Beiträge von l'eau

    Ich meine das es oft auch über eine "Spende" an den Verein geregelt ist. Aber so genau habe ich mich damit nie befasst da ich solche Tierheime und Vereine kategorisch ausschließe.

    ich bin nun auch kein Anwalt; aber kann mir nicht vorstellen, dass das rechtlich haltbar ist. Weil eine Spende ist ja eine freiwillige Zahlung ohne Gegenleistung - hieße dann im Gegenzug, dass der Verein den Geldbetrag einbehalten könnte, ohne dass der Spender überhaupt einen Hund erhält :denker:

    Dazu nochmal ne Frage: ist es tatsächlich so das speziell diese Klausel rechtlich nicht haltbar wäre vor Gericht? Ich weiß das generell Schutzverträge oft nichtig sind mit ihren ganzen unwirksamen Klauseln. Ich meine aber das diese Verträge wie hier genannt eben halt tatsächlich korrekt sind. Meist wird ja eher ein Pflegestellenvertrag geschlossen mit dem Passus das die kosten selbst getragen werden müssen usw. Ich weiß jetzt natürlich nicht was genau hier in dem Vertrag stehen würde. Aber das ist ja mittlerweile echt nicht mehr unüblich das Tierheime und Vereine solche Verträge schließen.

    es ist relativ egal, was über dem Vertrag steht, wichtig ist der Inhalt. Pflegestellen zahlen in der Regel nicht dafür, dass sie sich um Tier x kümmern (also außer evtl. die laufenden Kosten). Bei Miete/Leihe wird regelmäßig ein Betrag gezahlt. Ich geh mal stark davon aus, dass bei der Übernahme eines TS-Hundes nur eine Einmalzahlung erfolgt (allerhöchstens noch in Raten). Also, was soll das dann sonst sein, wenn kein Kaufvertrag?

    Vielen Dank für eure Antworten!


    Aber vllt. lohnt es sich, dahingehend mal die Stellschrauben zu drehen, mal mit den Chefs zu sprechen und ggf. dann eben auch zu gehen.

    "leider" hat mein Arbeitgeber die Gehälter in den letzten zwei Jahren schon gehörig aufgestockt - diese Stellschraube ist also ausgeschöpft :tropf:

    Der Wohnungsmarkt ist (hier) leider ziemlich leergefegt, so ist es halt auch schwierig Wohnungen mit der Erlaubnis zur Hundehaltung zu bekommen und gleichzeitig können die Vermieter so natürlich auch recht viel Miete verlangen...

    Den Vertrag haben die nämlich von einer anderen Orga übernommen. "Ist ja ein Standarddingen".

    Ich bin der Meinung (vllt, weil ich selber aus dem Rechtsbereich komme), dass jeder seriöse TS-Verein heutzutage auch seriöse Verträge haben sollte - also solche, die durch einen RA aufgestellt/geprüft wurden. Ein Vertrag mit rechtlich nicht haltbaren - und zudem auch total übergriffigen Klauseln - macht für mich den Verein unseriös.

    aber ich kann mittlerweile auch gut die TS verstehen, die möglichst die Kontrolle behalten wollen.

    Ich hab zu viele "Tierschützer*innen" kennen gelernt, als dass ich denen auch nur ein Hauch von Mitspracherecht an meinem Gefährten zugestehen würde.

    Es mag viele TS geben, die sich informieren, fortbilden und "normale" Ansichten haben - und wissen, dass in den meisten Bereichen unterschiedliche Meinungen nicht gleich dramatisch sind. Aber es gibt auch viele, die zwar viel Meinung haben, dafür aber wenig Ahnung. Oder sie stellen ihre Meinung über alles und jede abweichende Meinung ist ganz schlecht.

    Nein, wenn ich mit meinem verletzten/kranken Hund beim TA bin, will ich nicht auch noch eine dritte Partei haben, die über die Behandlung (und meinen Geldbeutel) mitentscheidet. Je nach Verletzung/Erkrankung hole ich mir bei Menschen, die ich kenne und denen ich vertraue eine zweite Meinung ein (oder bei einem andren TA). Aber letztlich entscheide ich, was und wie es gemacht wird.

    Die TS-Leute kennen doch den Hund gar nicht richtig, wenn er mal eine Weile bei seinen neuen Besitzern lebt. Gerade, wenn der Hund sich nur kurze Zeit in der Obhut des TS befunden hat. Zumal die Entscheidungsträger der Vereine nicht unbedingt nennenswerten Kontakt zu allen vermittelnden Hunde haben. Warum sollten die bei irgendwas mitentscheiden dürfen?

    Wenn der TS den Leuten, denen er die Tiere verkauft, nicht zutraut, dass sie sich ausreichend um die Tiere kümmern, dann sollten sie mal ihre Vermittlung überdenken.

    Viele Vereine haben diese Eigentums-Klausel in ihren Verträgen. Totaler Quatsch. Genauso wie das Wort "Adoption". Genauso ein romantisch/sentimentaler Quatsch. Man kauft einen Hund. Man zahlt keine Miete/Leihgebühr. Man zahlt einen Kaufpreis. Also geht das Eigentum des Hundes vom Verkäufer (Verein) auf den Käufer (Halter) über.

    Manche haben dann noch so Quatsch drinnen stehen, dass medizinische Behandlungen und/oder eine Einschläferung vom Verein genehmigt werden müssen.

    Kann man idR guten Gewissens unterschreiben und ignorieren. Die meisten TS-Vereine haben eh nicht viel Geld und werden vmtl. eher nicht die Kosten für einen Rechtsstreit ausgeben wollen - zumal sie nur schwerlich einen RA finden werden, der ihnen nicht sagt, dass diese Klauseln nicht wirksam sind.

    Die Frage, ob man einen Verein, der wissentlich rechtlich nicht haltbare und noch dazu total übergriffige Verträgt vorlegt, unterstützen möchte, muss jeder für sich selbst beantworten.


    Übrigens:

    Eigentum ist die rechtliche Herrschaft über eine Sache oder ein Tier.

    Besitz ist die tatsächliche Herrschaft über eine Sache oder ein Tier.

    Ich denke, der Punkt mit der tatsächlichen Herrschaft ist es, warum man im Alltag eher vom Hundehalter denn vom Hundebesitzer spricht :pfeif:

    "Löserunden"

    Dann bleibt er halt für die Löserunden an der Leine - da geht's ja nur um's Lösen und nicht um die Bewegung :ka:

    Gut, ich verstehe, dass du den Hund gerne so viel wie möglich frei laufen lassen möchtest. Aber das ist nichts was der Hund unbedingt braucht, er kann sich an der Leine genauso gut lösen wie ohne Leine. Mensch und Hund müssen sich halt ein wenig mehr in Art und Weise der Bewegung aneinander anpassen.

    10m Radius ist halt (für einen mittelgroßen bis großen Hund) relativ wenig.

    Ich verstehe ehrlich gesagt das Problem nicht so recht: bei Passanten kommt der Hund von alleine zu dir, es wird also niemand durch deinen Hund belästigt oder muss ich auf sich selbst gestellt mit deinem Hund auseinander setzen.

    Wenn du möchtest, dass der Hund schneller zu dir kommt, dann ruf ihn halt ran/feuer ihn an. Bei Leuten von hinten kannst du ihn auch ins Sitz/Platz schicken, wenn die Leute entspannt wirken (unsicheren/ängstlichen Leuten könnte das nicht reichen).

    Ok, manchmal läuft mir Jin auch zu weit vor (v.a. umgebungsbedingt, woanders wäre der Radius wieder in Ordnung). Dann sag ich ihr, dass sie nicht so weit vor soll. Ist so ein nebenbei entstandenes Gummikommando - also wird jetzt nicht super-duper umgesetzt, aber funktioniert ausreichend gut.