Beiträge von l'eau

    Hat jemand von euch einem Hund mal dieses ‚mit Anlauf auf den Arm springen‘ beigebracht?

    Ich würde Alma das gern beibringen, bin aber etwas unsicher, wie. Also fang ich beim Anspringen an?

    Kommt auf den Hund drauf an. Sookie und Jin haben eh Känguruh-Vorfahren, da war das recht einfach (wenn es auch bei beiden nicht sicher sitzt - dazu hab ich's zu wenig trainiert). Aber idR fängt man das sitzend an (also der Mensch): Erstmal springt der Hund einem auf den Schoß. Wenn er das gut kann, dann stellt man sich halbsitzend hin (am besten mit Rücken an einer Wand, sonst fällt's einem schwer das Gleichgewicht zu halten). Und dann halt irgendwann komplett stehend.

    Ich bin gerne Mehrhundehalter - war aber genauso gerne auch Einzelhundehalter. Jin sieht es wie ich. Sookie kennt's nicht anders.

    Nach meinem Gefühl genießen wir alle drei es, dass wir zu dritt sind. Es ist immer wer zum Spielen da oder zum Kuscheln, aber man kann auch gut auf Abstand gehen, wenn man grad keine Lust auf Gesellschaft hat. Frauchen hat zwei Hände - also hat jeder Hund ggf. eine Streichel- oder Kekshand. Außerdem kann man links und rechts von Frauchen liegen und jeder hat gleich viel von Frauchen. Gassi, Training - wir machen alles zusammen. Beim Gassi merke ich den Unterschied am wenigsten - ich war auch schon mit 5 Hunden unterwegs, war auch recht entspannt. Beim Training muss ich jetzt halt doppelten Einsatz zeigen.

    Derzeit kann ich mir nicht vorstellen, wieder Einzelhundehalter zu werden. Dazu sehe ich zu viele Vorteile in der Mehrhundehaltung. Einen Wunsch nach mehr als zwei Hunden hab ich allerdings auch nicht. Zwei Hunde passt für mich perfekt.

    Ich mache mit meinem Chi seit dem Frühjahr Einzeltraining und seit kurzem noch Gruppentraining wegen seiner Angst bei Hundebegegnungen. Er bellt andere Hunde an.

    Nach welcher Zeit kann ich erwarten, dass das Training was bringt? Oder wann kann ich sagen, diese Methode ist nicht die richtige für uns und wir brauchen einen anderen Trainer und Trainingsweg? Das Training bei den beiden Trainern hat schon ein kleines Vermögen gekostet, aber hat gefühlt nichts gebracht.

    Trainierst du auch im Alltag oder nur in Gegenwart der Trainer? Wenn letzteres: dann bringt das Training wenig. Wenn ersteres: dann sollte man schon nach spätestens ein paar Wochen merken, dass sich was ändert.

    aber ich habe schon mit Koda als Welpe geübt, dass er überall angefasst werden darf. Also abtasten, Ohren und Zähne begutachten, auf die Seite legen etc. mit viel hochwertiger Bestätigung.

    Sowas passiert bei mir nebenbei. Wird auch nicht großartig mit Belohnung gearbeitet. Das ist einfach normal. Meinen Mädels wird von Welpe an alle 1-3 Wochen die Krallen gedremelt - dadurch ist natürlich eine gewisse Gewöhnung an Handling, Aushalten müssen und Stillhalten gegeben. Auch ans Zähneputzen hab ich Sookie von Welpe an gewöhnt - Jin hat das erst mit 1 oder 2 gelernt, aber war ansich auch nie ein Thema. Ich hab gesagt, dass das gemacht werden muss, also wurde das gemacht.

    Bei Jin ist es so, dass sie TA doof findet und dort auch etwas gestresst ist - daran würde aber Medical Training vmtl. nicht viel ändern. Sie mag es einfach nicht, von Fremden angefasst zu werden und hat zu viele unangenehme bis schmerzhafte Behandlungen mitgemacht. Aber es ist alles in einem gewissen Rahmen. Sie geht an der lockeren Leine mit rein (ok, nach draußen zieht sie durchaus). Im Wartezimmer nimmt sie Kekse. Im Behandlungszimmer spätestens, wenn sie fertig ist (oder merkt, dass sie gar nicht dran ist).

    Sookie findet TA toll. Impfen, Analdrüsen ausdrücken, fluoreszierende Augentropfen - nix davon hat bisher ihre Meinung davon ändern können, dass es beim TA toll ist. Klar, großartig unangenehme/schmerzhafte Sachen waren noch nicht dabei. Aber ich bin optimistisch, dass sie so fröhlich bleibt. Gibt am Ende der Behandlung ja auch immer Kekse von den TÄs xD

    Ich hatte tatsächlich mal ein Buch zum Thema Medical Training, hab ich auch durch gelesen. Und festgestellt, dass mir die Geduld zu diesem kleinschrittigen Trainieren fehlt. Dadurch, dass ich bei meinen Mädels alles machen kann und sie so händeln kann, dass auch der TA alles nötige mit ihnen machen können, gibt es bei uns auch gar keinen wirklichen Grund dafür. Während Corona musste Jin auch mal "alleine" auf den Tisch - da hat es gereicht, dass ich ihr signalisiert habe, dass alles ok ist und sie hat sich von TÄ + Helferin händeln lassen.

    Vmtl. würde ich uns mit Medical Training eher wuschig machen, würde durch die Fokussierung darauf Baustellen aufmachen, die wir gar nicht haben. Nicht, weil Medical Training quatsch ist - im Gegenteil -, sondern weil es halt nicht zu mir (und meinen Mädels) passt.

    Bei mir gibt's kein Medical Training. Die Hunde haben gewisse Sachen einfach auszuhalten. Sookie hatte noch nie was schlimmes, kennt Krallen dremeln, Zähne putzen, Ohren reinigen (mit Wattestäbchen), Augentropfen und -salbe, und Analdrüsen ausdrücken.

    Jin musste schon viele blöde Sachen beim TA über sich ergehen lassen (wobei schon TA ansich für Jin doof ist, weil sie es nicht mag, von Fremden angefasst zu werden): angefangen bei der Versorgung ihrer Wildschwein-Verletzung (wobei sie da ja eh unter Drogen stand), über verschiedene Zerrungen usw. bis hin zum Scheidenabstrich bei der Gebärmutterentzündung (den fand sie definitiv richtig schlimm). Ich hab schon Jins Wunden gereinigt und Fäden gezogen. (Freilich kennt Jin auch all die Maßnahmen aus dem ersten Absatz).

    Die Mädels haben ein wahnsinnig gutes Grundvertrauen in Menschen. Medical Training ist bei uns nicht nötig. Wenn ich sage, das muss jetzt sein, dann halten die Mädels das aus - egal was es ist und auch ohne Vertrauensverlust.

    Ich glaub das konnte sie schon von Anfang an bei dem Kong doch auch(zumindest durfte sie da sehr na dran von dem was man gesehen hat). Die ist hald einfach Beutefixiert (surprise)

    Ich hab nicht alles gesehen, nur die kurze Einblendung, wo sie den Stock unbedingt haben wollte, den der Trainer hatte.

    Aber ja... Ich finde sie wirkt wie ein super-netter DSH - mit ihren Menschen.