Beiträge von l'eau

    Tibet Terrier sind für mich keine Belgeithunde. Das war doch gar nicht deren Selektionsziel ...?

    Werden Tibet Terrier nicht als Begleithunde gezüchtet? Also klar, ursprünglich waren das mal Hütehunde, aber werden sie dafür (hierzulande) überhaupt (noch) verwendet?

    Wobei das freilich ein Problem sein könnte: Das tut dem Wesen vieler Rassen nicht sehr gut, wenn man nicht mehr auf den Verwendungszweck selektiert :denker:

    Andrerseits finde ich es auch nicht normal, dass ein normal sozialisierter Junghund so einen Stress mit der Stadt-Situation hat :ka:

    Klar, wenn der Welpe vom Dorf kommt, dann vielleicht am Anfang. Aber normalerweise sollte er sich doch recht fix dran gewöhnen.

    Außerdem hat Terry berichtet, dass mind. ein Geschwister ähnliches Verhalten zeigt, was durchaus ein Hinweis auf tiefergehende Ursachen sein kann.

    Mit meiner jetzt acht Monate alten Hündin gehe ich die "große" Runde ca. eine halbe Stunde,

    wobei du eben auch eine entsprechend reizoffene Rasse hast.

    Mein Junghund verträgt Runden von +/- 60 Minuten problemlos. Und auch vereinzelte Runden von 2-3h sind kein Problem.

    Natürlich scheint das jetzt für diesen Hund auch ein Problem zu sein - aber ich finde es eben für eine "normale" Rasse bedenklich, wenn das nicht geht und würde das daher sicherheitshalber gesundheitlich abklären lassen.


    Damit würde er sich umbringen. Komme beim Maulkorbtraining kaum vorwärts, da er schnell hektisch wird und dann zu einem Plüsch-Tornado wird.

    Wie reagiert er sonst auf Kleidung? Passt der Maulkorb tatsächlich?

    Wie sehen die Basics aus? Kannst du den Hund (kurz) fixieren? Hat er gelernt, dass er mal was (unangenehmes) aushalten muss?

    Bzgl. des Gassis: Hast du die Möglichkeit, die Strecke in der Stadt mit dem Bus zu überwinden oder kannst du den Hund tragen?

    Für mich passt da Begleithund vom Züchter und Symptomatik nicht zusammen. Wäre Nichts wo ich alleine probieren würde, dazu sind die Konsequenzen zu ernst, wenn es schief geht.

    dito. Ich würd einen Verhaltenstierarzt aufsuchen.

    Ich kannte mal eine Trainerin, die einen TS-Hund hatte, der ein solches Verhalten zeigte. Er war mehrfach in der TK wg. Darmverschluss, es war öfters kurz vor knapp. Er musste schließlich dauerhaft Maulkorb tragen. Reduzierte seinen Stress zwar überhaupt nicht, aber er konnte sich nicht mehr dauernd in Lebensgefahr bringen.

    Ist dein Hund aus dem TS? Ich finde es absolut nicht normal, dass ein Hund in größeren Mengen nicht-essbares zu sich nimmt. Natürlich gibt es dieses Verhalten im Zuge des Stressabbaus - aber ein normal sozialisierter Hund sollte im normalen Umfeld ja nun nicht so gestresst sein, dass er sich in ein solch extremes Verhalten flüchten muss.

    Mein Junghund hat als Welpe das Bürokissen zerstört und muss daher derzeit mangels Geld und Nerven erstmal in einem Meer aus Kissenfüllung schlafen (im Büro) - und trotzdem nimmt sie von der Füllung nichts auf (oder jedenfalls keine merklichen Mengen). Ebenso zerfetzt sie Kartons und Papier (wie schon ihre Tante), auch hier ohne nennenswerte Mengen aufzunehmen.

    Sie sucht zwar draußen durchaus nach Fressbarem, aber das sind dann Nahrungsmittel im weiteren Sinn.

    So langsam komm ich in meiner neuen Wohnung an und die Volierenbestellung nimmt Formen an. Jetzt bin ich ein bisschen verunsichert: Die Rückwand wird bei mir geschlossen werden. Eine weiße Aluverbundplatte stelle ich mir recht "grell" vor und für die Geier evtl. auch unangenehm. Zur Auswahl gibt es noch Anthrazit und Dunkelgrün. Kommt mir beides vielleicht etwas dunkel vor :ugly:

    Jetzt überlege ich, Dunkelgrün zu nehmen und dieses ggf. zu bemalen ("Flecken" mit helleren Grüntönen, so dass es ähnlich wie meine alte Volierenrückwand aussieht).

    Was denkt ihr?

    Nachdem es mWn keinen Blut-Allergietest für Menschen gibt, steh ich diesen Test beim Hund skeptisch gegenüber. Hab bislang auch nur negatives darüber gehört.

    Glücklicherweise habe ich keine eigenen Erfahrungen damit.

    Nein? Mir wurde aber Blut abgezapft und auf Allergene getestet :denker:

    Tatsächlich? Hab ich noch nie gehört. Vllt zwischen Humanmedizinern ebenso umstritten wie unter Veterinären?

    Kollegin kommt zum Hunde knuddeln. Beide Mädels freuen sich, kriechen an ihr hoch, Kollegin freut sich. Alle freuen sich.

    Sookie untersucht etwas am Boden. Ich guck genauer hin. Hebe es auf. "Äääääääh, Kollegin, ist das zufälligerweise das Rückseitendings von einem deiner Ohrringe?" Kollegin fasst erschrocken ans Ohr: "Wo ist der Stecker?" :shocked:

    Den Stecker haben wir zum Glück kurz drauf auch am Boden gefunden.

    Die Kollegin hat drei Stecker eng nebeneinander im Ohr und einer der beiden Köters hat es tatsächlich geschafft, einen der Stecker aus dem Ohr zu ziehen, ohne dass die Kollegin das bemerkt hat!

    Jetzt müssen wir nur noch lernen wie wir mit den überdrehten Momenten umgehen sollen wenn er wieder so extrem schnappig und aufgebracht ist und dann denke ich sind wir auf einem guten Weg.

    Bei meinem Wirbelwind half es am besten, die Energie auf ein Spielzeug umzulenken. Kurzes Zergelspiel miteinander. Dann den Welpen selber runterfahren lassen, ggf. mit einem Kauspielzeug.

    Meine Prinzessin hab ich damals in eine Box gepackt (war bei ihr aber nur 1-2x nötig) - hat auch geholfen. Aber ob ein Zergelspiel vielleicht besser gewesen wäre, kann ich natürlich im Nachhinein nicht sagen.

    Wie genau hast du das gemacht? Auch aversiv?

    Der Witz am (aversiven) Abbruch ist, dass man ihn in "harmlosen" Situationen aufbaut, so dass man mit einem relativ geringfügigen Strafreiz arbeiten kann. Damit erklärt man dem Hund das Abbruchsignal. Nutzt man den Abbruch nun in einer Situation, in der es drauf an kommt und die Motivation des Hundes um ein ungleiches höher ist, so stehen die Chancen gar nicht schlecht, dass er bereits auf das Abbruchsignal wie gewünscht reagiert oder hier ebenfalls eine relativ leichte Strafe zur Korrektur ausreicht.

    Der Nachteil am positiv aufgebauten Abbruch (ja, das gibt es auch, z.B. den sog. "Geschirrgriff") ist, dass der Hund hierbei eine unerwünschte Verhaltenskette bilden kann: "Zeige Verhalten x, dann kommt der Abbruch und im Anschluss gibt es eine Belohnung.", was dazu führt, dass der Hund das Verhalten öfter zeigt - was man ja nun aber idR vermeiden möchte.

    Daher bevorzuge ich den - auch kommunikativ und sozial logischeren - aversiven Abbruch.