Unser erster Hund (eingezogen vor 16 Jahren) bekam, wie damals wohl aufgrund mangelnder Information, Pedigree und zwischendurch Discounterfutter. Das Ergebnis war relativ erschreckend (wobei ja niemand sagen kann, was vom Futter und was genetisch bedingt ist): Er hatte mit 4 Jahren trotz gedrosselter Futtermengen 10kg Übergewicht, furchtbares Fell und starke HD und andere Knochenprobleme. Der Ex-Mann meiner Mutter nahm ihn letztlich beim Auszug mit und beschäftigte sich stark mit Ernährung, eben aufgrund der Erkrankungen, und entwickelte letztlich eigenes Frisch- und Dosenfutter nach seinen Vorstellungen, zusammen mit Tierärzten. Wenn ich mich recht erinnere waren das 60-70% FLEISCH und Innereien, dazu Kohlehydrate (Kartoffeln, Nudeln) und Gemüse (Möhren etc.). Damit wurde Samson zwar nichtmehr komplett gesund, aber lebte noch deutlich länger als von den Ärzten gedacht. Wie gesagt, feste Zusammenhänge kann man nur vermuten, aber ich finde sie sehr naheliegend und habe den Hund ja auch über Jahre begleitet und die Veränderungen gesehen.
Vor allem erinnere ich mich an die Optik des selbst hergestellten Dosenfutters - das sah so toll aus, das hätte ich mir auch aufs Brot geschmiert
Leider war das Futter im kleinen Stil hergestellt zu teuer, um es richtig an den Markt zu bringen... Schade, wie ich finde! Nach 5 Jahren wurde das "Projekt" eingestellt...
Wir sind bei unserer jetzigen Hündin eindeutig Allesfütterer. Ich bin sicher kein Futter-Guru, es reicht jedenfalls um nach der Zusammensetzung des Futters etwa auf die Qualität schließen zu können. Wir füttern ca 60-70% hochwertiges (für meine Ansprüche!) Trockenfutter bzw. Halbfeuchtes und der Rest setzt sich aus Frischem und auch aus den bösen Küchen- und Tischabfällen zusammen. Einen Futterplan o.Ä., wie beim Barfen, haben wir nicht; es kommt in den Napf, was grade da ist und vertragen wird. Dazu recht regelmäßig frische Rinderknochen mit Fleisch und Knochenmark, frisches Geflügel inkl. Knochen und Innereien, Hüttenkäse, Joghurt und Eier (roh und gekocht).
Und ja, bei uns wandert wie gesagt auch viel "Menschenessen" in den Hundenapf. Ich koche viel Frisch, wenig gewürzt und habe kein schlechtes Gefühl dabei, die Reste in angemessenen Mengen nicht in den Müll sondern in den Napf zu werfen.
Madame ist schlank, aktiv, fit, hat top Zähne und Fell. Unsere Tierärztin, der ich absolut vertraue und die Shira von Welpe an kennt, bestätigt uns regelmäßig, dass sie absolut gesund ist und lobt unsere Art der Fütterung.
Nachtrag: Wir haben anfangs nur Trockenfutter gefüttert, also kaum Abwechslung. Unsere Hündin hatte als Junghund dann oft sofort Magenprobleme, wenns mal was Anderes gab. Seit wir Kreuz und Quer abwechslungsreich füttern, verträgt sie auch viel mehr und hat deutlich weniger Probleme mit Durchfall oder Magenschmerzen.