Guten Morgen nextdog,
Ich kann da nur aus eigener Erfahrung berichten, da ich selbst ADHS-"Kind" bin. Deine Beobachtung ist natürlich richtig: je ruhiger und souveräner die Umgebung bzw Bezugsperson ist, desto mehr "strahlt" das aus und wirkt auch beruhigend auf die Kinder.
Bei Hunden ist die Frage, ob es sich wirklich um das "Krankheitsbild ADHS" inkl, der Auslöser für diese Störung handelt. Ich glaube eher nicht, genauso wie auch ein grundlegend "gesundes" Kind überdreht werden kann, wenn es falsch erzogen wird - dadurch ist es dann hibbelig aber noch lange nicht ADHS-Patient 
Ich habe selbst einen grundlegend eher aktiven/reaktiven und zur Hysterie und Hibbeligkeit neigenden Hund. Im Laufe der über 3 Jahre mit ihr musste ich mich selbst stark verändern und viel innere Ruhe und Gelassenheit lernen, da sie sonst auf meine eigene Hibbeligkeit nurnoch stärker reagiert hat. Mein Freund beispielsweise ist vom Grundcharakter sowieso sehr entspannt und strahlt viel Ruhe und Souveränität aus, sowohl für Menschen (typische Führungsperson) als auch für Tiere. Er kann sehr gut mit der Hündin umgehen und musste das nicht erst lernen, so dass sie toll auf ihn reagiert obwohl er wenig Ahnung von Hunden hat. Was ich lernen musste macht er durch Ausstrahlung und Bauchgefühl.
Also kurzum: die Parallele, die ich sehe bezieht sich weniger auf das wirkliche Krankheitsbild sondern eher generell auf die positive Wirkung einer eigenen inneren Ruhe und Souveränität im Umgang sowohl mit Kindern als auch mit Hunden, die diesen Einfluss positiv aufnehmen. Und bei beiden Parteien, Hund und Kind, denke ich, dass sich solche Hyperaktivität und Unaufmerksamkeit mit dem richtigen Einfluss und mit dem Alter auch legt. Ich bin auch irgendwann ruhiger geworden und studiere mittlerweile, meine Hündin war früher kaum zu bändigen und ist heute, mit gut 3 1/2, merklich entspannter und konzentrierter geworden.
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