Weil was soll der Hund in Zukunft sonst tun? Das wird ja kaum die Stimmung vom Hund ändern.
Man muss dem Hund nicht immer und für alles ein Alternativverhalten aufzeigen. Man kann dem Hund auch einfach mal sagen, dass er das, was er grad tut, lassen soll. Man kann dem Hund auch zugestehen, schlechte Laune zu haben - es gibt nur Grenzen, inwieweit er die schlechte Laune ausleben darf.
Ich weiß, dass es ein Erziehungskonzept gibt, dass darauf beruht, dem Hund immer ein Alternativverhalten anzubieten/beizubringen, weil der Hund bei einem Verhaltensabbruch nicht wissen würde, was er stattdessen tun soll.
Ehrlicherweise würde es mich allerdings eher erschrecken, wenn ein Hund, weil ich ihm Verhalten A verbiete, nicht wüsste, was er stattdessen tun kann. Da gibt es doch x Möglichkeiten. Natürlich, wenn ich stattdessen nur ein bestimmtes Verhalten sehen will, dann muss ich das dem Hund schon sagen, weil er sich sonst durch unnötig viele Möglichkeiten testet. Aber, wenn es mir relativ egal ist, was er stattdessen macht, dann reicht es, wenn man ihm sagt, was er unterlassen soll.
Freilich hängt es auch immer davon ab, was man selber für ein Typ Mensch ist. Fällt einem das souveräne Grenzensetzen (auch Menschen gegenüber) eh schwer, so muss man sich andre Wege suchen.
Ich kann Jin auch nicht verbieten, andre Hunde anzupöbeln und gehe daher den Weg, erwünschte Verhaltensweisen zu belohnen und Hundebegegnungen möglichst immer in einen für Jin bewältigbaren Rahmen zu legen. Was aber auch dazu führt, dass ich Jin mittlerweile durchaus in manchen Situationen das Pöbeln verbieten kann und das auch tu - es ist kein Grund einen andren Hund anzumaulen, nur weil er so schön nach Opfer aussieht.
Spannend finde ich, dass sie mit Hündinnen insgesamt besser und harmonischer sind als mit Rüden.
Ist bei Jin das gleiche (Sookie ist noch zu jung, um da was zu sagen; außerdem so naiv, dass sie trotz, dass sie nun ihre erste Läufigkeit hinter sich hat, noch nicht kapiert, wenn ein Rüde sie anflirtet). Mit fremden Hündinnen ist die Zusammenführung teils wahnsinnig unspektakulär, so dass die Besitzer gar nicht merken, dass Jin eigentlich ein Problem mit fremden Hunden hat. Bei Rüden ist die Zusammenführung etwas aufwendiger.
Ich denke, es liegt wie bei deinen Mädels daran, dass sie von dem Abchecken und Flirten der Rüden genervt ist.