Beiträge von l'eau

    Betaisodona

    bitte keine färbenden Desinfektionsmittel auf solche Wunden geben - das erschwert dem Arzt im Fall des Falles die Beurteilung der Wunde.

    Hat jemand von euch eine Idee warum die Narbe so dunkel verfärbt ist?

    Die Haut außenrum sieht mir nicht gereizt oder gerötet aus. Vielleicht einfach die Krusten? Jedenfalls würde ich mir da nicht so viele Gedanken machen, bissi ein Auge drauf haben, aber erstmal abwarten.

    Ich hab dazu gelesen, dass sich die Hundemutter von ihren Welpen ja auch nicht verabschieden würde oder sie begrüßen würde. So cool sollte man als Mensch dann auch sein.

    Entweder sind Whippets anders oder derjenige, der diese "Weisheit" in die Welt gesetzt hat, hat keine besonders gute Beobachtungsgabe.

    Besonders, wenn die Mutterhündin richtig weg war (also Spazieren) konnte ich immer eine deutliche Begrüßung der Welpen sehen - und das nicht nur durch die Mutter, sondern auch durch die Tanten.

    Ist es für dich normal, daß Jin so zufasst, daß es "Löchlein" gibt?

    Jain. Neben den schon angemerkten windhundischen Besonderheiten von dünnem Fell und dünner Haut ist es bei Jin einfach so, dass sie grundsätzlich super kommuniziert und auch sehr geduldig ist. Aber es gibt zwei Situationen, in denen sie sehr heftig reagiert, wenn ihre Grenze überschritten wird - und ja, dabei übertreibt sie es auch etwas.

    Ich schaue, dass ich diese Situationen möglichst vermeide - aber auch ich bin ein Mensch und hab außerdem die Hunde nicht dauerhaft im Blick.

    Nach meinen bisherigen Erfahrungen ist es mir tatsächlich auch lieber, dass Jin ihre Grenzen mal zu hart zieht, als einen Althund zu haben, der seine Grenzen nicht gezogen bekommt - letzteres bedeutet mehr Arbeit für den Menschen und birgt mMn eher das Risiko, dass sich Situationen unnötig hoch schaukeln.



    Aber: die durch Jin verursachten Verletzungen sind nie behandlungsbedürftig und heilen grundsätzlich problemlos von alleine ab und hinterlassen auch keine dauerhaften Narben. Es sind übertriebene Maßregelungen, weder tatsächliche Beschädigungs- noch Tötungsabsicht.

    Und das wissen die Welpen auch. Noch keiner der Welpen, die Jin miterzogen hat, haben auf diese übertriebenen Maßregelungen mehr als ein paar Minuten verunsichert reagiert und kurz drauf ganz normal und frei mit ihr interagiert und gespielt.


    Natürlich könnte ich diesen Teil auch verschweigen - das passt nicht in die rosarote Wattewelt der Mehrhundehaltung (von Windhunden). Aber ich halte davon nichts. Hunde bilden nunmal keinen Stuhlkreis sondern stellen ihre Position mithilfe ihrer 42 Argumenten klar.

    Und auch wenn es hier mal kracht: meine Mädels verstehen sich trotzdem hervorragend. So wie eben auch in menschlichen Beziehungen mal gestritten wird, ohne dass man sich die Freundschaft aufkündigt.

    Hier ist ja vor ein paar Wochen Jins Nichte eingezogen. Aufgrund der Umstände ohne großartige Vorbereitung. Da ich aber mit der Züchterin eng befreundet bin, haben Jin und ich den Wurf trotzdem schon ein paar Mal besucht gehabt, also grundsätzlich kannte Jin und Sookie sich schon.

    Abholung lief dann so, dass die Züchterin im KH war. Jin und ich den Freund der Züchterin mit der ganzen Bande (also die Alt-Hunde sowie die 3 Welpen die noch da waren) auf dem Freilaufplatz getroffen haben, wegen starkem Regen aber schnell geflüchtet sind. im Zuhause der Züchterin hab ich dann dem Freund der Züchterin beim Zammsuchen des Reisegepäcks der Welpen sowie der Impfausweise der Althunde geholfen (der Freund wohnt nicht dort und ich kenne die Züchterin schon länger als er und eben auch deren Ordnung). Dann haben wir jongliert, welcher Hund wo untergebracht wird. Schließlich Pflegefamilien der Althunde empfangen und die Hunde inkl. Utensilien übergeben. Die andren Welpen wurden aus organisatorischen Gründen der Neu-Besitzer erst am nächsten Tag abgeholt.

    Ich packte dann Jin und Sookie ein, warf beide auf die Rückbank und fuhr los. Sookie war natürlich sehr aufgeregt und sprang etwas rum - da gab's dann nach wenigen Minuten bereits eine heftige Schelle (inkl. ein paar Kratzern) von Jin, was immerhin dazu führte, dass die restliche Heimfahrt ruhig von statten ging.

    Daheim sind wir dann in den Garten, die Mädels haben sich einander angenähert und nach wenigen Minuten lief Sookie selbstbewusst mit erhobenem Schwänzchen durch den Garten. In der Wohnung hab ich dann drauf geachtet, dass Sookie Jins Ruhezone akzeptiert - und schnell festgestellt, dass das (im Gegensatz zu früher) kaum nötig ist.

    Überhaupt lief und läuft es zwischen den beiden Mädels absolut unerwartet richtig gut. Ich habe damit gerechnet, dass Jin den Welpen doof findet, dass sie es doof findet, nach 8 Jahren keine Einzelprinzessin mehr zu sein, dass sie beleidigt ist. Nichts davon ist eingetreten. Ja, es gab bislang noch zwei weitere Situationen, in denen Sookie Kratzer/Löchlein durch Jin kassiert hat - ändert nichts daran, dass sie Jin gegenüber super-frech unterwegs ist. Einen fiesen, blutigen Kratzer am Ohr hat Sookie Jin auch verpasst - blöde Welpenzähne. Jin hat die ersten Tage schön erzogen, mittlerweile kommt sie meist zu mir, wenn die Kleine ihr zu viel ist und bittet mich darum, dass ich mich kümmere :roll:

    Es hat eine Weile gedauert, bis Jin Spiele zugelassen hat - sie hat Sookie sehr viel um ihre Aufmerksamkeit buhlen lassen. Dann gingen Spiele erst drinnen. Draußen dauerte etwas länger bis Spiele gingen, weil Jin einfach ein wenig grob war :pfeif: Mittlerweile gibt es auch draußen schöne Spiele zwischen den beiden.

    Bis zum ersten richtigen Kontaktliegen hat es schon ein paar Tage länger gedauert. Zu Anfangs war auch meist eine Decke zwischen den beiden (also Jin lag unter der Decke und Sookie hat sich sanft an sie gelegt).

    Man merkt weiterhin, dass die Beziehung der beiden zueinander im stetigen Wandel ist - ist ja auch kein Wunder, Sookie verändert sich ja auch rasant.


    Unerwartet schlecht war die ersten Tage das Leinenhandling - alle naslang war entweder der Welpe, Jin und/oder ich gefesselt :muede: und wie oft ich den Welpen an der Leine zammgetreten habe, will ich gar nicht wissen. Hätte ich bei "Die Welpen kommen" mitgemacht, es gäbe wohl nur Szenen davon, wie unfähig ich bin, mit zwei Hunden gleichzeitig Gassi zu gehen |) Glücklicherweise hat sich das aber nach wenigen Tagen eingespielt - ich kam mir schon etwas bescheuert vor, immerhin hab ich auch schon problemlos 5 Hunde an der Leine geführt und nun war ich mit zweien überfordert :tropf:

    Ich gehe mit meinem Hund auch nicht zum Trainieren ins Fitnessstudio, der Grund ist auch dabei nicht der fehlende Team-Gedanke.

    freilich - im Fitnessstudio machst du ja keinen Team-Sport.

    Aber ich schrieb ja auch zu Anfang der Diskussion, dass ich keine sportlichen Aktivitäten ohne meine Hunde mach - ich bin also grundsätzlich nicht in besserer Kondition als meine Hunde. Im Gegenteil.

    Wenn du nun ins Fitnessstudio gehst und bei Wanderungen/sportliche Aktivitäten deine körperlichen Grenzen ausreizen möchtest, dann fehlt dir hier der Teamgedanke (wertungsfrei) - weshalb du deinen Hund dazu nicht mitnimmst.

    Heißt im Umkehrschluss, dass du bei Wanderungen etc. mit Hund evtl. mehr Rücksicht auf deinen Teampartner Hund nehmen musst, als ich - bei mir muss eher der Hund auf meine Unsportlichkeit Rücksicht nehmen xD

    Wenn man an seine eigenen persönlichen Grenzen geht, ist das Risiko groß, dass man die Bedürfnisse des Hundes nicht jederzeit mitbekommt. Das würde ich nicht eingehen wollen.

    Nunja, ich gehe als Team (= meine Hunde und ich). Natürlich achte ich da auf meine Team-Mitglieder.

    Wenn man ohne den Team-Gedanken loszieht, dann ist es freilich besser, ggf. den Hund nicht mitzunehmen.

    Ich hoffe doch die zwei Knalltüten halten mir "Feinde" vom Leib wenn es darauf ankommt.

    Ist bei meinen aufgrund der Rasse unwahrscheinlich - und fände ich auch ungünstig, wenn der "Feind" im Fall des Falles ein Ersthelfer, Sanitäter, Arzt etc. wäre.

    Aber ich komm ehrlich gesagt von mir aus schon gar nicht auf die Idee, dass das nötig sein könnte. Natürlich ist mir bewusst, dass ich als Frau grundsätzlich ein potentielles Opfer bin. Aber das bin ich immer. Und rein statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit im heimischen Umfeld, im Bekannten-, Freundes- und Familienkreis höher als in der Fremde.

    spätestens über 30km würde ich meinen Hund nicht mehr mitnehmen wollen.

    Da ich fast nichts ohne meine Hunde mache, ist meine Kondition niemals besser als die meiner Hunde. Weshalb jede Strecke, die ich gehe, auch für meine Hunde problemlos zu bewältigen ist. (Welpen natürlich ausgenommen)

    Wenn ich erzähle, dass ich alleine Wandern gehe und/oder alleine in den (Wander-)Urlaub fahre, werde ich oft gefragt, ob ich da keine Angst habe oder mir wird erzählt, dass das mutig sei. Versteh ich nicht so ganz. Der Hund (bzw. zum nächsten Urlaub die Hunde) ist/sind ja auch immer dabei.

    Ganz abgesehen davon, dass die Gefahr, dass mir etwas* passiert, im heimischen Umfeld höher ist, als in der Fremde.

    _____

    *also durch Menschenhand.

    Die Gefahren für Verletzungen sind natürlich überall ähnlich hoch bzw. je nach Gelände erhöht - da ich aber immer ein Handy dabei hab und ziemlich trittsicher bin, seh ich diese Gefahr relativ gelassen und ich glaube auch nicht, dass das gemeint ist, wenn man mich warnt.