Beiträge von Angel21

    Ich will schon..aber ich weiß nicht was du von mir hören willst?
    Gerne auch per PN...ich habe einen kleinen Teil geschildert wie ich vorgegangen bin um bei meinem Hund einen absolut zuverlässigen Rückruf zu erlangen (auch in Ausnahmesituationen)...du sagst dass mein Hund dadurch verunsichert wurde, was in dem konkreten Moment auch so gewesen ist (ich würde es allerdings eher als irritiert als bis ins Mark verunsichert bezeichnen), heute aber nur positive Nachwirkungen hervorgebracht hat.
    Es ist nicht dein Weg..ist auch okay. Aber worüber möchtest du denn diskutieren?

    Ich habe ja nun 2 Hunde...die Hündin (sei der 10. Lebendswoche hier bei mir) ist selbstsicher und stabil. Sie kann es gut vertragen auch mal "angeraunzt" zu werden.

    Mein Rüde hingegen bricht bei jedem deutlicheren Wort zusammen wie ein Kartenhaus. Dieser Hund wurde in der Vergangenheit durch Prügel gebrochen. Er hat von Menschen nichts außer Schmerz erwartet als er hier ankam.

    Dennoch ist er inzwischen ebenso gut erzogen und führbar im Alltag wie meine Hündin. Der Weg war ein völlig anderer...und dennoch haben wir das Ziel erreicht.

    Umwelttraining habe wir auch viel erreicht mit ihm, aber da wird es noch lange dauern bis es wirklich zufriedenstellend ist.

    Jeder muss selbst einschätzen was beim eigenen Hund klappt. Ich finde es kontraproduktiv wenn jemand erzählt wie er mit seinem Hund ein Ziel erreicht hat und dann geantwortet wird: Ja bei meinem klappt das aber eh nicht...wem soll das helfen? Dann sagt lieber WIE es bei euch geklappt hat sodass man hier verschiedene Ansätze hat aus denen dann andere sich das für ihren Hund passenden basteln können

    Gut ich ändere meine Aussage wie folgt ab: Es mag durchaus Hunde geben die ein Verhalten derart ritualisiert haben oder die aus anderen Gründen in ihrem Verhalten derart "drin" sind, dass sie untherapierbar sind.

    Allerdings glaube ich persönlich, dass es den weit geringeren Teil der Hund ausmacht, die im Alltag massives Fehlverhalten zeigen.

    Oft wird dies als Ausreden verwendet, dass man das Verhalten eben nicht abstellen kann/will als Halter.

    Aber es gibt sicherlich Hardcorefälle wo alles nichts bringt. Bei allen anderen bleibe ich aber dabei sich doch mal bei Methoden umzuschauen die auch wenn sie nicht zwingend der eigenen Vorstellung entsprechen um eine Besserung für sich und den Hund er erreichen

    @Liv was möchtest du dann von mir? Mir sagen dass mein Hund ganz arm dran ist? Ich versichere dir es ist ein lebendsfroher selbstsicherer Hund draus geworden, der aber im Alltag gut im Gehorsam steht und so nirgendwo unangenehm auffällt (meistens jedenfalls :hust: ). Für mich zählt dass es funktioniert. Solange man diesen Gehorsam natürlich nicht durch tierschutzrelevante Methoden erzielt...aber von sowas halte ich mich so weit wie möglich fern

    Nein, das hast du falsch verstanden.Deine Mutmassung, dass der Hund WUSSTE, was du meinst, stelle ich absolut in Frage und behaupte, dass es eine Fehlinterpretation deinerseits ist!

    Dein Hund, so wie du ihn beschreibst, ist verunsichert. Und handelt dann wo, wie er gelernt hat zu handeln.

    Als Beispiel brachte ich die Handlungen meiner Hunde ein. Und das stimmt mit den Beobachtungen von Quebec überein. Jeder Hund ist anders!

    Kann ich mit leben..ich sehe meinen Hund jeden Tag..gehe jeden Tag mit ihr unsere Runde, arbeite sie auf dem Hundeplatz..ich denke ich kann sie ganz gut einschätzen.
    Wenn du das anders siehst ist das für mich aber okay. Mir ist wichtig, dass wir hier als Team funktionieren und jeder sich an seine Regeln hält. Es muss nicht für andere "schön aussehen"

    Auch mir ging beim Lesen die "Harmonilogie" durch den Kopf.

    Wegschicken oder wegtreiben, nein, mache ich nicht. Stehen lassen, mich mit den anderen Hunden entfernen, schon.
    Aber, auch das klappte nicht bei jedem meiner Hunde. Der eine kam sofort hinterher, der andere nach einem Weilchen, den nächsten durfte ich suchen.

    Auch hier kann man nicht pauschalieren.

    Jede Erziehungsmethode hat ihre Vor- und Nachteile. Ich setze auf positive Verstärkung beim Welpen und Junghund und fordere beim erwachsenen Hund den Gehorsam ein. Wenn nötig mit Nachdruck.

    Dem schließe ich mich an. Jeder Jeck ist anders und ich sehe darin die Herausforderung für die jeweiligen Halter die für ihren Hund passende Methode zu finden.

    Positiver Aufbau der Grundkommandos versteht sich natürlich in jedem Fall von selbst. Nur ich persönlich muss bei ner 5 jährigen wenn sies dann mal "vergessen" hat nicht wieder von vorne anfangen sondern ich setze es durch und das Thema ist gegessen

    Naja...das anschließende Verhalten bzw die Verhaltensänderung lässt schon schließen, dass sie wusste worum es ging.

    Wenn bei euch nicht funktioniert ist das blöd, aber dann arbeitet anders, jeder so wie er sich wohlfühlt und wie es zum Hund passt (Erfolge bringt). Hier hat es geklappt und wir hatte diese Art der Diskussion in den letzten 2 Jahren nie wieder...es war eine einmalige Sache die zwar im Punkt Rückruf großes bewirkt hat, aber weder den Hund gebrochen noch sein Vertrauen zu mir zerstört hat...sie achtet einfach mehr auf mich.

    Klar war sie in dem Moment irritiert....sollte sie ja auch. Normalerweise würden viele jetzt anfangen in den höchsten Tönen zu quietschen und mit Keksen wedelnd auf und ab zu hüpfen...um sich interessant zu machen. Habe ich auch versucht...und von meinem Hund dafür ne müde Mittelkralle geerntet...das Reaktion war neu...und hat das bewirkt was ich haben wollte

    Und dadurch kommt er beim nächsten Rufen schneller?

    Hier: Ja

    Aber auch hier gibt es verschiedene Stufen.
    Das wegschicken ist mMn die gesteigerte Form des umdrehens und weggehens. Oder den Raum zu Verlassen etc pp
    Fakt ist: Für viele Hunde ist der Sozialverband sehr wichtig. Wenn sie selbst aufgrund irgendwelcher Knete im Kopp meinen diesen kurzzeitig einfach mal hinter sich zu lassen (wegrenne/ignorieren) kann es sehr wirksam sein, wenn man ihn einfach mitteilt dass man DAS Spielchen auch spielen kann...indem man den eben erstmal wegschickt (Zera hat sich dann in ca. 15 Meter Entfernung abgelegt und war natürlich irritiert) und einfach geht. Interessanterweise: Wir sind quasi von ihr weg gegangen, der Abstand wurde jedoch zu keinem Zeitpunkt größer. Obwohl sie jedesmal wenn ich über die Schulter geschaut habe immer in der gleichen Haltung im Platz da lag (ja die ist vieles aber doof ist sie nicht). Damit zeigte sie mir aber, dass die Methode funktioniert, da sie nun ohne nach links und rechts zu schauen nur auf mich konzetriert wieder der Familie folgte.

    Und nein: Das hat sie nicht zum Prittstift gemacht...sie genießt den Freilauf nach wie vor und hat keinerlei Probleme damit sich von mir zu lösen.

    Nur: Sie reagiert wesentlich sensibler auf den Rückruf und nimmt zwischendurch ab und an Blickkontakt auf. Genau das wollte ich haben.

    Nach wenigen Minuten habe ich sie dann eingeladen zu mir zu kommen..und alle waren wieder happy und eine Familie. Wichtig ist natürlich danach wirklich wieder locker und freundlich zu sein. Was Hunde definitiv nicht kennen ist nachtragend und über längere Zeit sauer sein.

    Dann erzähl doch einfach mal konkret wie du ohne Grenzen und ohne Hemmen an Jagtverhalten dran gehst...also einfach mal einen konkreten Ablauf.

    Mein Weg: Sicherer Rückruf, klare Grenze, Abbruchkommando soweit aufbauen, dass es auch beim Sprintansatz funktioniert.

    Was ist deiner? Mir ist es einfach zuviel "so gehts schonmal gar nicht" anstatt: So würde es besser klappen