Wo warst du in der Zwischenzeit? Wenn du nach 10 Sekunden Ruhe reinkommen konntest, gehe ich mal davon aus, dass du im Hausflur o.ä. gewartet hast?! Das verfälscht das Ergebnis, da der Hund merkt, dass du in greifbarer Nähe bist. Das verwirrt sie evtl. noch mehr, weil sie das nun überhaupt nicht versteht. Für einen echten Test müsstest du das Haus verlassen und auf dem Hof o.ä. warten.
Hab mich blöd ausgedrückt: Ich kam UNTEN zur Haustür rein, als ich im HOF gehört habe, dass sie still war
Sobald sie unten die Tür hört, ist sowieso Ruhe weil sie weis, dass jemand kommt. Im hausflur war ich also nicht sondern ausserhalb des Gebäudes.
Was die Kauutensilien angeht bin ich Milos Meinung und würde sie weglassen. Ich habe weiter oben in diesem Fred auch schon zu dem Thema was geschrieben (glaube ich zumindest
)
Ich werds mal ohne probieren...
Doch, schlechter kann es immer werden ;-)
Das mit den Kommandos ist bei manchen Hunden gar nicht schlecht. Damit lernt Hundi, dass er ab jetzt chillen darf und nichts aufregendes passiert. Zudem ist das Signal ja nicht nur "ich gehe jetzt" sonder beinhaltet auch - wenn richtig aufgebaut - "ich komme auf jeden Fall wieder". Manchen Hunden hilft das.
ZB kenne ich einen Hund, der immer mit "Dackelblick" im Flur steht, wenn HH das Haus verlässt. HH ist der Meinung, dass Hundi so traurig ist, weil er nicht mitkann. Letztendlich war es einfach nur Unsicherheit des Hundes: soll ich nun mitkommen oder nicht? Nach Einführung zweier Kommandos ("du kommst mit" / "du bleibst hier") wusste der Hund immer bescheid und konnte entsprechend agieren.
"Kommst du MIT" (bzw MIT in allen Kombinationen) versteht sie übrigens auch, da springt sie sofort auf und rennt richtung Tür. Sage ich zuhause nichts, wartet sie meist im Flur ob ich gehe oder ob ich sie auffordere "mit" zu kommen. Also sollte ich für das Dableiben noch ein Kommando einführen - Sie kennt aus der Gaststätte meiner Mutter "Shira du bleibst", das sage ich, bevor ich gehe und sie bei meienr Mutter lasse. Wenn ichs sage, läuft sie mir -zumindest dort- nicht zur Tür nach sondern guggt nur, sie weis genau dass ich ohne sie gehe. Kann ich dieses Signal auch beim Alleinbleiben verwenden? Oder lieber etwas ganz Neues?
Ich habe das Gefühl, dass das alleine bleiben einfach schlecht aufgebaut ist und Hundi gestresst ist, weil sie nicht weiss, was passiert. Das erklärt auch ihr rumwuseln, das wilde spielen mit dem Spielzeug und das ablegen und einschlafen auf dem Teppich nach deiner Rückkehr.
Ich würde an deiner Stelle 10 Schritte zurückgehen und quasi von vorne anfangen. Alleine bleiben beginnt immer mit "zusammen sein", also der gemeinsame und stressfreie Aufenthalt in der Wohnung. Für viele ist es schon ein Problem, nur 1 Minute bei geschlossener Tür in einem anderen Raum zu verweilen. Da würde ich ansetzen und die schon von Milo erwähnte "Tür auf/Tür zu" Methode anwenden. Die Zeiten nach und nach steigern. Wenn sie dann 10 Minuten alleine und stressfrei in einem anderen Raum bleiben kann, während du in der Wohnung bist, beginnt das Haustüren Training in ähnlicher Form.
Shira bleibt problemlos 10-15 Minuten in meinem Zimmer wärend ich z.B. Duschen oder im anderen stockwerk am Putzen bin. Umgekehrt bleibt sie auch problemlos bis zu einer Stunde im obergeschoss (mit Tür abgetrennt) wärend ich im Untergeschoss in meinem Zimmer bin. Hausintern also garkeine Probleme. Sie liegt, wenn sie mit meiner Mutter alleine hier ist, auch oft im Wohnzimmer wärend meine Mam im Büro ist (anderes Flurende), null Problemo. Nur an der Haustür ist schluss mit Lustig.
Parallel dazu schau mal in der SuFu nach "Aufbruchsignale abtrainieren".
Zum ignorieren: beim pauschalen ignorieren lernt der Hund.... nix! Man kann es nur als Lernmethode anwenden, wenn man auf der einen Seite unerwünschtes Verhalten ignoriert und auf der anderen Seite das gewünschte Verhalten positiv bestärkt. Woran soll sich Hundi denn orientieren, wenn er 10 Minuten ignoriert wird? Das bedeutet bei dir: zeigt sie unerwünschtes Verhalten bei deiner Rückkehr, dann darfst du sie ignorieren. Wenn sie sich aber ruhig verhält, dann darfst du dich ihr zuwenden. So kann sie mit der Zeit verknüpfen: nur wenn ich mich soundso verhalte bekomme ich Aufmerksamkeit.
Auch hier blöd ausgedrückt, also nochmal das Verhalten wenn ich zurückkomme: Sie begrüßt mich meist sehr stürmisch, "jodelnd", rennt mir zwischen die beine, macht kleine Hüpfer an mir hoch - DA wird sie komplett ignoriert. Ich will sie nicht fürs hochdrehen belohnen. Verhält sie sich ruhig wird sie freundlich begrüßt, egal ob das 2 Sekunden oder 20 Minuten dauert. Es geht mir nur ums Unterbinden des extremen Aufdrehens.