Zitat
Das Problem hatten wir auch, dass Nelly immer dachte "Was die gehen? Juhu ich komm mit!" Wir haben dann einfach zwei Kommandos eingeführt. Wenn ich alleine gehe und sie nicht mit soll, rufe ich laut "Tschüss" und wenn sie mit soll sag ich "gehen wir raus?". Meine Hündin hat das relativ schnell verstanden, wann sie mit darf und wann nicht. So hab ich keinen Hund mehr, der erwartungsvoll neben mir steht. 
Ich habe Shira das gehibbel und die Aufregung, wenn ich mich fertig mache, auch abtrainiert. In der alten Wohnung ging das gut, weil der Kennel in Sichtweite zum Flur war und ich habe sie gefühlte zehntausendmal (mindestens
) in den Kennel geschickt, wenn sie angelatscht kam und anfing aufgeregt zu werden, wenn ich Schuhe angezogen hab oder die Schlüssel genommen. Und - ja, wieder die schönen Rituale. "Decke" und Kong = alleinbleiben, "komm mit" und Halsband = mitkommen.
In der neuen Wohnung haben wir das nicht so streng übernommen, da es auch nicht mehr nötig ist. Wo Shira früher schon fiepend an der Tür stand sobald ich mich angezogen hab, bleibt sie heute irgendwo in Sichtweite liegen und wartet, bis ich sie zu mir rufe.
Ich mag Gequängel und Aufregung an der Tür einfach nicht und ich denke, diese Aufregung raus zu nehmen, ist auch ein guter Baustein fürs Alleinbleiben.
Jacke: ich hab schon drauf gewartet, wann du dich bei den Lonely Barkers auftauchst
nach unserem Schreiben im "Tipps fürs Alleinbleiben" und irgendwo hatte ich was von Job gelesen und dass du das Alleinbleiben übst
schön, dass mein Tipp mit den Ritualen und dem Gästezimmer bei euch so gut funktioniert.
Diese Unberechenbarkeit kenne ich von Shira, aber in vielen Situationen - es sind oft nur Kleinigkeiten! Weshalb ich auch fürs Alleinbleiben streng Tagebuch führe und mir genau aufschreibe, was wir vorher gemacht haben und ob irgendwas anders war. Dadurch habe ich z.b. Rausgefunden dass sie unruhiger ist wenn sie beim sonst ruhigen Früh-Spaziergang Hundekumpels trifft und toben darf. Da braucht sie statt15 Minuten eher 20-30 zum runterkommen. Ebenso ist sie unruhiger wenn mein Freund zuhause ist oder wenn er NACH mir aus dem Haus geht. Alles so Sachen auf die man vielleicht gar nicht achtet, aber für den Hund einen Unterschied im Ablauf und im Erregungslevel machen.
Hausflur-Hocken hatten wir in der alten Wohnung auch (1. OG in nem 8-Parteien-Haus).
Jetzt haben wir das nicht mehr (EG-Wohnung in nem 2 Familien Haus). Seitdem gehen wir auch viel eher und selbstverständlicher GANZ raus, weil wir halt die Lauferei (+die damit verbundene Zeit) nicht einplanen müssen - 2 Meter aus der Wohnung raus und wir sind "Weg" und haben da auch noch WLAN und sind in 10 Sekunden notfalls wieder drin. Viel angenehmer!
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