Ich glaube, du traust unseren hündischen Hausgenossen weniger Intelligenz und Verständnis zu, als sie wirklich haben. Ich bin kein Mensch der sagt "der Hund schämt sich, er hat in die Wohnung gemacht und weis das ganz genau!" - das ist Quatsch.
Angerichtet traue jedem Hund zu, nach einer Weile scharf differenzieren zu können, WORAUF das nein sich bezieht.
Und ja...wenn du so willst, hast du vielleicht einen Funken recht. "Nein" heißt tatsächlich "lass das, was du Grade tust!" Ist also relativ unscharf umrissen. Aber Hunde sind ja nicht blöd. Tritt verhalten x in Situation y auf und folgt darauf IMMER Reaktion z meinerseits, ist diese Verknüpfung durchaus auch für einen Hund verständlich.
Bekommt sie immer den "Bösen Tonfall" wenn sie am Tisch steht, sabbert und auf mein Brot starrt, wird sie irgendwann wissen, was gemeint ist. Und weis sie auch.
Zumal eben diese von dir angesprochene Generalisierung erfolgt, wenn Situation y variabel ist, aber verhalten x immernoch mit Reaktion z meinerseits bedacht wird.
Psychologisch kann man übrigens auch ablesen, was der Lernende verknüpft hat: mein Hund zeigt weder eine Aversion gegen den Tisch noch gegen den Teppich darunter und schnüffelt an den Kerzen darauf. Vermeidet aber das schnüffeln/begaffen/sonstige beachten von Lebensmitteln, wenn sie darauf stehen.