Beiträge von Icephoenix

    Zitat

    Hündinnen haben keine Menopause, die werden bis zum Schluss läufig.

    Dankeschön!... aber warum eigentlich? In der Zucht werden doch zu alte Hündinnen auch aussortiert, weil die Risiken dann ziemlich zunehmen (so wie ich das im Kopf hab)...? Eigentlich ist das doch biologisch ziemlich unsinnig, noch uralten Hunden die Chance zu geben, auch wenn die Risiken hoch sind? ... Philosophisch-Biologische Gedanken :D

    Das soll jetzt nicht böse klingen, aber ich bin echt gespannt, wie sich die komplett Verträglichen und sozial freundlichen Junghunde hier noch entwickeln :)

    Shira war so bis sie 1-1,5 jahre alt war, auch mit allem und jedem verträglich, fand alle Hunde toll und war echt problemlos.
    Jetzt ist sie 3,5 Jahre alt und es hat sich in der Zeit stark anders entwickelt. Mittlerweile ist sie zickig bei Hündinnen, Kontrolliert andere Hunde (Nervthema und riesen Baustelle!!) und ist zwar zugleich souveräner und ruhiger (nichtmehr völlig hirnlos) bei anderen Hunden aber eben auch "selektiver", wen sie mag und wer garnicht geht...
    Dabei hab ich mir damit echt Mühe gegeben, dass sie viele andere Hunde kennen lernt und auch anständiges Verhalten lernt. Mit dem Erwachsenwerden kams dann doch anders...

    Also ICH zumindest handhabe solche Phasen so, dass ich erstmal MICH soweit wie möglich runterbringe und wieder Spaß an der Sache finde. Wie gesagt, bei der Unsicherheit z.b. mit Maulkorb Gassi gehen, dadurch werde ich deutlich ruhiger, weil nix passieren KANN, selbst wenn sie WOLLEN würde.
    Ausserdem meide ich erstmal ein paar Tage so blöde situationen, soweit es geht, und mache mit ihr Sachen, die gut funktionieren und uns Spaß machen.
    Mir zumindest hilft das, erstmal den "Schreck" zu verdauen, den Köter doch wieder lieb zu haben ( ;) ) und mich geistig ein bisschen vorzubereiten und mir einen Plan zurecht zu legen.

    Ich bin leider nicht mit dem hochgelobten "perfekten Bauchgefühl" ausgestattet und arbeite fast mehr an mir als am Hund.

    Das klingt doch super, Srinele!
    So ähnlich gehts mir mit Shira. Wir wollten einen freundlichen, "leichtführigen" Familienhund, der auf Arbeit und im Alltag einfach dabei ist.
    Bekommen haben wir dann einen nervösen, unsicheren, dickköpfigen Hund mit gut Jagdtrieb, Kontrollwahn und unsicherer Abneigung gegen Fremde. Also...genau das Gegenteil :hust:
    Ich liebe sie trotzdem und habe mich mit vielem abgefunden und mich mit einigem sogar angefreundet, obwohl ich sie das erste Jahr über regelmäßig am liebsten zurückgegeben hätte ... :muede:

    Ich kenne nur "Jeder bekommt den Hund, den er VERDIENT" - da frag ich mich, was ich im vorherigen Leben angestellt habe :lachtot:

    Unsere letzte "schlimme" Phase war so mit 1,5-2 Jahren (irgendwo in dem Zeitraum...) und jetzt WIEDER mit 3,5 Jahren plötzlich nach der Kastration :-/ Also auch Schübeweise.

    Ich kenne das nur von mir, dass das dann so schlagartig kommt, wenn man grade dachte, alles ist gut - dass man das Vertrauen in den Hund teilweise verliert und selbst in unsicheres oder ängstliches Verhalten abrutscht.
    Muss ja nicht bei jedem so sein, war nur meine Vermutung, dass es bei dir vllt. auch so ist ;)

    Shira wurde ursprünglich "angeschafft", um Abends mit meiner Mam ins Lokal zu gehen (eigener Laden) und da Kneipenhund zu sein (so wie andere Hunde Bürohunde sind...). Ist jetzt doch anders gekommen, sowohl im Geschäft hat sichs vom Ablaufher nicht so hundefreundlich entwickelt als auch durch ihren Charakter, der kaum noch erlaubt, sie mit zu nehmen, da sie fremde Menschen trotz häufigem Kontakt doch ziemlich kacke findet...
    Aus der Traum vom "Kneipenhund" - damit müssen wir uns halt nun um-organisieren.

    Da sieht man auch mal wieder: Man kann sozialisieren wie man will, manche Charakterzüge entwickeln sich trotzdem dagegen. Vor einem Jahr war Shira noch 3-4x pro Woche den ganzen Abend problemlos mit im Laden, jetzt wird sie grade richtig erwachsen und das klappt nichtmehr.

    Ich schließe mich den Vorrednern an: Sucht euch eine neue Wohnung!
    "Nur" wegen dem Hund, der noch garnicht da ist, Stress mit den Vermietern anzufangen und das durch die Anschaffung mit dem Teufelchen im Ohr noch schlimmer zu machen, halte ich für keine gute Idee. Zumal ein Vermieter immer irgendeinen Grund finden kann, um euch schnellstmöglich los zu werden (Eigenbedarf ist da ein sehr beliebtes Argument) und mit Hund eine Wohnung finden ist wirklich anstrengend!

    Also: Wenns euch so ernst ist mit dem Hund, geht auf Wohnungssuche und sagt gleich dazu, dass ihr euch gerne einen KLEINEN Hund anschaffen möchtet. Das minimiert die Auswahl an Wohnungen oft auf ca 10% und weniger, aber dann ist man auf der Sicheren Seite und spart sich Unmengen an Nerven, Zeit und Geld (wenns zum Mietstreit kommt).

    Einklagen kann man natürlich, aber ob das so eine gute Idee ist, in einer Wohnung zu leben bei der man richtig Ärger mit den Vermietern hat(te), wage ich zu bezweifeln. Ich würde es mir jedenfalls nicht antun, immer auf Krawall zu sein und auf unsicherem Posten.

    Wir haben uns jetzt explizit eine Wohnung gesucht, in der die Hundehaltung erlaubt ist, wo die Vermieter den Hund kennen gelernt haben und sogar auf freundliche Nachfrage hin in den Mietvertrag aufgenommen haben, dass die Haltung des Hundes explizit erlaubt ist.

    Ich finde dieses dauernde AB-Spritzen nicht sehr zielführend, wenn man garnicht weis, WOGEGEN! Für mich klingt das ehrlich gesagt nach "Weis nicht was das ist, aber irgendwas muss man ja machen." (Vom Tierarzt)

    Ich würde auch mal ne zweite Meinung einholen und vllt. mal auf ein Röntgen der Lunge bestehen!

    Ich hab auch so meine Probleme, dass sich meine Stimmung 1:1 auf meine Hündin überträgt. Und ich bin ein eher hibbeliger und ängstlicher Mensch.

    Was mir sehr geholfen hat, als die Unsicherheit bei Shira zwischenzeitlich ganz schlimm war: Maulkorb!!!
    Sie hat das Ding erstmal ein paar Tage bei JEDEM Spaziergang getragen, ihr macht das nichts aus und ich war innerlich vieeeeel ruhiger weil ich wusste, dass garnix passieren kann. So hab ich mich selbst erstmal runter gebracht um dann auf einem entspannteren Level mit dem Training (Markern) anzufangen.

    Ich sehe das mittlerweile als Spiel und nicht als blöde Situation. Wir spielen "zeig mir den Menschen!".
    Der Stimmungsumschwung hat wirklich schon viel gebracht! Sobald ich nen blöden Tag habe und selbst neben der Kappe bin, merke ich das sofort an meiner Hündin. Wir sind ja auch nur Menschen, gell :)