Anscheinend hat sich da das Veterinäramt eingeschaltet.
Das finde ich absolut unnötig. Ja, die Aktion war übertrieben. Aber doch ganz weit davon entfernt, dass der Hund misshandelt wurde. Die Kapazitäten sollte das Veterinäramt lieber für richtige Verstöße gegen das Tierschutzgesetz nutzen.
Und er betont in der Folge wie gefährlich positive Verstärkung sein kann. 🙄
Nunja, ich hab durch positive Verstärkung meinen Hund zum massiven Mobber erzogen - also ja, man kann auch über (unwissentlich) falsch angewendete positive Verstärkung Problemverhalten etablieren, festigen oder verstärken. Und das kann sogar sehr schnell gehen. Bei Jin reichte es, dreimal den Geschirrgriff als Abbruch zu nutzen, als sie als Welpe/Junghund beim Spiel mit einem Kleinhund zu heftig wurde. Ab da bombte sie Kleinhunde um, um eine Belohnung zu erhalten - jahrelang, obwohl ich dies nur noch über Strafe abgebrochen habe. Nachhaltig abgestellt bekam ich das Verhalten schließlich erst über die Anwendung einer massiven positiven Strafe - damals aus dem Bauch heraus, weil die vorige Aktion von ihr deutlich gefährlich für den anwesenden Kleinhund war (hätte ich darüber nachgedacht, hätte ich diese Strafe niemals ausgeführt!)
Dabei ist Strafe viel gefährlicher… 🙄
Strafe ist nicht per se gefährlich. Ja, falsch angewendet kann Strafe zu problematischen Verhaltensweisen führen und diese sind durchaus schneller mal problematischer. Aber als "viel gefährlicher" würde ich das Anwenden von Strafe nicht bezeichnen.
Wenn ich mir meine Umwelt anschaue, dann sind die meisten problematischen Hunde dies nicht wegen der Anwendung von Strafe, sondern wegen mangelnder Führung und falsch verstandener Tierliebe. Vielen dieser Hunde würde das Anwenden einer klaren Strafe helfen - neben der richtig genutzten Verstärkung erwünschter Verhaltensweisen.