Man, ich bin immer froh, dass Shira kein solcher Staubsauger ist.
Ich würde da über Meideverhalten arbeiten, eben weil es sehr gefährlich sein kann für den Hund.
Ich persönlich gebe aber zu, dass ICH mich nicht ohne Trainer an eine aversive (=negative) Methode rantrauen würde.
Also ein Kommando aufbauen, dass für ihn heißt "gleich fällt dir der Himmel auf den Kopf". Zb ein scharfes Zischen oder "TABU" oder ähnliches.
Theoretisch funktioniert der Aufbau so (soweit ich weis), dass du den Hund reizt (z.b. Futter demonstrativ in den Raum legen, ohne die Aufnahme zu verbieten), Hund geht hin und will fressen, du sagst das Kommando und wirfst den Schlüsselbund, ne Rappeldose oder sonstwas, bei sehr robusten Hunden auch über rempeln/Körpersprache, so dass er sich erschreckt. In dem Moment, wo er sich vom Objekt der Begierde abwendet, wird sofort party und super gute Laune gemacht! Das ist sehr wichtig, da man den Hund aus diesem "Gefühlstief" des Meidens sofort wieder hoch holen muss!
(Da ich diesen Wechsel von "ich bring dich um" zu "ich liebe dich!" nicht schaffe, lasse ich sowas
)
Und das dann halt immer und immer wieder gezielt in verschiedenen Situationen, bis der Hund auf das Kommando hin aktiv meidet und sofort abbricht.
EIn so aufgebautes Abbruchkommando ist, wie mir schon öfter berichtet wurde (und was auch logisch ist) meistens viel effektiver als ein positiv über Leckerchen aufgebautes Signal.
Aber, ums nochmal zu betonen: Über Meideverhalten arbeiten kann auch viele gravierende Fehlverknüpfungen geben und sollte, meiner Meinung nach, anfangs nicht ohne Trainer praktiziert werden, sofern mans überhaupt machen möchte!!!