Beiträge von Icephoenix

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    Ich habe den Thread jetzt einmal unbenannt. Weiterhin möchte ich doch drum bitten weitere Links zu extremen Bildern oder Videos nicht zu posten. Jeder kann gern nach den Stichpunkten googlen und sich selbst ein Bild machen, sollte er dieses denn wünschen. :)

    Dankeschön! :gut: so erreicht dieser Thread vielleicht mehr Leute, die sich tatsächlich für die Diskussion interessieren :)

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    Für mich geht das Thema Tierversuch noch weiter...

    Tierversuche gibt es - aus meinem laienwissen heraus - um Dinge zu erkennen und zu behandeln.

    Würde man einfach so leben wie die Tiere, würden wir halt sterben, was wir aber nicht akzeptieren können.

    Ergo bin ich dagegen.

    Wir Menschen wollen mehr, länger und besser. Damit sind wir aber auch die Einzigen. Und dies stets auf Kosten unwehrhafter Lebewesen.

    Das ist der explizite Unterschied zwischen Mensch und Tier. (Wen es interessiert: ich beziehe mich hier auf Berger und luckmann und die anthropologische Theorie) der Mensch hat keinen spezifischen Lebensraum, keine biologisch festgelegte Umwelt und schafft sich diesen durch gesellschaftliche Institutionen (ergo, auch Forschung und Fortschritt) selbst. Wir KÖNNTEN garnicht wie Tiere überleben, da uns die spezifische Umwelt fehlt und daran gekoppelt die biologisch angelegten Instinkte, um in einer starren Umwelt zu überleben. Wir MÜSSEN uns unsere Umwelt selbst schaffen, um darin leben zu können. (Der Mensch macht die Gesellschaft und die Gesellschaft macht den Menschen. Dialektik.)

    Zumal, mal ganz unwissenschaftlich: wir profitieren ALLE von dem stand der Wissenschaft! Früher ist man an einer simplen Grippe, einem Knochenbruch oder -extrem- einem abgerissenen gliedmass schlichtweg gestorben.

    Und nein, aus dem moralischen Blickpunkt mag ich tierexperimente trotzdem nicht. Bedenken sollte man sowas trotzdem.

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    Genau so ist es! Gut aufgepasst im Studium ;)

    Auch nicht immer, aber bei Themen, die mich interessieren, funktioniert mein Hirn dann doch gelegentlich :lol: und ich find's doch immer wieder sehr nett, wie man doch mit psychologischem und soziologischem wissen in Diskussionen einsteigen kann, .... Sag nochmal einer, Soziologen wären zu nix nütze :ugly:

    OT Ende!

    Wo wir bei moralisch und Wissenschaft sind, häng ich mich mal als Soziologie-Student aus dem Klugscheiss-Fenster:

    Moral ist kein starrer Zustand sondern dynamisch und verändert sich mit historischen und sozialen bedingungen.
    Explizit Durkheim unterscheidet zwischen privater/häuslicher, beruflicher und bürgerlicher Moral.
    Nur weil man etwas häuslich nicht vertretbar findet, kann es aus beruflicher/wissenschaftlicher Sicht mit spezifischen Argumenten moralisch annehmbar sein.
    Zudem ist Moral einfach etwas hochgradig individuelles, es gibt nicht "die allgemeine Moral".
    Wenn man Moral im Zusammenhang von "Ekel" und Schamgefühl sieht, ist diese auch stark abhängig von den äußeren Faktoren der zivilisierungsprozesse, die man erfahren hat.
    Viele solche "extrem-Experimente" wurden während eines zivilisatorischen Einbruchs durchgeführt (30er-50er), was die Lebens- und somit Denk- und handlungsstrukturen sehr verändert hat, weshalb sowas "damals" vertretbar (auf irgendeinem denkzweig) gewesen sein KANN für Einzelne, und heute völlig undenkbar sein.

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    Leben heißt für mich, Reaktion auf Umgebung mit Gefühlen, die in Körpersprache, Lauten und Mimik wiedergegeben werden.
    Halt die Interaktion mit der Umwelt.

    Für dich, versteh ich.
    Wobei leben und Interaktion nicht zusammenhängt. Sonst wäre jemand, der im Koma liegt, ja quasi "nicht lebendig" weil keine Interaktion stattfindet.

    Der Spaß steht uns wohl noch bevor. Wir haben 2 intakte Hündinnen und jetzt einen intakten rüden aufgenommen. Kastration steht zwar bevor, aber erst in ein paar Wochen. Und die große dürfte bald läufig werden...

    Vorteil: die große lebt sowieso nicht dauerhaft im selben Haushalt wie die Anderen beiden (Hunde meiner Mutter). Also wird's während der stehtage nicht schwierig, dauerhaft zu trennen.

    Trotzdem hab ich ein wenig schiss...

    Shira kann, wenn sie will :D :

    Pfote links (guten Tag)
    Pfote rechts (byebye)
    High Five
    Rum & Turn (um die eigene Achse drehen)
    Sei höflich (verbeugen)
    Touch (meine Hand mit der Nase berühren)
    Bring mir DAS (worauf ich zeige)
    Ohne Kommando: Slalom durch meine Beine
    Hopp (irgendwo drauf springen)
    Hase (Männchen mit Vorderpfoten auf meinem Arm)

    Momentan am üben:
    Kriechen
    Und "aufräumen" = Sachen in eine Kiste legen

    Zitat


    Ich dachte immer, Schmerzen entstehen im Kopf?!
    Dann müssten ja all die Nervenenden, die signalisieren, dass da nun massig was "fehlt" völlig Amok laufen im Hirn!? :xface:

    ...das bisschen biologisches wissen, was ich da habe, reicht mir voll und ganz für die Erkenntnis, dass ich nicht weiter drüber nachdenken möchte!!!
    Im "bestfall" (nehme ich mal an als Laie) erleidet der Körper bzw das Gehirn einen Schock und schaltet die schmerzsignale ab....hoffentlich.

    Das ist in gewisser weise ein moralisches und philosophisches Dilemma...
    Ohne solche Experimente, an Tieren sowie an Menschen, wären wir heute NIEMALS auch nur ansatzweise auf dem medizinischen und wissenschaftlichen stand, wie wir nunmal sind.
    Man denke an Erkenntnisse in der Reizweiterleitung, Funktion von verschiedenen Nervenbahnen und hirnarealen (Stichpunkt Läsionsexperimente), Zusammenspiel des Organismus, Reaktion des Körpers auf verschiedene Einwirkungen, Wirkung von Medikamenten, operationstechniken (um zu wissen, wie man einen Arm neu annäht, musste man erstmal wissen, wies NICHT geht... Hier darf jeder selbst weiterdenken...).

    Nach heutigem stand und auch einfach persönlich finde ich diese Experimente auch mehr als verwerflich, und heutige gibt es weit andere Möglichkeiten zu experimentieren (umkehrschluss: experimentieren um neue experimentmethoden zu entwickeln) - aber leider ist es so passiert und leider oder Gotteseidank haben viele (aber nicht alle) solche Experimente große Fortschritte gebracht.

    Trotzdem: nicht der Zweck heiligt die mittel!!! Dass mich hier niemand falsch versteht, ich bin nicht pro-Tierversuche!!

    Helleschatten, im Studium bekommt man nicht nur die Ergebnisse vermittelt, sondern auch wie die Zustande kamen. Man muss wissen, wie der versuchsaufbau aussah, welche Variablen und Hypothesen mitspielen...
    Wir werden in Klausuren des Öfteren gebeten, gewisse versuchsaufbauten zu beschreiben/skizzieren. Wissen, wo wissen herkommt.

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    Ich finds ehrlich gesagt pervers sich so etwas anzuschauen.

    Wenn das von 1940/50 war und so nicht mehr praktiziert wird und verboten ist, muss ich es mir nicht anschaun.
    Wem hilft das wenn ich mir solche Videos reinziehe. Das hat mit Tierschutz nichts zu tun. Ich kann auch aktiv im Tierschutz mitarbeiten ohne so etwas anzuschauen.

    Es gibt heutzutage Listen in denen die Firmen aufgeführt werden, die mit Tierversuchen arbeiten und man kann diese meiden.

    Nenn es pervers, und schön find ich das an sich auch nicht!, aber aus biologischer und psychologischer Neugier schaue ich mir solche Experimente gelegentlich doch an. Wobei dieses spezielle hier einfach extrem krass ist, zumal man als hundehalter nochmal extra-sensibel ist.
    Zumal ich Psychologie (im Nebenfach) studiere, da sieht und ließt man gezwungenermaßen sehr viel, was man nie wissen wollte...bzw wissen wollte,aber von der Methode, die zur Erkenntnis geführt hat, lieber nichts gewusst hätte :fear:

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    Es geht darum zu prüfen, ob ein abgetrennter Kopf (in diesem Fall der eines Hundes) ohne Körper quasi "überleben" kann. Dafür wurde der Kopf weiterhin mit Hilfe einer Pumpe mit Blut versorgt und es hat sich herausgestellt, dass das Tier - oder besser das, was von ihm übrig ist - weiterhin auf diverse Reize reagiert (Bewegen der Ohren bei Geräuschen, Lecken der Lippen nach Auftragen einer Flüssigkeit o.ä.). Außerdem hat man herausgefunden, dass man einen Hund an einen anderen Hund dran nähen kann und diese Frankensteinkreatur tatsächlich überlebensfähig ist.

    Das kenn ich schon, allerdings nur von Fotos und nicht von Videos.
    Hab auch von einem bewiesenen fall gehört (vom Psycho-Prof, der die Situation auflockern wollte...), dass jemand solche Reiz-Experimente mit einem abgetrennten Schlangenkopf (kobra) gemacht hat und daraufhin von dem abgetrennten kopf(!) gebissen und getötet wurde.
    Mein erster Gedanke dazu war: "geschieht dir recht." :mute: