Persönliche Erfahrungen prägen nunmal. Deswegen allerdings so zu generalisieren, dass man auf JEDER ÄHNLICHEN Situation rumhackt, ist allerdings sowohl selbstschädigend weil man sich selbst unnötig stresst als auch sehr unangenehm für die betroffene Umwelt. Persönliche Ängste können sehr tief sitzend und belastend sein (ich z.b. Habe Angst vor Schlangen, aber die trifft man eher selten auf der Straße
). Dennoch ist eine gewisse (Selbst)reflektion und Bewertung der Situation nötig, um bewusst mit Ängsten oder Abneigungen umzugehen, egal ob die "halt so sind" oder durch Erfahrung geprägt.
So, fertig mit dem psychologischen Gequatsche!
Was ich sagen will: wenn jemand schlechte Erfahrungen mit Hunden oder einer bestimmten Rasse gemacht hat, ist das traurig aber sitzt nunmal tief. Ich verstehe solche ängste. Aber sie auf ALLE Vertreter "Hund" oder "Rasse x" zu übertragen und sie alle verbieten zu wollen - nein.
Ich z.b. Wurde letztes Jahr von einem Dobermann in absoluter Verletzungsabsicht angegriffen. der Schock sitzt noch heute so tief, dass ich kupierte Dobermänner nicht in meiner Nähe haben möchte, ich bekomme Unwohlsein und Schweißausbrüche sobald ein Hund mit Dieser Optik mit der Nase an mich geht. Ich mag die Rasse trotzdem bzw schaue hier gerne Fotos der Rasse und gönne jedem Halter seinen tollen Hund! Ich renne auch nicht schreiend Weg oder beschimpfe Halter solcher Hunde. Ist ja mein persönliches Problem und nicht das der Umwelt! Hätten wir einen kupierten Dobermann in der Straße oder regelmäßig auf dem gassigang, müsste ich eben damit Leben. Verbieten würde ich die Hunde deswegen doch nicht!!
Zum Argument, Kinder zu schützen: meine große Hündin ist definitiv KEIN Listenhund oder -Mix und trotzdem mag sie keine Kinder. Einfach, weil sie schlechte Erfahrungen gemacht hat (so wie manche Menschen eben auch mit Hunden
). Auch hat sie Probleme mit den meisten anderen Hündinnen. Trotzdem muss doch nicht wegen EINEM Exemplar mit persönlichen Problemen nicht gleich jeder "gestromte Mischling" auf eine Liste zur Einschränkung der Haltung!
Ich persönlich kenne nur unfassbar liebe Vertreter der Listenrassen: alle Rottweiler die ich kenne sind riesige Kuschelbabys, alle Staffs waren optisch beeindruckend aber Lämmchen, und auch alle Mischlinge aus den Rassen die ich getroffen habe waren nicht auffällig.
Leinenpöbler, Artgenossen-Probleme oder Angst vor Kindern - all diese Probleme habe ich schon tausend mal bei ganz normalen Rassen beobachtet. Schäferhunde, Dackel, Labradore... Hunde sind nunmal auch Individuen!
Wenn es da nach ginge, müssten ja ALLE Hunde verboten werden. Ich persönlich bin ja dafür, dass ein Hundeführerschein eingeführt wird und jeder HH mal getestet wird, ob er seinen Hund angemessen erzogen und unter Kontrolle hat. Dann ist's sowieso egal, ob das ein Dackel oder Staff ist!
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