Beiträge von l'eau

    Gibt ja diesen "Witz", wenn sich Charaktere im Film/TV aufregen, dass sie dann an den Schultern genommen und geschüttelt und angeschrieen werden mit "JETZT BERUHIG DICH!!!"

    Das hilft nicht. Null.

    Wobei bei hysterischer Panik durchaus ein kurzer Schreckreiz/Schockmoment helfen kann, die Hysterie zu unterbrechen. Hab ich bei Jin beim Dremeln einmal nutzen müssen: Jin mag es nicht, wenn ich ihre Krallen dremel (oder schneide) und einmal hat sie sich im hormonellen Durcheinander des Erwachsenwerdens total in eine irrationale Panik reingesteigert. Da gab es einen Brüller mit einem Schlag auf die Schulter. Thema erledigt. Sie findet dremeln deshalb nicht besser als vorher - aber auch nicht schlimmer.


    Bei Strafe ist es wichtig, diese nur dann einzusetzen, wenn das Gegenüber sie auch annehmen kann - ein völlig überdrehter Hund kann das idR nicht. Aber wenn der Hund einfach mit Schalk im Nacken auf das Sofa gesprungen kommt und in euch/in eure Richtung beißt, dann kann man dem Hund durchaus eine entsprechende Antwort geben. Und dann gerne seinen Spieltrieb auf ein Spielzeug umlenken.

    Klaut der Hund die Butter vom Tisch und man erwischt ihn inflagranti, gibt es hier ein entsprechendes Donnerwetter - übrigens: ein Punkt, über den ich mir mit meinem Ersthund nie Gedanken machen musste, Jin klaut nicht vom Tisch, von sich aus. Tja, nun mit Sookie muss ich echt aufpassen - aber ein Moment der Unaufmerksamkeit reicht, dass der kleine Hund mit den Vorderpfoten aufm Esstisch steht, den Hals lang macht und an der Butter knabbert - natürlich nicht bei mir daheim, sonder als ich bei meiner Mutter zu Besuch war, damit es auch ja ordentlich peinlich ist |)

    Jeder Hund ist anders. Auf jeden muss man anders eingehen. Und man lernt bei jedem Hund wieder was neues...


    Aber ein Hund versteht die Körpersprache sehr wohl.

    genau! Im Grunde sind die menschliche und die hundische Körpersprache auch gar nicht so verschieden: frontal, groß machen und angespannte Muskulatur ist eher bedrohlich. Weiche, entspannte Körperhaltung ist freundlich. Entspanntes Schauen in die Augen ist nett, Starren ist unnett.

    Bei einem schlecht sozialisierten Hund muss man sich ein paar mehr Gedanken um die Unterschiede machen. Aber jeder gut sozialisierte, beim Züchter aufgewachsene Welpe spricht den Dialekt der menschlichen Körpersprache ebenso gut wie den der hundischen Körpersprache.

    Er springt aufs Sofa, ist total überdreht. Wenn ich mich da dazu setzen würde dann würde er nach mir schnappen. Wenn wir ihn wieder runter tun dann versucht er wieder rauf zu kommen. Jetzt schafft er es ja auch. Wie genau bringe ich ihm bei dass er erst da drauf darf wenn er ruhig ist?

    Klingt für mich nach einem Moment, in dem Strafe nicht viel bringt, weil der Hund eben schon sehr drüber ist - da muss man recht vehement werden, damit das beim Hund auch an kommt - ich würde es vmtl. nicht gut hinbekommen. Daher würde ich die Energie des Hundes wohl auf ein Spielzeug umlenken. Aber nicht auf dem Sofa, also Hund mittels Spielzeug vom Sofa locken, kurz zergeln (nicht zu lange, das putscht sonst wieder auf). Dann das Spielzeug dem Welpen überlassen und sich selber entspannt aufs Sofa setzen. Kommt der Welpe aufs Sofa und ist noch zu wild, ein Kauspielzeug ins Maul schieben. Hilft das nicht, Welpe vom Sofa setzen.

    Wenn der Welpe erst dabei ist, sich hochzuspulen, gibt es von mir durchaus auch einfach einen Abbruch und ggf. ein Kauspielzeug zum Abreagieren.

    Insgesamt hilft es ein bisschen nach dem Tagesablauf zu schauen. Überdrehen am Abend kann auf zu viel oder zu wenig Auslastung hindeuten. Allerdings muss man da auf seinen individuellen Welpen und Tagesablauf schauen. Was für den einen zu viel ist, ist für den andren zu wenig.

    Alles blöde einfach ignorieren.

    Ich werde nie verstehen, wie das funktionieren soll - wenn man nicht gerade einen super-weichen Hund hat. Woher soll der Hund denn wissen, dass er etwas falsch macht? Ignoriertwerden gibt dem Hund einfach 0,0 Rückmeldung - schon allein, weil man im Alltag den Hund eigentlich immer mal ignoriert ohne damit irgendetwas ausdrücken zu wollen, einfach weil man gerade etwas anderes zu tun hat. Wie soll der Hund das eine von andren unterscheiden? Außerdem macht der Hund in aller Regel Unfug, weil es ihm Spaß macht - warum sollte er also aufhören, das Tischbein anzunagen, die Butter vom Tisch zu klauen, auf unseren Körperteilen rumzukauen etc., wenn ihm keiner sagt, dass das nicht erwünscht ist?

    Natürlich klingt das wunderbar harmonisch, dass man nie schimpfen "muss" und ganz viel loben darf. Aber das Leben in Gruppen läuft niemals nur harmonisch - in keiner Gruppe von Lebewesen. Auch nicht im Kloster.

    Und gerade in der Erziehung gehören meist kleine oder größere Reibereien dazu, v.a., wenn das zu erziehende Lebewesen sich im Wachstum befindet - es ist ja nicht nur der Körper der wächst.


    Natürlich heißt das absolut nicht, das Strafen besser ist als Loben! Ich denke, dass man in Erziehung und Training am besten verfährt, wenn man alle Möglichkeiten nutzt. Situativ und auf das jeweilige Hund-Mensch-Team angepasst.

    Sookie ist viel am Rennen und am Toben. Aber auch mal am Schnüffeln, irgendwas fressen, Gegend scannen. Aber die Hauptgangart ist definitiv der Galopp.

    Verhält dein Hund sich denn auch abseits der Schleppleine so? Also vielleicht schränkt ihn die Schleppleine auch zu arg ein und deshalb ist er nur am hin und her rennen. Rennen kann halt auch dem Stressabbau dienen.

    Gibt es eine Möglichkeit eine Änderung bzw. einen Zusatz im Forum zu beantragen?

    Die Reaktion Smileys, ich wünsche mir ganz oft einen Umarmungssmiley. Dieses 🍀 mit der Bezeichnung „Viel Glück“ hat für mich manchmal so einen ironischen Unterton und ist oft irgendwie unpassend.

    nein, gibt zwar gelegentlich von Usern Diskussionen, aber es ist keine Erweiterung geplant - und ich finde es zwecks Übersichtlichkeit auch ganz gut.

    Kann mir auch ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass jemand die Kleeblätter ironisch nutzt :ka:

    So wie immer schießt mein Hund nach vorne... ich rufe ihn zu mir..

    kleiner Tipp: du bist zu spät dran. Bestätige deinen Hund am besten sofort bei Hundesichtung fürs Ruhigbleiben und dann weiter in regelmäßigen Abständen bis ihr an dem anderen Hund vorbei seid (das Bestätigungsintervall bestimmt dein Hund/seine Konzentrationsfähigkeit).

    So wie du es grade machst, bringst du deinem Hund im blödesten Fall bei, dass er pöbeln soll.

    Normalerweise esse ich auf dem Sofa (weil Single). Jetzt bin ich grad bei meinen Eltern und dort wird freilich am Esstisch gegessen. Also wird nun der Esstisch für Sookie spannend.

    Heute beim Abendessen steht Sookie also neben dem Tisch und überlegt sich wohl grad, ob sie auf den Tisch springen kann. Ich überlege mir grad, ob ich erzieherisch einschreiten sollte oder Sookie es sich nochmal anders überlegt. Da schießt Jin knurrend unterm Tisch hervor. Sookie springt quietschend rückwärts. Thema (erstmal?) durch.

    Find ich nett, dass Jin sich doch auch sinnvoll in die Erziehung einbringt und ihr nicht nur Mist bei bringt xD

    Jins Anschiss hat 3 oder 4 Tage gehalten, dann musste ich Sookie daran erinnern, dass ihre Pfoten nichts auf dem Esstisch verloren haben. Dann wurde ich wohl unaufmerksam... jedenfalls hat heut die Butter ein Eck eingebüßt |)

    Bei mir ist "Raus da!" v.a. körpersprachlich und über Strafe aufgebaut. Ja, es gibt gelegentlich (in der Lernphase öfter) ein verbales Lob dafür, wenn der Hund wieder auf den Weg zurück geht und auch mal (z.B. wenn es schwierig war) einen Keks. Aber nur für das erste "Raus da!" Wenn ich das Signal (nach ein paar Metern) wiederholen muss, gibt es dafür kein großartiges Lob. Und sollte es dann nochmal vorkommen, kommt die Leine an den Hund.