Beiträge von Icephoenix

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    Danke Schara :kiss: Aber ich hab die Schnauze voll von den Fertiggeschirren. War vorhin im Fressnapf, wir haben bestimmt 10 Geschirre (von Sattelgeschirr über Führgeschirr bis Norweger) anprobiert und selbst die Verkäuferin meinte letztlich, ich soll lieber wieder eins auf Maß machen lassen. Zitat: "Ich könnte Ihnen jetzt für 30 Euro so ein aufschwätzen... Aber ehrlich gesagt, PASST es einfach nicht und Sie werden damit nicht glücklich." Total süß ;)

    Jetzt fängt das Theater mit den Kombinationen wieder an :fear: Ich glaub, ich stell mal 3 zusammen und ihr helft mir beim aussuchen!? :hilfe:

    Ja "selbstbewusst" kann mans auch nennen :pfeif: Wie ich immer so gern betone: Sie ist eben KEIN Schäferhund! Sie läuft nicht freiwillig im schönsten Fuß neben mir her und bettelt darum, etwas für mich machen zu können. Sie hat ihren Dickkopf, hat auch gern mal ihre Ruhe, sucht sich auch selbst raus, WANN sie nun mit mir kuscheln möchte oder auch nicht, ... Sie ist eben ein ganz anderer Typ Hund. Und auch, wenn ich mich da anfangs drüber geärgert habe, der Ansicht war, sie sei doof, gemein, ignorant...langsam fange ich an, ihre Art wirklich zu lieben :liebhab:

    Zumindest wird mir nie langweilig! :D Und ich kann mich über jeden kleinen Erfolg tagelang freuen!

    (...trotzdem bleib die Feststellung: Auch wenn ich Shira toll finde...der nächste Hund wird sicher GANZ anders und nach anderen Wünschen ausgesucht. Noch so n beklopptes Tierchen und ich lass mich einliefern :crazy: )

    Wenn ich jetzt gleich beim Fress***f kein Geschirr finde, das mal NICHT rutscht...dann werd ich heute wohl noch bei Blaire bestellen.
    Seit das Norweger ein bisschen zu knapp ist, habe ich 3 Geschirre durchprobiert - alle waren echt bescheiden. Eins hat sich immer von selbst verstellt (Tri*ie), eins hat ihr den ganzen Rücken wund gerieben so dass wir zum TA mussten (K9) und das jetzige rutscht so heftig, dass es teilweise mit dem Rückenteil seitlich auf den Rippen sitzt (Rogz).

    Irgendwie passen Shira wohl keine "Stangengeschirre" :-/

    So ich misch mich mal hier ein und versuche dich aufzubauen: Shira ist jetzt ZEHN Monate alt, also seit SIEBEN Monaten hier - und hängt fast genauso lang an der Schlepp. Schon mit 12 Wochen wusste ICH, dass Welpen normalerweise folgen...SIE wusste das wohl nicht :roll:

    Zwischenzeitlich war die Abrufbarkeit mal richtig gut (so 70-80%, ausser es war irgendwo Wasser oder ein anderer Hund), mit der Pubertät sind wir ziemlich vom einen auf den anderen Tag auf NULL zurückgefallen :muede:

    Anfangs (einige Wochen lang) bin ich auch wie bekloppt um sie rum gehampelt. Leckerchen hier, rumgequietsche da, Spielzeug fliegt auchnoch - und die kleine Sau zeigt mir die Mittelkralle. Ganz ehrlich? Ich bin doch kein Pausenclown!!! Daraufhin hab ich ein paar weitere Wochen lang KEIN Wort beim Gassigehen gesagt, ausser es war wirklich wichtig ("Nein!") und sie absolut ignoriert. Kein Spielen. Kein betteln nach Aufmerksamkeit. Als sie die Irritation darüber überwunden hatte, habe ich stumm weiter gemacht, allerdings Blickkontakt und jegliche Art der freiwilligen Kontaktaufnahme geclickert. Einen Tick aufmerksamer ist sie dadurch geworden, also ein kleiner, wenn auch seeeehr schleppender Fortschritt. Insbesondere für mich!! Ich habe endlich aufgehört, meinen Hund mit Aufmerksamkeit und Generve zu überschütten! Kein Wunder, dass sie keinen Bock auf mich hatte...

    Nachdem mir das Festhalten der 15meter Leine nun zu blöd wurde, habe ich angefangen, sie schleifen zu lassen... Sobald sie ausserhalb der Leinenlänge ist, rufe ich -völlig neutral- "Tschüß" und mach mich vom Acker. Entweder ich stell mich hinter ein Gebüsch oder einen Baum, hocke mich ins hohe Gras oder renne einfach in die andere Richtung. (Das hätte ich mich vor ein paar Wochen nie getraut...sie einfach mal aus den Augen zu lassen... :ops: )

    Halleluja hat sie beim ersten Mal (wo es quälende 3 Minuten!!! gedauert hat, bis sies gemerkt hat - das "tschüß" wurde ja völlig ignoriert) ne Panik bekommen. Ist den ganzen Weg in einem Affenzahn zurückgerannt und mir fast um den Hals gefallen, als sie mich gefunden hat. :fies:

    Das mache ich nun seit einer Woche, immer wenn "freie Bahn" ist (keine anderen Menschen oder Hunde) und es zeigt gute Wirkung. "Tschüß" hat heute sogar gereicht, dass sie sofort kam, obwohl sie grade aufs offene Feld rennen wollte! Mal sehen, wie sich das entwickelt. Es zeigt mir jedenfalls, dass sie ja doch irgendwo einen Funken Bindung zu mir hat, wenn sie so nen Schreck bekommt und mich suchen geht.

    Was ich eigentlich sagen wollte: Mach dir keinen Kopf! Du bist nicht die einzige, die seit Monaten rumprobiert und die den Hund ständig an der Schlepp hat. Nervig das Ding...aber es hilft ja nix. Besser jetzt in den sauren Apfel beissen und ständig das dreckige Ding dran...und dafür später nen hoffendlich gut abrufbaren Hund :)

    Wir haben übrigens einen Garten...allerdings gradmal ~100qm (abzüglich gartenhütte, Wintergarten und hund-untauglichem Teich), da bleibt zum rennen nichts mehr übrig :( Deshalb such ich ja recht verzweifelt ein Gelände (am besten einen Windhundauslauf mit Gleichgesinnten) zum Rennen, Schnüffeln, frei sein ... für Madame.

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    Unser Ziel war dann zunächst ruhig, anständig und entspannt an der Schlepp Gassi zu gehen. Ich habe ziemlich lange so viele Reize wie nur möglich von ihm ferngehalten (damit er möglichst keinen Grund hat hoch zu drehen) und war auch nur sehr wenig und langsam draußen. In dieser Zeit gab es auch kein Toben oder Spielen mit anderen Hunden, keinen Freilauf, keine Spielchen mit mir, keine Tricks, keine Kommandos sondern nur RUHE - ooooooooohhhhhmmmmmm. Ihm hat das sehr gut getan. Nach und nach habe ich unser Programm wieder ausgebaut und kann inzwischen weitestgehend normal mit ihm draußen gehen.

    Ist bei uns übrigens sehr ähnlich! Anfangs habe ich viel zu viel mit ihr gemacht (sowohl für ihr alter als auch für ihren Typ), habe dann irgendwann das Programm auf NULL runtergefahren, weil ich ein völlig überdrehtes, hysterisches Bündel dabei hatte, mit dem NICHTS anzufangen war.
    Einige Wochen lang beschränkte sich das Programm auf 5-6 Tage in der Woche "aktion" (Morgen 10 Minuten Garten, Mittags maximal 30 Minuten unterwegs, abends wieder Garten) und 1-2 Ruhetage, wo der "lange" Gassigang ganz wegfiel.Hat SUPER funktioniert. Sie wurde ruhiger, viel entspannter, ansprechbarer.

    Im Moment ist sie knapp 10 Monate alt und nach fast 5 Monaten Ruheprogramm bauen wir das Programm ganz langsam wieder aus: weiterhin halte ich mir einen Tag/Woche als Ruhetag, den ich meist so verteile, wie es für mich am praktischsten ist (wenn ich z.b. viel unterwegs oder krank bin), Gassigänge sind bisher nicht länger als eine Stunde (1-2x am Tag so 20 Minuten, 1x 30-60 Minuten ist schon VIEL), oft auch ohne Sonderbespaßung, manchmal mit Suchspielen oder Longieren (auch maximal 15-20 Minuten). An manchen Tagen auch komplett wortlos, nur schlendern, schnüffeln, Beine vertreten.
    Wir fahren mit dem Programm sehr gut. Ganz selten gehen wir auch mal lang und mit anderen Hunden, da folgt dann aber eigentlich IMMER der Ruhetag, 2 Stunden mit Hundekumpels reichen locker für 2 Tage.

    Oft wird mir gesagt "das ist vieeel zu wenig für nen jungen Hund, die brauch bespaßung, muss rennen, flippen" - aber das ist zumindest bei Shira der absolute Abschuss, für sie sowie für mich. Oft ist sie nach dem Ruhetag auch nochmal viel entspannter, statt aufgedrehter.

    Vorteil daran: Wenn mal wirklich mal die Zeit fehlt (bei uns z.b. wärend der Renovierung, wo wir teilweise 12 stunden am schuften waren, oder als ich mit Grippe einige Tage komplett ausgeschaltet war) kann ich sie auch mal getrost 3,4 Tage ohne Bespaßung lassen, ohne Angst zu haben, dass sie völlig durchdreht. Dann kuscheln und schlafen wir eben mehr!

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    Fahrradfahren hat etwas geholfen um rein körperlich überschüssige Energie abzubauen (Bei etwas kooperativeren + führerbezogeneren Hunden mag auch Hundesport wie Icephoenix das mkt dem Longieren macht funktionieren). Aber so richtig gut wurde es sowohl mit dem Thema Streunen/Jagen/Rückruf/Radius als auch mit dem Pöbeln erst, als wir regelmäßig nen netten, riesengroßen Auslauf besucht haben, wo er auch mal 2 Stunden ungestört sein Ding machen konnte.

    Das Longieren habe ich übrigens angefangen, um die Kooperation und den Bezug zu mir weiter aufzubauen und es hilft auch wirklich :) Für mich gibt es im Moment nichts schöneres als sie mal ein paar Runden im schnellen Trab (weiter sind wir noch nicht) um den Kreis laufen zu sehen, wärend sie interessiert und einfach fröhlich und aufmerksam ist. Für sie ist das Training allerdings auch sehr anstrengend - 15-20 Minuten, dann ist das Madamchen platt für den Tag.
    Das ist auch sicher noch ausbaufähig. Ich merke auch, dass sie an der Schlepp aufmerksamer wird, sich mehr für mich interessiert. Ich denke schon, dass man mit so einem Sport viel Bindung aufbauen & fördern kann...wenn der Hund eben Spaß drann hat. Und da hab ich wohl echt Glück gehabt.

    Nach einem großen Auslauf, am liebsten mit anderen lauffreudigen (windigen) Hunden suche ich noch, finde aber leider nichts ... Zu gern würde ich sie einfach mal laufen lassen, dass sie machen kann, was sie möchte. Aber einfach mal so von der Schlepp lassen...traue ich mich ehrlich gesagt nicht. Würde vermutlich in freiem Gebiet auch schiefgehen.

    Falls jemand einen Auslauf in Südhessen kennt, bitte melden ;)

    Ich muss gleich weg, deswegen schreib ich mal ganz kurz und knapp, wie wir das gemacht haben.
    Hund: 12 Wochen alt, ziemlich groß
    Sonstige Bewohner: 3 Katzen

    Einzugstag:
    Hundi wurde aus dem Auto in den Garten gelassen, da durfte das Kind dann erstmal zur Ruhe kommen.
    Später dann in die Wohnung, sie durfte sich alles völlig störungsfrei anguggen, alle Zimmer, ihre Ecke, die Näpfe, die Katzen... (die ihr gleich mal die Meinung gegeigt haben :hust: Armes Hundkind :stick1: )
    Unsere Katzen sind allerdings nur im Haus, zu Freigängern kann ich dir nichts sagen. Ich rate dir aber, kein großes Theater zu machen sondern einfach abzuwarten. Meine Monster haben sich nach der ersten Begegnung 3 Tage lang so im haus versteckt, dass ich sie nicht gefunden habe... nach nochmal 2 Wochen lagen sie etwas entfernt vom hund im Wohnzimmer, jetzt (nach 7 Monaten) liegen alle einträchtig auf der Couch!

    Gassigehen:
    Schleppleine finde ich ne gute Idee, 10meter sind auch ne händelbare Länge. Wenn du nen anderen Hund siehst, kannst du sie ja an die kurze Leine nehmen und die Schlepp halt nur am Feld/Wald/Wiese wenn niemand in der Nähe ist.

    Futter:
    Trockenfutter zum üben verfüttern finde ich persönlich super, ich würde die erste Zeit NUR aus der Hand füttern (sofern möglich, bei Nassfutter wirds da schwer), das stärkt die Bindung...oder so ähnlich... :D
    Mein Madamchen bekommt so jeden Tag, machmal auch jeden zweiten, was zu kauen. Sie ist aber auch enorm schlank, da schadet viel Zeug zwischendurch nicht. Hier gibts meist getrocknete Rinderohren oder Ochsenziemer, auch mal Pansenstangen oder Kalbsknochen mit Fleischresten drann.

    Zum Urlaub kann ich wieder nichts sagen, wir waren seit dem Einzug nicht im urlaub und steht auch wohl die nächsten Jahre fianziell nicht an.