Beiträge von l'eau

    Ich könnt mir eher vorstellen, dass hier (unabsichtlich) falsche Schlüsse gezogen wurden.

    GR sind extrem beliebte Familienhunde und dementsprechend häufig. Wenn nun die "typische" Bilderbuchfamilie sich einen GR holt, aber wenig mit dem Thema Hund beschäftigt, da haben die evtl. einen netten, aber viel rumfiddelnden Hund. Wenn man nun im Sommer den Hund zu Familienausflügen, (Familien-)Feierlichkeiten etc. mit nimmt und dann die Kinder auch noch mit dem Hund spielen dürfen, dann spielen die ziemlich sicher auch das allseits beliebte Bällchen- oder Stöckchenspiel, was den GR als Apportierer natürlich total klasse findet und deshalb sich auch eher nicht zurück nimmt, wenn er heiß läuft, sondern immer weiter macht und das auch von den Menschen noch befeuert wird, dann ist's ansich nicht verwunderlich, wenn der GR einen Hitzschlag erleidet.

    Ich könnte mir vorstellen, dass andre Hundetypen sich in so Konstellationen eher rausziehen oder gar nicht erst in so eine Situation gebracht werden (weil ein Terrier halt auch unnett werden kann, wenn's im sein Spielzeug geht, z.B.).

    Also, das Ergebnis ist dann schon, dass besonders viele GR mit Hitzschlag beim TA landen, aber das liegt halt dann nicht wirklich an der mangelnden Hitzetoleranz der Rasse.

    Oder auch: der Kollege ist ja schon älter, der wird sich wohl da auch nicht mehr einfinden, müssen wir wohl mit leben.

    Und dann hast du einen Vorgesetzten, ü70 und arbeitet fast komplett digital...

    Auf der andren Seite eine Kollegin, knapp ü50, druckt sich sogar E-Mails mit einfachen Arbeitsanweisungen aus :emoticons_look: Ist ja nicht so, dass wir zwei Bildschirme haben, man also ganz entspannt auf einem die Mail geöffnet haben kann und auf dem andren das Programm, um die Anweisung auszuführen :hilfe:

    Einen andren Vorgesetzten hab ich neulich dabei erwischt, wie er eine Mail ausgedruckt und eingescannt hat, um sie als PDF-Version zu erhalten :lachtot: Ich hab ihm dann mal erklärt, wie das ohne ausdrucken geht ... Jaaaaaaa, es gibt noch viel Verbesserungsbedarf...

    Immerhin die heutigen Azubis kommen idR viel besser mit den rein digitalen Akten klar. A propos... einer 20-Jährigen zu sagen, sie solle auf die Diskette klicken, wenn man möchte, dass sie zwischenspeichert, führt zu sehr großen Fragezeichen |)

    Was soll denn mit DIESER Generation aktuell sein?

    Wir haben in der Arbeit sogar ein extra Seminar zu der "Besonderheit" der heutigen Azubis erhalten xD

    Die Vorwürfe, die ich mitbekomme - Medien und Kolleg*innen - sind:

    - hängen ständig am Handy

    - (zu) selbstbewusst

    - respektos

    - faul

    - wenig Verantwortungsbewusstsein

    - arbeitsscheu

    - "seltsame" Unsicherheiten (z.B. größere Angst vorm Telefonieren)

    - wissen nicht, was sie wollen

    Ich kann vieles davon nicht als "neu" bestätigen. Jedenfalls kenne ich viele der Vorwürfe aus meiner Jugend entweder von mir oder von Freundinnen. Joa, das Selbstbewusstsein ist tatsächlich bei unsren aktuellen Azubis ein anderes - aber das find ich auch nicht negativ, im Gegenteil: lieber ein Azubi, der für sich einsteht, als einer der alles mit sich machen lässt. Will ja schließlich am Ende auch eine mündige Kollegin aus der Azubi geformt haben und keine, der ich bis in alle Ewigkeit das selbstständige Arbeiten/Problemlösen erlauben muss.

    Das einzige, was heutzutage wirklich anders ist: die Azubis sind mit Handys ganz anders aufgewachsen als wir es sind und da bei mir in der Arbeit Handys am Arbeitsplatz erlaubt sind, muss man hier etwas ein Auge drauf haben, dass die Azubis nicht zu viel am Handy hängen. Wird ihnen halt auch permanent vorgelebt (selbst unser ü70-jähriger Vorgesetzter hängt viel am Handy) :ka: Aber bis auf eine Azubi - die wir auch aus andren Gründen kündigen mussten - hat bislang jede Azubi meine Erklärungen verstanden und das Handy eingeschränkt. Nicht sofort dauerhaft - so hart strafe ich nicht :p -, aber wenn's wieder mehr wurde, gab's wieder eine Erinnerung und irgendwann ist das Level "normal".

    Naja, nicht immer ist das, was man bei den eigenen Kindern gemacht hat, auch das, was bei anderen Kindern gemacht wird. Ich bin zum Beispiel relativ überrascht, wie mitunter respektlos Deutsche mit ihren Eltern reden. Obwohl ich der selben Generation angehöre, würde mir das im Leben nicht einfallen. Meine Eltern könnten sich also zurecht über "unerzogene Kinder" wundern, weil die eigenen nun mal komplett anders sind.

    jaein. Wenn sogar ich als Nicht-Kinder-Mensch mitbekomme, wie die Erziehung heutzutage oft läuft, dann sollten das Leute mit eigenen Kindern/vielen Kindern im Umfeld doch noch viel mehr mitbekommen?

    Außerdem hab ich im Fall meiner Kolleginnen durch ihre Erzählungen durchaus Einblicke, wie sie mit ihren Kindern/den Kindern in ihrem Umfeld umgehen. Wenn die eine Kollegin z.B. stolz erzählt, wie toll selbstbewusst ihre Tochter in ihrer Ausbildung war, dann darf ich mich doch schon wundern, wenn sie andrerseits das Selbstbewusstsein unserer Azubis kritisiert?

    Die Frau war regelrecht entsetzt als ich gesagt habe, dass das mit mir aber so richtig Ärger geben würde. Das war für sie scheinbar völlig unrealistisch, dass das potenzielle Handeln der Kinder auch Konsequenzen haben könnte.

    Und dann wundern sich die Leut, dass die junge Generation so ist, wie sie ist.

    Es ist unglaublich, wie oft ich mir von meinen Kolleginnen in Bezug auf die Azubis anhören darf, dass die so krass selbstbewusst sind, "Ich hätte mich sowas als Azubi ja nie getraut!", die sind respektlos usw. usf.

    Ich frag mich, da eher, warum die Kolleginnen das verwundert - sie sollten doch selber wissen, wie sie ihre Kinder erziehen/erzogen haben bzw. mit den Kindern/Jugendlichen in ihrem Umfeld umgehen :ka:

    Heute auf den Wiesen. Jin ist ein größeres Stück entfernt am Hundedinge tun. Sookie relativ nah. Ich pfeife. Jin guckt auf und bewegt sich in meine Richtung. Sookie kommt angeflitzt und ich hol die Kekse raus. Beim Aufschauen sehe ich, dass Jin scho wieder Hundedinge tut! Also gibt's einen Brüller. Jin setzt sich wieder in Bewegung. Ich gebe Sookie Kekse. Jin - ihr ahnt es - tut schon wieder Hundedinge. Also hab ich Sookie noch eine handvoll Kekse hin geworfen und bin dann los gestapft, Jin einsammeln. Jin verstand gar nicht, was los ist. Der Pfiff habe doch ganz offenbar Sookie gegolten. Nein verflixt! Der Pfiff gilt IMMER für beide Mädels :fluchen: 9 Jahre ist Jin alt und trotzdem fällt ihr immer wieder was neues ein :lepra:

    Wenn man einem Hund testweise Schmerzmittel gibt (in Absprache mit TA), zur Überprüfung, ob eine Verhaltensänderung/-besonderheit schmerzbedingte Ursachen hat, wie schnell merkt man dann einen Unterschied?

    Abhängig vom Schmerzmittel, als das bei uns zur Diskussion stand (Gabapentin), hieß es, dass man nach 1-6 Wochen etwas merken sollte.

    Hier ist es Previcox (wenn ich es mir richtig gemerkt hab, jetzt bin ich zu faul aufzustehen), ich hab es für 10 Tage mitbekommen. Dann warte ich mal nochmal ab bevor dich den Versuch als gescheitert erkläre...


    Für welche Dinge lohnen sich aus eurer Sicht Mehrtagesseminare mit Hund und wozu eher nicht?

    Eigentlich bei allem, bei dem man auf ein gutes Feedback angewiesen ist. Gerade, wenn man selber was an seinem Verhalten ändern muss, ist eine engmaschige Betreuung gar nicht so schlecht. Oder wenn es ein komplexes Thema mit Theorie-Teilen ist.

    Man kann auch Seminar mit Urlaub verbinden: ich fahr z.B. im Herbst nach Oberammergau. 2 Tage Seminar und bleibe im Anschluss dann noch einige Tage dort.