Ich kann auch Najiras Beitrag voll und ganz zustimmen.
Shira war etliche Monate an die Schleppleine gefesselt - das war für uns beide wirklich schlimm. Mit einem sehr lauffreudigen Hund, der erst richtig glücklich ist, wenn er mal Sprinten, Rumrollen und Zickzack Hackenschlagen kann - und ich Frauchen, dass zugegeben kein Wunder an Koordination darstellt,...
Ich habe wirklich gemerkt, dass der Leinenknast enormes Frustpotential hatte, für Shira noch mehr als für mich. Leider war es notwendig, weil es mir sehr wichtig war, dass sie irgendwann auch frei laufen darf, ohne sich selbst oder andere zu gefährden oder mich nervlich in den Ruin zu treiben ![]()
Mittlerweile läuft sie zu 80% frei, der Rest ist vorsichtshalber 8m-Flexileine in unbekanntem/unübersichtlichem/wildreichem Gebiet. Aber hier im täglichen Gassigebiet läuft sie Minimum einmal täglich eine halbe Stunde frei. Ihr selbstverständlicher Radius zum flitzen und schnüffeln würde wohl so manchem hier nen Herzkasper verpassen, aber der Versuch, sie (über Schleppleine und Rückruf) "enger" ran zu holen, führte wirklich nur zu Frust. Und solang sie hört bin ich entspannt :)
Das Kontrastprogramm dazu haben wir auch hier: Leoni. Die ist einfach so ein Typ Hund der sich nie weiter als 5m entfernt, nebenher trabt und wahrscheinlich gedanklich noch pfeift. Ihr wäre es wahrscheinlich egal ob sie dauerhaft an der Leine ist - aber allein weil sie es KANN läuft sie zu 99% frei. Aber es würde ihr halt weniger ausmachen als der Großen.
Kurz: ich halte Freilauf für absolut essentiell für (viele) Hunde um ihren eigenen Bedürfnissen und ihrem eigenen Tempo auch nachzugehen, wo/wann es eben möglich ist.
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