Beiträge von l'eau

    Ja, das ist sogar ziemlich wahrscheinlich, je nachdem, wie offensichtlich die Situation ist.

    Ich hab keine Erfahrung mit solchen Situationen und weiß daher nicht, wie Hoch die Wahrscheinlichkeit für welche Reaktion ist. Ich weiß nur, dass es immer wieder Pressemitteilungen gibt, in denen xtausend Passanten offensichtlich hilfsbedürftige Personen ignoriert haben. Und ich weiß, dass ich in Stresssituationen zu "Freeze" neige. Also nein, ich mag nicht vorab beurteilen, wie ich mich im Fall x Verhalten werde - also ganz sicher geh ich nicht tatenlos vorbei, aber ob ich mehr machen kann, als einen Notruf absetzen, das weiß ich nicht (und hoffe sehr, dass ich das auch nie rausfinden muss).

    Der Polizist am Telefon hält es offensichtlich für erforderlich und zumutbar, dass die Meldende prüft, ob Lebenszeichen zu erkennen sind und sieht trotz der beschriebenen Situation keine erhöhte Gefahr für die Meldende

    Ist die Frage, warum der Polizist am Telefon die Kompetenz das zu beurteilen haben sollte. Auch Polizisten sind nur Menschen. Manche sind empathischer, manche weniger. Manche sind engagiert, manche machen allerhöchstens Dienst nach Vorschrift. Manche hören gut zu, manche hören nur, was sie wollen. Man kann nie wissen, wen man am andren Ende hat.

    Wenn man mal mitbekommen hat, dass der Polizist am Telefon sich weigerte, seine Kollegen zu einem Hausfriedensbruch mit Sachbeschädigung zu schicken (klar, es ging "nur" um ein Grundstück, nicht um ein Haus - ändert aber nichts am Delikt und dem nicht mehr gutzumachenden Schaden), dann hat man vielleicht eine etwas andere Sicht auf die Kompetenz einzelner Polizisten.

    Das mit dem Blut ist zwar nicht schön, aber solange du keine offenen Wunden an den Händen hast oder dir nach der ersten Hilfe die Finger ableckst, kann da nichts passieren. Die normale, intakte Haut hält Viren ganz gut ab.

    Das ist mir durchaus bewusst. Aber ich weiß nicht, ob man sich in der Situation erstmal in Ruhe seine Hände nach Verletzungen absucht. Jedenfalls ich hab ganz gern mal kleine Verletzungen an der Nagelhaut. Außerdem neige ich gerade bei Nervosität dazu, mir ins Gesicht zu fassen.

    Und ja: natürlich ist das Risiko für schlimme Krankheiten relativ gering, weil sie ja nicht so extrem häufig sind. Und jemand, der von Berufswegen mit solchen Dingen zu tun hat, ist da sicherlich auch entspannter. Aber für mich als Laien besteht eine große Hemmschwelle mit fremden Körperflüssigkeiten in Kontakt zu kommen. Ich war noch nie in einer solchen Situation, deshalb maße ich mich mir nicht an zu vermuten, wie ich im Fall x reagieren würde. Vielleicht würde ich in dem Moment nur reagieren ohne großartig über mögliche Folgen nachzudenken :ka:

    Bei einer blutenden Person sollte man durchaus auch Bedenken, dass man sich schon allein über den Kontakt mit dem Blut mit einer mehr oder weniger schlimmen Krankheit anstecken kann. Da man beim Gassi idR keine Einmalhandschuhe dabei hat, kann ich es also wirklich gut nachvollziehen, dass man eine blutende Person nicht berühren möchte.

    Zumal - wie schon gesagt wurde - die Feststellung des Todes für einen Laien nicht möglich ist. Die Polizei muss in jedem Fall einen Notarzt zur Unfallstelle schicken. Da ist es mMn eher Zeitverlust, einen Laien eine unnötige Untersuchung aufzubürden.


    Edit:

    Ist da nicht der Rettungsdienst naheliegender?

    Das ist egal. Über die Notrufnummer 110 kann man jeden Notruf melden - von dort wird dann die richtige Stelle informiert.

    Wir reden leider von weit aus mehr als 50 kg Übergewicht.

    Dann such dir bitte professionelle Hilfe zum Abnehmen. Ab einem gewissen Übergewicht kann man leider auch durch das Abnehmen andre gesundheitliche Baustellen schaffen. Hier ist es wichtig, dass auf angemessene Abnahme und parallel richtiger Muskelaufbau (da geht es v.a. um die unsichtbaren "kleinen" Muskeln, an die man mit normalen Sport/normaler Bewegung kaum ran kommt) geachtet wird.


    Aber Welpen brauchen ja nicht so viel schreibt ihr. Vielleicht kann ich ja Kondition aufbauen wenn der Hund da ist.

    Vertu dich mal nicht: Welpen werden unheimlich schnell groß. Meinen jetzigen Welpen hab ich mit ca. 2 Monaten abgeholt. Nun ist das Tierchen schon knapp 3 Monate bei mir und hat mittlerweile unheimlich viel Energie, die es loswerden möchte.

    Der Hund soll kein Therapeut sein,sondern einfach ein Partner mit dem man durch dick und dünn geht.

    Ja, dieses romantische Bild wird gerne in Büchern, Fernsehen und Kino verbreitet. Aber im Endeffekt ist ein Hund ein fühlendes Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen und eigenen Ideen. Hunde machen Blödsinn (Scheißefressen, Jagen, andre Hunde oder gar andre Menschen anpöbeln). Und man macht sich Sorgen um sie. Mal hat der Hund was gefressen, was er nicht vertragen hat und übergibt sich. Oder er hat hartnäckigen Durchfall und man bangt auf jedes Häufchen - das enttäuschender Weise doch wieder flüssig ist.

    Tierarzt ist gerade in den jungen Jahren ja kaum nötig und man kann ja Geld sparen oder Versicherung.

    Mein Hund hatte als Welpe eine hartnäckige Giardieninfektion - hierfür sind gerade Welpen wegen des noch nicht ausgereiften Immunsystems anfällig. Es hat viele TA-Besuche gebraucht bis diese Infektion endlich ausgestanden war (wie viel das insgesamt gekostet hat, weiß ich nicht mehr). Dreijährig hat sie dann auf einen Schlag durch einen Unfall TA-Kosten in Höhe von ca. 1.200,00 € verursacht - zzgl. tagelange Angst um das Leben meines Hundes.

    Gerade bei einem Sporthund kommen dann noch Physiotherapie sowie höhere Verletzungsgefahr hinzu (wie bei einem Leistungssportler eben auch).


    Ja, ein Hund, der ausreichend ausgelastet und gut geführt ist, bringt einem viel Freude und man wird mit der Zeit ein gutes Team - aber das kann durchaus harte Arbeit sein und heißt nicht, dass man nicht auch nach Jahren noch Diskussionspunkte hat. Es ist eben die Beziehung zu einem denkenden Lebewesen.

    Warum möchte ein unsportlicher Mensch einen sportlichen Hund? Wegen der Optik? Tja, tut mir leid: ein Hund ist kein lebloser Dekogegenstand sondern ein fühlendes Lebewesen.

    Ja, es gibt durchaus Hundesportarten, bei denen man sich als Mensch nicht großartig bewegen muss (z.B. Hoopers, Windhundsport). Aber fast jeder Hundesport fußt darauf, dass der Hund körperlich fit ist. Damit der Hund körperlich fit ist, muss der Mensch abseits des Hundesports dafür Sorge tragen, dass der Hund ausreichend Bewegung bekommt. Außerdem benötigt auch für den Menschen bewegungsarmer Sport meistens einiges an Vorarbeit bis der Hund den Sport ausführen kann - heißt für das Training muss sich Mensch idR schon bewegen können (Ausnahmen können erfahrene (Sport-)Hundehalter sein).

    Heißt: wenn du nicht dazu in der Lage bist, dem Hund ausreichend körperliche Bewegung zu verschaffen (z.B. längere Spaziergänge, gelegentliche Wanderungen, Radfahren etc.), solltest du dich eher von dem Wunsch einen Sporthund zu führen, verabschieden.

    Such dir einen Hund, der zu deinen Bedürfnissen passt. Wenn aufgrund deiner körperlichen Einschränkungen normale Spaziergänge nicht möglich sein sollten, dann solltest du entweder ausreichendes Vermögen zur Bezahlung eines Gassiservices haben oder dir ein passenderes Haustier zulegen.

    Ach so, ja. Natürlich wägt ein Hund auch ab, ob er überhaupt eine Chance gegen den Gegner hat. Wenn der Hund aber ein anderes Lebewesen schützt, also wirklich Schutztrieb vorliegt, dann wird er sich vmtl. seltener für die Flucht entscheiden - denn dann würde er ja seinen Schutzbefohlenen allein lassen.

    Nach deiner Beschreibung würde ich bei Alma einen Eigenschutz sehen, aber nicht, dass ihre Motivation dein Schutz ist.

    Also würde ein Hund, der nach vorne gehen würde (in welcher Form auch immer) gleichermaßen in Richtung angreifender Mensch, angreifender Hund, angreifender Baum, angreifender Gegenstand reagieren? (also nicht zwangsläufig mit gleicher Intensität, aber mit gleicher Tendenz?)

    Hunde sind nicht doof: die unterscheiden durchaus zwischen tierischem Lebewesen und Pflanze oder Gegenstand. Das Schützen ist ja immer Kommunikation, mit einer Pflanze oder einem Gegenstand kann man nicht kommunizieren - und das wissen Hunde auch.

    Natürlich kann ein Hund sich mal wegen eines bedrohlichen Objekts aufbauen, dann aber, weil er nicht erkennt, dass es sich nur um ein Objekt handelt.

    Ansonsten wird der Hund freilich unterscheiden, wer der Angreifer ist - aber nicht aus moralischen/ethischen Gesichtspunkten, sondern ganz einfach danach, dass das Gefahrenpotential und die Angriffsflächen je nach Gegenüber unterschiedlich sind.


    Hat ein Hund gelernt, dass alle Menschen toll sind, wird er eine bedrohliche Situation mit angreifendem Menschen wohl erst sehr spät, wenn überhaupt, als bedrohliche Situation empfinden.

    mh, das denke ich nicht. Also, wir reden hier ja über einem Hund mit einem gewissen Schutztrieb, nicht über den netten Familienhund, der im Zweifel eher die Beine in die Hand nimmt. Die Körpersprache und der Hormonausstoß sind bei einem echten Angriff ja ganz anders - sowohl vom Angreifer als auch vom Opfer.

    Jin hat keinerlei schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht (wenn man von TA-Besuchen absieht), ist fremden Menschen gegenüber normalerweise zurückhaltend egal bis freundlich gestimmt und hat auf der Straße noch nie gegenüber Menschen irgendeine Art von Schutzverhalten gezeigt. Aber eines Abends, es war schon komplett dunkel, stand ein Mann vor unserem Grundstück, halb von den Briefkästen verdeckt und schaute rein. Das hat ausgereicht, dass Jin stocksteif dastand und ein Knurren von sich gegeben hat, das ich so noch nie von ihr gehört habe und welches unglaublich beeindruckend war - nicht besonders laut, aber mit einer ziemlichen Intensität und Ernsthaftigkeit. Da ich den Mann erst nach diesem Knurren entdeckt habe, hat Jin da auch absolut nicht auf mich reagiert.

    Es war übrigens nur unser Nachbar, der nach seiner Katze schaute, die wohl grad auf das Grundstück spaziert war - was ich erkannte, nachdem der Mann mich ansprach.