wir dachten es zumindest.
Wir gingen nun öfter in den Wald und mit Perry joggen damit er nicht nur auf der Wiese dumm herum steht. Wenn wir dann aber wieder auf "seine" Wiese kamen, mit seinen Freunden ging es wieder los. Er bellte nun fremde Leute an, die ohne Hund auf die Wiese kamen. Leider war und ist es schwer ihm das abzugewöhnen, denn alle anderen Hunde machen es auch. Die Wiese ist leider nur ein kleiner Fleck und dort entwickeln sie anscheind schnell Territorialverhalten?! Wir haben ihn abgerufen, wenn er nicht gehört hat. Haben wir ihn auf den Boden gedrückt, angeknurrt und absitzen lassen. Nach 5-10min haben wir ihn dann wieder laufen lassen.
Immer wieder kamen neue Hunde auf die Wiese, gerade Kleine. Er zeigte gar keine Angst mehr, fing nun aber an die Hunde zu jagen und ihnen in den Arsch zu zwicken. Eine süße kleine Hündin kam gar nicht mehr vorwärts, so oft musste sie sich unterwerfen. Aber da hat er nie gebissen, lediglich gezwickt. Wir fanden es alle noch "okay" so lange es nicht ständig war und die Hündin sich nach der "Begrüßung" von Perry sich frei bewegen konnte.
Vorgestern kamen wir auf die Wiese. Eine große canarische Dogge (Rüde) rannte auf ihn zu. Er hob den Schwanz und wollte Perry dominieren. Perry hat ihn sofort in den Arsch gebissen. Die Dogge hatte ein Teletakt-halsband um, er bekam einen Stromschlag und konnte sich Perry nicht schnappen. Perry und ich gingen etwas weiter auf eine Bank, so dass sie sich nicht ständig über den Weg laufen. Die Dogge kam nocheinmal zu Perry, für ihn war es nicht ausgetragen. Perry und er rangelten sich ganz kurz - dann gingen sie beide auseinander. Dabei dachte ich mir noch nicht soooo viel - Machkämpfe eben.
Anders als gestern ![]()
Perry und ich waren schon lange dort, langeweile hatte er wahrscheinlich, weil keiner wirklich spielen wollte.
Ein kleiner Mobswelpe (Rüde) kam mit seinem Frauchen auf die Wiese. Leider auch an der Leine :_: Das können die anderen Hunde nicht ab. Ich habe Perry neben mir absitzen lassen. Er blieb ruhig sitzen. Seine Ohren waren in einer normalen Position. Sein Schwanz lässig neben ihm, kein Knurren war zu hören, kein Fell war gesträubt. Da der Mobs genau auf uns zu ging, habe ich Perry das Kommando "geh-Hallo-sagen" gegeben. Er rannte auf diesen Mobs zu, so schnell konnte ich gar nichts tun. Er hat ihn sich gepackt und irgendwie zugebissen - dies hat keiner so genau sehen können weil es so schnell ging. Sofort ließ er los - Ohren angezogen und beschämende Haltung - so schlich er einmal herum. Ich habe ihn mir gepackt, ihn angeschrien und ihn unterworfen. Bestimmt 5 Minuten lag er mit eingezogenem Schwanz unter mir. Dem Mobs ging es gar nicht gut. 2 Zähne hat er abbekommen. Rechnung übernehme natürlich ich.
Ich habe lange nachgedacht was dies für ein Fehlverhalten sein kann.
Was ich mir denken kann, frei nach dem Motto: Angriff ist die beste Verteidigung.
Eigentlich hat er Angst. Zu seinem Schutz greift er erstmal an um zu zeigen, dass man ihn Ruhe lassen soll. Dies hier ist sein Platz.
Aufeinmal kamen mir auch Bilder in den Kopf. Wenn uns ein anderer Hund entgegen kam. Die Hunde beide an der Leine waren, hatte Perry so lange Angst und riss wild an der Leine herum, bis der Hund an uns vorbei war, dann drehte Perry sich schlagartig herum und wollte wieder in den Arsch des Hundes beißen, zwicken.. ich weiß es nicht mehr :___:
Es ist alles so schwierig, da jeder etwas anderes sagt: Maulkorb, er muss mal richtig auf die Fresse bekommen, Leinenzwang, kannst du nichts machen - Spanier eben, Privatertrainer, Hundeschule, Kastration..
Bevor ich nun also zum Tierarzt gehe und mit ihm über Perry spreche, wünsche ich mir auch von euch eine Meinung. Bitte schreibt nicht willkürlich soetwas wie: "Ja, Maulkorb"
- Ich möchte auch gerne wissen warum und was eure Methode für einen Sinn hat - und nicht wie es bei eurem Hund gewesen ist. Kein Hund ist gleich und ich denke bei Perry könnte es auch dazu beitragen, dass er 7 Monate lang "falsch" geprägt worden ist.
Danke im Voraus.
Sina