Aber gut, unsere Beziehung ist auch anders, sehr viel enger.
Ja, bei einem Hund, bei dem die Prägung stimmt/der schon lang mit seinen Besitzern zusammen lebt, dürfte das relativ problemlos sein - jedenfalls, wenn die Besitzer halbwegs wissen, was sie tun. Solche, die noch nichtmal Zeckenziehen, Ohren säubern oder Krallen kürzen können, wären da vielleicht auch in Gefahr.
Jin war dreijährig schlimm verletzt und ist da auch von mir versorgt worden (außer die 3 Tage, in denen sie in der Klinik bleiben musste - das Getrenntwerden war wirklich schlimm für uns beide, hat aber glücklicherweise auch keinen bleibenden Schaden hinterlassen). Ich konnte weiterhin alles mit ihr machen, wie vorher auch.
Bei Sookie musste ich gestern das erste Mal eine Wunde versorgen. Fand sie doof, aber ihrem Vertrauen zu mir hat's nicht geschadet.
Ist es denn tatsächlich so dass Hunde ab ner gewissen Zeit in den Instinktmodus schalten und auch ihre Besitzer nicht mehr erkennen?
Das ist tatsächlich so. Wobei ich nicht weiß, ob sie die Besitzer nicht erkennen oder sich einfach nicht trauen, sich ihnen zu nähern.
Meine ehemalige Sitterhündin ist mal von daheim entlaufen, war einen halben Tag lang im Dorf und der Umgebung unterwegs und befand sich schließlich vor dem Grundstück ihres besten Hundefreundes. Weder dessen Besitzer noch der hinzugerufene Eigentümer konnten sich der Hündin nähern oder sie zu sich locken. Interessanterweise hat man sie dann aber mit ihren Hundefreund auf dessen Grundstück locken und sie dort dann sichern können.