Beiträge von l'eau

    Meine Katzen sind nicht erzogen, weil ich sie als vollwertige Familienmitglieder auffasse, denen ich nicht meine Meinung überstülpen muss.

    Aber deinen Hund erziehst du? Und sind Kinder eigentlich keine Familienmitglieder? Weil, Kinder werden doch (zumindest meistens) erzogen?

    Was soll man da denn überhaupt erziehen?

    Dass die Katze nicht auf Möbel, Kleidung, Taschen pinkelt oder kotet. Dass die Katze weder auf Tische, noch auf die Küche springt. Dass die Katze sich von meinem Essen (und dem Essen von Gästen) fern hält. Dass die Katze ihre Krallen nicht an Möbeln wetzt. Dass die Katze nicht durch die Wohnungstür geht (wenn sie eine reine Wohnungskatze ist). Dass die Katze Pflegemaßnahmen duldet. Öh? Wenn ich noch länger drüber nachdenke, fällt mir sicher noch mehr ein. Aber grundsätzlich halt plusminus genauso wie einen Hund :ka:

    Noch kurz mein Senf zum Thema Farbe: Ein guter Hund hat keine Farbe.

    Sucht nach einem Züchter, dessen Zuchtziel zu euch passt, der euch sympathisch ist - denn mit einem solchen Züchter habt ihr einen Menschen an der Hand, der euch ein Leben lang mir Rat zur Seite steht, wenn ihr Fragen habt.

    Natürlich verstehe ich es, wenn man einen Hund in einer bestimmten Farbe möchte. Ich hätte auch gerne einen kräftig roten Whippet mit schwarzer Stromung und möglichst wenig bis gar kein Weiß. Naja, meine erste Hündin hat blaue Stromung - was eigentlich eine Farbe ist, die ich eigentlich nie wollte. Ihre Schwestern hätten zumindest schwarze Stromung gehabt. Aber ich bin der Empfehlung der Züchterin gefolgt, dass diese Hündin perfekt zu mir passt. Die Züchterin hat recht behalten. Die zweite Hündin hat zwar schwarze Stromung, dafür helles Sand und wirklich viel Weiß. Joa, ist halt so, wenn ein Züchter nicht auf so was unwesentliches wie Farbe selektiert, sondern möglichst gesunde und wesensfeste Hunde züchtet und schließlich die Welpen nach passenden Zuhausen vergeben werden :ka:

    Gerade beim Dackel sollte ein Züchter wirklich die Gesundheit an erster Stelle stehen haben. Der Dackel ist aufgrund seines Körperbaus am Rande der Qualzucht - auf welcher Seite des Rands hängt stark von dem einzelnen Dackel und der Sichtweise ab. Bitte unterstützt keinen Züchter, der auf möglichst kurze Beine und/oder möglichst langen Rücken züchtet. Beides erhöht die Wahrscheinlichkeit auf Bandscheibenvorfälle enorm. Der Dackel ist dafür eh prädestiniert (nennt sich nicht umsonst auch Dackellähme), mWn gibt es mittlerweile auch genetische Tests, die zumindest einen Faktor, der für Bandscheibenvorfälle verantwortlich sein kann, ermitteln kann - keine Ahnung, in wie weit Dackelzüchter darauf Rücksicht nehmen. Ich würde mich auf jeden Fall hier schlau machen, wenn bei mir ein Dackel einziehen soll.

    Aber egal wo wir Fragen, entweder wenige Züchter welche noch nicht Wartelisten bis zum Mond haben

    Es liegt nunmal in der Natur der Sache, dass seriös gezüchtete Tiere oft nicht sofort und in großer Menge verfügbar sind. Immerhin will ein guter Züchter seine Welpen in guten Händen wissen, hat nur eine begrenzte Menge an Zuchthündinnen und Zeit verfügbar. Was bedeutet, dass ein Züchter, der hauptberuflich arbeitet (und nicht Rentner, Ehepartner eines Gutverdieners oder reich ist), zumindest einen Teil seines Urlaubs für einen Wurf opfern muss (hinzu kommen noch ggf. Urlaubstage für Züchterschulung, Ausstellungen/Sportveranstaltungen, Körung, TA-Untersuchungen usw.).

    Sobald wir die 12 Wochen in Spiel bringen ist meistens Feierabend.

    Ich kenn mich mit Teckel-Züchtern nicht so aus, finde das aber ziemlich verwunderlich. In meinem Umfeld ist es relativ "üblich", dass ein Züchter gelegentlich einzelne Welpen "länger" behält - oft eben aus Gründen die beim Welpenkäufer liegen (Urlaub, Ausland), manche Züchter geben sogar grundsätzlich erst "spät" (10-12 Wochen) ab.

    Woher der Ruf unerziehbar kommt ist mir schleierhaft.

    Weil, meiner Beobachtung nach, die wenigsten Katzenbesitzer sich ernsthaft mit ihren Katzen beschäftigen (außer streicheln/kuscheln, betüddeln), weder die Konsequenz aufbringen, noch Ahnung von Konditionieren/Lerntheorien haben und nur wenig Interesse, was daran zu ändern. Wenn überhaupt erzogen wird bzw. es versucht wird, dann meistens nach veralteten, strafbasierten Methoden (Wasserspritze...)

    Nachdem deine Frau gerade schwanger ist, ihr also ohnehin "demnächst" Nachwuchs erwartet, würde ich an eurer Stelle mit der Anschaffung des Hundes warten. Schwangerschaft und Geburt müssen nicht problemlos sein. So ein Säugling kann viel durcheinander bringen. Da kann parallel ein pubertierender Hund (zumal ein selbstbewusstes Kerlchen wie ein Dackel) durchaus eine Belastung sein.

    Durchgeimpfte Welpen sind fast unmöglich zu bekommen, außer man ist bei der Rasse nicht mehr wählerisch. Dann wird natürlich das Angebot breiter.

    Eigentlich sollte jeder seriöse Züchter einzelne Welpen auf Wunsch auch länger behalten. Die Züchterin meiner Hunde behält z.B. Welpen, die ins Ausland gehen, grundsätzlich bis diese alt genug für die Aus- bzw. Einreise sind (letzteres für den Fall, dass die neuen Halter den Welpen aus welchen Gründen auch immer zurückgeben möchten).

    Wenn ein Welpe ausgewachsen vermutlich 58 cm/59 cm haben soll, kann es dann sein das er mit 4,5 Monaten 53 cm hat? Oder wächst der Welpe dann zu schnell?

    Ich geh mal davon aus, dass 58/59cm der Rassestandard ist? So genau hält die Natur sich idR nicht dran - kann immer mal Individuen geben, die größer (oder kleiner) geraten. Gerade, wenn die Ahnen alle zu der eher größeren Sorte gehören. Meine Mädels haben sich z.B. beide nicht an den Standard gehalten, welcher für Whippethündinnen eine Idealgröße von maximal 47 cm vor gibt. Jin hat 51 cm - was das Endmaß für Rüden ist -, Sookie 49,5 cm.

    Solange man den Welpen mit passendem Futter füttert und dieser eine gute Figur hat, würde ich mir keine Gedanken um zu schnelles Wachstum machen