Beiträge von Icephoenix

    Ich seh das genauso wie Biomais: Solang der Hund wirklich abrufbar ist und niemanden belästigt, weder andere Hunde noch Menschen, bin ich für Freilauf. Ich persönlich finde das viel entspannter als immer die leine in der Hand zu haben und jeden Schritt vom Hund zu kontrollieren.

    Mir geht es mit Shira wie Bio mit ihrem Beagletier: Sie ist nicht 100%ig abrufbar, also hängt die Schleppleine drann. PUNKT!

    Ich denke, wenn JEDER HH einsehen würde, dass der eigene Hund eventuell doch mal eine Erziehungsschwäche hat oder andere Probleme (extremen Jagdtrieb etc)...und diese entsprechend handhabt (Schleppleine z.B. ist ja ne super Erfindung ;) ) bräuchten wir keinen Leinenzwang und HH sowie nicht-HH wären alle zufrieden.

    Utopisch :-/

    Katzenhaft eher in der Hinsicht, dass sie eben so sehr ihren eigenen Kopf hat. Hinsetzen ins Nasse? "Bäh, mach doch selbst!" - Kommando ausführen, wenns schon für 3x davor kein Leckerchen gab? "WIllst du mich veräppeln?"
    Auch den Körperkontakt sucht sie sich am liebsten selbst aus. UND sie kann genauso eingebildet gehen und schauen wie eine Katze :roll:

    Wie gesagt.. ich bin einfach froh dass Shira schon durch ihre Größe bisher nie als Opfer rausgesucht wurde. Was im absoluten ernstfall passiert sieht man wohl nur in genau DER Situation wo es passiert, und dann schaltet sich der Kopf vermutlich eh erstmal ab.

    Erinnert mich daran, wie ich letztens beim gassigehen eine Dame mit einem jungen Chi-Rüden getroffen habe. Sie sah Shira, die fröhlich zu ihr lief, wurde völlig panisch, nahm ihren Hund auf den Arm und fing an zu weinen!! Ich hab Shira sofort eingesammelt und freundlich gefragt, was los ist.
    Ihr vorheriger Chi war wohl erst ein paar Wochen zuvor von einem großen Mischling mit einem Schütteln getötet worden :-/ So gern man doch auf den panischen Kleinsthundehaltern "rumhackt": Die Dame tat mir so unendlich leid und ich bin dann auch sofort weitergegangen.

    Ich "clickere" auch mit Markerwort bzw Shira kennt sowohl den Clicker als auch das Zungeschnalzen als Belohnungssignal. Letzteres benutz ich viel häufiger, ich hab ein Hirn wie ein sieb und schon etliche Clicker verloren, vergessen etc... Zudem hab ich so, wie schon öfter erwähnt, beide Hände frei, was mit Leine/Schleppleine + Leckerchen + evtl Handzeichen geben echt praktisch ist.

    Ich hab nie ein Seminar besucht oder so... ich habe in ein Buch reingeblättert (welches weis ich nichtmehr) und viel im Internet gelesen und dann einfach ausprobiert. Ich benutze es für einfach ALLES, was ich toll finde. Seien es Grundommandos (wo es, wenn es gut klappt, nach und nach abgebaut wird), Tricks, freiwilliger Blickkontakt oder andere Aktionen...

    "Zeigen und Benennen" (benutz mal die Suche!) baut auch auf dem Clicker auf und ist echt super, damit haben wir ihre Angstagression gegen Pferde sowie völlige Ausraster am Rehgehege schon deutlich verringert.

    Mitlerweile denk ich schon kaumnoch drüber nach, ich sehe dass sie etwas macht was mir gefällt und schnalze fast schon automatisch, Leckerchen hab ich eh immer in Form von Trockenfutter dabei.

    Ich will das Clickern jedenfalls nichtmehr missen, es hat uns bisher sehr geholfen! Ein Patentrezept ist es natürlich nicht, aber wenn sich Halter und Hund damit wohlfühlen finde ich es klasse!

    Also ich hoffe ja darauf, dass Shira mit ihrer Größe (65cm) nicht sofort als Opfer rausgepickt werden würde und wenn doch, dass sie sich auch wehrt - oder ihre langen Beine nutzt und wegrennt!
    Aber umgekehrt hoffe ich sehr, dass ich es so bald nicht testen muss!
    Das wäre mein absoluter Albtraum - ein großer Hund schießt um irgendeine Kurve, packt sie, verletzt sie schwer, ... Lieber nicht drann denken.

    @rotti-frauchen: Ganz ehrlich, wenn meine Madame von einem anderen Hund ERNSTHAFT angegriffen werden würde, könnte ich es ihr ja schlecht verbieten, dass sie sich wehrt und den Angreiffer evtl ebenfalls verletzt!
    Ich WILL es ihr auch nicht verbieten - lieber soll sie zurückbeissen als sich ergeben auf den Boden zu legen und sich totbeissen zu lassen. Da leg ich mich notfalls auch mit dem OA an!

    Ja Vivi, ich glaube dir, dass solche Erlebnisse prägen!

    Wir hatten ja vor Shira 2 Hunde (den einen 5 Jahre, den anderen nur 6 Monate) und die waren auch beide nicht klein und beides sehr standhafte Rüden.

    Samson (80cm SH) wurde mit ca 12 Monaten von einer Bordeauxdogge angegriffen, gottseidank konnte er sich selbst wehren und meine Mutter hat dem Rüden noch zusätzlich kräftig in die Kronjuwelen getreten. Unser Großer hatte "nur" ein paar Löcher, die kaum der Rede wert waren.

    Pinto (55cm SH) war selbst unverträglich mit den meisten Rüden, auch er hat sich kräftig gewehrt als ihn ein Schäferhund aus dem Nachbarkaff am Hinterbein gepackt hat. Auch hier nur verhältnismäßig kleine Löcher.

    Ich glaube, wenn man einen großen Hund hat, kann man noch eher drauf hoffen, dass sich selbiger zum Großteil selbst wehrt. Bei einem wirklich kleinen Hund reicht ja ein kräftiger Biss von einem Großen um enorme Schäden anzurichten, die beim großen Hund "nur Löcher" wären.

    Manchmal kann ich verstehen, wenn Kleinhundehalter ein wenig ängstlich sind...

    Die eine sieht Bardino, die andere Podenco, wieder andere garnix davon, die Leut vom TS sehen beides... :D Ach ich liebe Rasseraten, aber ich lass es jetzt einfach mal bei Bardino/Podenco/Senfhund. Charakterlich passt von beiden Rassen vieles (Dickköpfig, neugierig, sehr lauffreudig, Jagdtrieb, hinterfragend, zurückhaltend bei Fremden, sehr selbstständig,...)
    Manchmal glaube ich eher, ich habe eine große Katze hier sitzen :)