Beiträge von Icephoenix

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    Hoch- und Runterfahren sind hier die meist benutzten Worte im Forum.
    Ihr verwechselt da irgendetwas. Einen Computer fährt man hoch und runter.


    Komisch, meine Hunde mussten keine "Ruhe lernen". Trotzdem können sie sich benehmen, wenn wir woanders sind. Wenn ich mich zum Arbeiten an meinen Schreibtisch setze, legen sie sich bald von alleine auf ihre Plätze.

    Habe ich Wunderhunde, weil sie sich hinlegen, ohne dass ich sie "runtergefahren" habe???

    Es geht hier nicht um Hoch- und Runterfahren mit Schalter, man braucht nicht gleich so sarkastisch zu werden.

    Ich denke, was Falbala meint: Ein Hund muss lernen, Situationen einzuschätzen und von selbst zu wissen, wann welches Verhalten erwünscht bzw. angebracht ist. Wann übermäßige Aufmerksamkeit und Konzentration abgeschaltet (ja, klingt schon wieder technisch) werden kann und wann eben Action angesagt ist.
    Ich glaube, das raffen viele Hunde von selbst. Aber ich kenne auch Hunde, die z.b. in der Wohnung riesen Halligalli-Party starten, was ich nicht haben wollen würde...und meine Nachbarn auch nicht...und die Möbel auch nicht :headbash:

    EDIT: Oh, zu spät. Sorry Falbala falls ich dir da reinquatsche ;)

    ...aber vielleicht haben mehr (junge/Erst-)Hundehalter heutzutage das Problem, dass sie den Hund erstmal überfordern und gar nicht sehen, was für Probleme das bringen kann? Dann ist der allgemeine Rat, dass der Hund auch zur Ruhe kommen muss, doch nur ein hilfreicher und nicht zu vernachlässigender HINWEIS an die vielleicht etwas übermotivierten Leute?

    Und Ruhe halten/kennen/notfalls lernen finde ich ausgerechnet heutzutage, mit den vielen angesprochenen Reizüberflutungen und Überforderungen im Alltag, mit denen ein junger Hund eben meist zurecht kommen muss, schon recht wichtig.

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    Viele Hundehalter haben den Hund als sozialen Lückenfüller, weil sie keine Kinder, keinen Partner oder keine Freunde haben. Dann steht der Hund im Mittelpunkt, wird den ganzen Tag bespaßt und ja - solchen Haltern muss man nahe legen den Hunden Ruhe "beizubringen" (man könnte auch "zu gönnen" sagen).

    Naja, ich hab keine Kinder aber Partner und Familie und wir haben trotzdem 3 Hunde in der engeren Verwandtschaft.

    Und ich denke es gibt nen Unterschied zwischen Hunden die keine Ruhe halten KÖNNEN, auch wenn man ihnen die Möglichkeiten dazu gibt! Und Hunden, die man keine Ruhe halten LÄSST, weil man ihnen garkeine Möglichkeit zum runterfahren anbietet. Bzw umgekehrt, zu viel Dauerbelustigung anbietet, als dass sich Ruhe realisieren lassen würde.

    In beiden Fällen hat der Hund keine Ruhe, nur im einen Fall von sich selbst aus und im anderen Fall von Aussen bedingt.

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    Ob es so erstrebenswert ist, wie sich unsere Gesellschaft einwickelt hat :???:

    Wäre es nicht mal Zeit umzudenken - warum müssen sich Mensch und Tier an eine mittlerweile völlig unnatürliche Lebensweise anpassen?

    Für mich wird andersrum ein Schuh draus - wie könnte man die Gesellschaft wieder dahin verändern, dass das Leben wieder in vielen Bereichen lebenswerter wird - ohne das man sich zu sehr verbiegen muss ;)

    Bin einfach immer wieder erstaund, wie sehr der Istzustand als etwas völlig alternativloses empfunden wird :/

    Ich würde NIE behaupten, dass das alternativ los ist. Das war eine reine Darstellung der momentanen Situation. Schön, erstrebenswert und vor allem Ideal ist sicherlich was ganz anderes.
    Sonst wären mehr Menschen in unserer Gesellschaft vom Grundgefühl her glücklicher (statistische Umfragen und blabla...)

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    Negative Verstärkung - Wegnahme von etwas Unangenehmen. Du fügst in deinem Szenario also die Wegnahme von etwas Unangenehmen zu = Aversivreiz. So hast du es ausgedrückt und das ist nun einmal nicht richtig. Ein unangenhmer Reiz ist nicht die Wegnahme von etwas Unangenehmen.

    Habs doch schon korrigiert ;) War ein reiner Denk- bzw. Flüchtigkeitsfehler, da ich nebenbei noch andere Dinge zutun hab...

    Also nochmal für verpennte: Hund macht x -> Folge y ist unangenehm. Durch vermeiden von Verhalten x wird auch die unangenehme Folge vermieden -> Bestrafung Typ 1 (Verhalten wird seltener gezeigt, um den negativen Verstärker los zu werden).
    Steht so in meinen Unterlagen -und auch in Wikipedia, wobei ich dem ding eh nicht traue. Wenn das so nicht stimmt, lass ich mich gerne korrigieren

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    Bei diesem Vergleich mit dem Menschen darf aber die Box oder das Anbinden nicht ins Gespräch kommen :lol: Letzteres ist Freiheitsberaubung und die "Box" (bei Menschen Zelle genannt) ist Höchststrafe.

    DAS ist natürlich wieder ein Fall von "Anpassung der Methoden an den Fall / das Individuum". Ist ja nicht gesagt, dass man Ruhe nur und ausschließlich NUR durch Anbinden, Box o.Ä. erreichen kann.

    ...wobei... ich hatte als Kind auch mal Zimmer-Arrest wenn ich zu nervig war..! :headbash: :roll:

    Mal im Ernst: Bei der Box spricht man ja auch normalerweise nicht von jahrelanger Einkerkerung sondern von situationsbedingter, kurzzeitiger Einschränkung.

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    Ähm, das ist dann eben keine negative Verstärkung...ich dachte du hast das so ausführlich in der Uni behandelt? :???:


    Habt ihr das so vermittelt bekommen? :verzweifelt:

    Nein haben wir nicht, die Userin ist nur völlig durcheinander gekommen und hat quark geschrieben ;) Danke für den Hinweis. Kommt davon wenn man nebenbei noch abgelenkt ist...
    Das ist natürlich NICHT negative Verstärkung sondern Bestrafung, also Unterlassen von Verhalten durch hinzufügen eines negativen Reizes/Verstärkers. :xface: