Beiträge von l'eau

    Ist das bei Euch wirklich so, dass jemand anderer Eure Arbeit macht, wenn ihr mal zwei Stunden fehlt?

    Teils teils. Wenn ich nicht da bin, läuft mein Telefon auf die Kolleg*innen. Zugriff auf mein Mailfach haben die Kolleg*innen auch - wegen 2h guckt da aber idR niemand rein, solange bei ihm selber nicht absolut ebbe ist, also was dort landet bleibt bei kurzen Abwesenheiten idR liegen bis ich wieder komme, bei längeren kümmern sich meine Kolleg*innen. Aber auch, wenn ein(e) Anwalt*in in der Zeit mit was eiligem ankommt, kann ich das naturgemäß nicht machen und muss eine andre Kolleg*in übernehmen - wobei das etwas schwammig ist, weil die Kolleg*in das vllt auch gemacht hätte, wenn ich da gewesen wäre. Je nach Auslastung. Wir arbeiten halt in Teams: mehrere Anwälte und mehrere Rechtsanwaltsfachangestellte ergeben ein Team.

    Es gibt ein paar kleine Bereiche, die meine Kolleg*innen nicht übernehmen können/dürfen, die bleiben dann während meinem Urlaub liegen.

    Gerader Weg, irgendwo geht's mal rechts ab. Von vorne kommt eine Hundehalterin mit akitaähnlichem Mischling an der Leine. Halterin wirkt aufgrund freilaufender Jin etwas nervös, also Jin schonmal angeleint, obwohl sie gut noch hätte ein paar Meter frei laufen können. Jin fixiert ein bissle - findet den Hund offensichtlich relativ gruselig und hat auch etwas Schwierigkeiten Kekse anzunehmen. Akitaähnlicher Mischling krempelt die Ärmel hoch. Die Halterin erkennt offensichtlich, dass das Passieren arg eng für beide Hunde wird und biegt in den Seitenweg ab. Blöd - da wollte ich eigentlich lang, aber naja, wohl besser für die Wauzen. Allerdings bleibt sie dann doch nach einem guten Stück stehen und wartet - will mich also wohl nur vorbei lassen. Also gehe ich ebenso ein gutes Stück den Weg voran und warte dann. Richtig: die andre Hundehalterin kommt den Querweg zurück und setzt ihren Weg fort.

    Fand ich sehr schön: ganz ohne Worte Situation erkennen und entsprechend handeln - die Wiesen sind ja nun bereits derart hoch, dass man nicht einfach mal auf die Wiese ausweichen kann, sie war zuerst an der einzigen Ausweichmöglichkeit. Alles super.

    Wenig später, ich sitze auf einer Bank und bastle an meinen Sandalen rum (sind neu und ich bin mit der Einstellung der Bänder noch nicht so recht zufrieden), Jin eumelt neben mir rum. Ich höre ein Geräusch von hinten - kommt eine andre Hundehalterin mit Appenzeller. Also Jin zu mir beordert und schnell Leine drüber geworfen. Der Appenzeller wird ganz selbstverständlich auf die abgewandte Seite genommen und auf der andren Wegseite an uns vorbei geführt. Auch hier wieder: ganz ohne Worte, dafür ganz selbstverständlicher respektvoller Umgang.

    und die Idioten die mit Menschen arbeiten und nicht einfach alles fallen lassen können, die haben dann halt Pech gehabt. ... und müssen sich frei nehmen oder im Urlaub zur Vorsorge

    Erzieher

    OP Personal

    Einzelhandel etc

    aber genau das ist doch das schöne: wenn nicht mehr alle Arbeitnehmer*innen zur "klassischen" Zeit ab 17 Uhr zum Arzt müssen, weil viele eben ganz einfach auch zwischen 8 und 17 Uhr zum Arzt können, bleiben mehr späte Termine für genau diese Personengruppen übrig, die eben ihre Arbeitszeit nicht flexibel gestalten können.

    Abgesehen davon, dass auch ein Teil der "unmöglichen" Berufsgruppen im Schichtdienst arbeitet, so dass diese Personen auch schichtabhängig zu "normalen" Zeiten zum Arzt können.

    Nach egal welchem Model zählen Arzttermine ja so oder so nicht zur Arbeitszeit dazu - selbst wenn sie "während" der Arbeitszeit wahrgenommen werden (außer man hat einen äußerst kulanten Arbeitgeber).

    Vor ein paar Jahren galt bei meinem Arbeitgeber auch die Regel, dass man Arzttermine möglichst außerhalb der Arbeitszeit legen sollte - aber auch damals war schon klar, dass es kein Problem ist, wenn das mal nicht möglich ist.

    Mittlerweile haben wir aber Gleitzeit und müssen uns nur mit unsren direkten Kolleg*innen absprechen.

    Nachdem jeder Arbeitgeber daran interessiert sein sollte, dass seine Arbeitnehmer gesund sind, sollte das mMn grundsätzlich fast überall so möglich sein (außer in Berufen, in denen es wirklich gar nicht geht - man kann ja z.B. pflegebedürftige Menschen nicht einfach mal sich selbst überlassen).

    Wobei Arzttermine aus meiner Sicht natürlich nicht als Arbeitszeit gelten und die Fehlzeit dann vor-/nachgearbeitet werden muss.

    Alao mir würde da spontan kein Terrier einfallen.

    Ich hab schon bei z.B. Jackys dicke Backen gesehen, ebenso bei Border Terriern.

    den Ohren

    Aber Staffs haben doch Rosenohren? Der Hund auf dem Foto hat Steh-Kipohren, wie z.B. ein Collie.


    Ich leugne ja auch gar nicht, dass man im Gesicht des Hundes einen Staff erkennen kann. Aber eben auch andre Rasse-Mischungen. Und beim Staff gäbe es neben dem problematischen American Staffordshire Terrier immer noch den unproblematischeren Staffordshire Bullterrier.

    Daher würde ich den Hund nicht von vornherein ausschließen. Zumal die tatsächliche Optik von dem Foto abweichen kann. Ich kannte z.B. eine Whippet-Sheltie-Mischlingshündin, die auf Fotos total nach langhaarigem Whippet(mischling) aussah, aber in echt viel mehr nach Sheltie.

    Ich sehe es relativ nüchtern, Ausstellungen sind nicht der heilige Grahl und sollen es auch nicht sein

    ich glaube, dass es auch ein wenig rasseabhängig ist.

    Bei manchen Rassen entwickelt sich - aus welchen Gründen auch immer - ein Show-Typ, der dem Verwendungszweck/einer gesunden Rasse entgegen steht.

    Wobei ein Show-Typ ansich auch noch gar nicht schlimm ist - im Gegenteil kann dieser durchaus die genetische Vielfalt erhöhen, wenn es parallel noch einen Leistungstyp gibt und auch typübergreifend gezüchtet wird -, blöd wird es halt, wenn gleichzeitig der Leistungstyp abgewertet wird. Und richtig blöd, wenn man mit dem Leistungstyp nur noch unter großen Schwierigkeiten die zur ZZL nötigen Ausstellungsbewertungen erhält, obwohl auch die Leistungshunde objektiv dem Rassestandard entsprechen.

    Je mehr ich über das Ausstellungswesen lerne, desto absurder wird es und ich frage mich, wie man sowas mitmachen kann? Und wie kann dann noch davon gesprochen werden, dass es bei der Zucht um die Verbesserung der Rasse geht? Erschließt sich mir alles nicht.

    Ausstellungen haben nur bedingt etwas mit Zucht zu tun. Klar, man braucht bei vielen Rassen eine gewisse Ausstellungs-Bewertung. Aber kein Züchter ist gezwungen, mehr als das nötigste in Sachen Ausstellung zu machen.

    Das Problem ist, dass viele Züchter & Käufer meinen, dass man mit besonders vielen Ausstellungs-Titeln besonders tolle Hunde habe. Keine Ahnung, ob sich das ändern lässt. Aber ich für meinen Teil kaufe einfach nicht bei Züchtern, die sich v.a. auf den Ausstellungszirkus fokussieren.