Beiträge von Icephoenix

    Also laut unserer Trainerin und einigen Büchern geht es wohl so ab 45-60 Minuten in größeren Schritten - die 30-Minuten-Grenze ist wohl das Härteste, woran man am allerlängsten knabbert. Soweit ich das verstanden habe verlieren Hunde wohl so ab ner Stunde das Zeitgefühl und unterscheiden nichtmehr so zwischen 5 und 15 Minuten Steigerung.

    Ich persönlich werde es, wenn möglich, so machen (FALLS wir jemals bei 4 Stunden und mehr ankommen), dass wir die langen Zeiten schon so 2-3x die Woche machen (dank Uni ja sowieso quasi automatisch machbar) und an den anderen Tagen zumindest kürzere Einheiten absichtlich einbauen, damit es täglich bleibt. Also auch an freien Tagen zumindest mal ne Stunde machen.

    Und sagt mal...wir sind ja hier "halbwegs unter uns" und ich frag nuuuuur aus Neugier und ohne Hintergedanken: Würdet ihr in dem Stadium, dass eure Hunde noch nicht allein bleiben können, einen Welpen oder Junghund dazu nehmen? Ich meine, ein "Baby" muss es ja sowieso nochmal von vorne lernen, oder? :lepra:

    Shira ist da ne wahre Meisterin drin.

    Die aktuellste Verknüpfung: Zum Alleinbleiben und NUR DAFÜR gibt es hier nen Kong mit bösem billigem Nassfutter. Ihr absolutes Highlight. Den bekommt sie aber NUR im Büro NUR in ihrem Kennel. Mittlerweile steht sie nicht mehr in der Küche, wenn ich den Kong fülle, sondern geht schnurstracks quer durch die Bude ins Büro und legt sich schonmal gemütlich im Kennel zurecht.

    Auch sehr nett: Sie weis, dass sie Besuch nicht allzu stürmisch begrüßen darf, hochspringen wird mit der Todesstrafe belegt, lautes Rumbellen ebenso. Nur hat sie irgendwann mitbekommen, dass mein Freund das total cool findet wenn sie ihn so mega drollig begrüßt, sich fast überschlägt vor Freude und dabei Jodelt...und dass sie schneller an der Tür ist als ich. Also "darf" sie jetzt 1x am Tag so richtig ausflippen und tut das auch jeden Abend - und ist total beleidigt, wenn wir mal zusammen heimkommen und das ausfallen muss.
    Schon ein lustiger Anblick, wie hier Mann und Hund abends gegenseitig anquietschend durch die Bude fallen :D

    Mir fallen bestimmt noch mehr Sachen ein!

    Shira will und darf in (fast) alles, was Wasser ist. Außer jetzt die richtig stinkenden, dunkelbraunen Brackwassertümpel im Moor. Wir laufen täglich am Bach vorbei, teilweise 2-3x am Tag, und sie darf darin baden, planschen...Schwimmen mag sie nicht. Und natürlich säuft sie dabei auch.

    Bisher hatten wir nie irgendwelche Krankheiten oder Probleme - bis auf den Dreck in der Bude, wenn der pudelnasse Köter sich danach noch so wohlig im Sand wälzt ;)

    Sorry :ops: ich hab mich auch ein bisschen im Thread geirrt und war der festen überzeugung, hier wäre die Rasse-Frage für den jungen Mann(?) der nen Hund fürs Freerunning sucht :ops: deswegen der Kommentar mit "nur RUMRENNEN"... Schuldigung!

    Wobei man halt auch schauen muss - also ich hab keine Ahnung von "Arbeiten mit dem Hund" aber ich denke dass es auch ein riesen unterschied ist ob man Obedience/Schutzdienst machen will oder Dummyarbeit. Sind ja dann doch ganz verschiedene Arten von Arbeit.

    Jacke, SUPER! :gut: Wie schnell es bei euch voran geht, seit ihr euer "Alleinbleibzimmer" habt! Da war mein Tipp wohl goldrichtig!

    Bei uns geht es auch wieder gut aufwärts. Wir üben im Moment vermehrt erstmal das Entspannt im Zimmer sein - und haben das "Ganz weggehen" enorm zurückgeschraubt. Heute früh 40 Minuten (davon 10 Minuten raus), vorhin nochmal 50 Minuten (gar nicht raus, weil ich die Bude putzen musste :muede: ) - beide Male kein Pieps, ruhig im Kennel gelegen, Kopf meistens auf die Pfoten gelegt. Beim zweiten mal ist sie irgendwann auf ihre Kuscheldecke gewandert und hat sich da wieder abgelegt und wirkte entspannt.

    Die Rituale hat sie auch SUPER verstanden! Sie latscht auch schon wedelnd in ihren Kennel, wenn ich den Kong fülle :) Sie weis also GANZ GENAU was jetzt kommt - und DAS war ja das Ziel! Dass es für sie absehbar wird, wann sie allein bleiben muss.

    Shira kann sich ja auch selbst Türen öffnen - das haben wir hier ganz schlicht unterbunden indem wir so nen Jackenhalter in die Tür gehängt haben und da jetzt, direkt über der Klinke, unsere beiden dicken Bademäntel hängen. Sie sieht die Klinke nichtmehr und selbst wenn sie wollte, käme sie da durch kiloweise Stoff einfach nicht dran. Jetzt versucht sies garnicht mehr.

    Hallo Nicole,

    das klingt ja garnicht schön!
    Angst zu ignorieren ist leider immernoch Gang und Gäbe, aber meiner Meinung nach völlig falsch! Würde sich bei dir Angst verbessern, wenn dir niemand den Rücken stärkt und dir dabei hilft? Ich glaube nicht :)
    Schau mal hier ist ein guter Artikel zu Angst und Trösten: http://cavecani.de/wissenswertes/…-ammenmaerchen/

    Geh doch MIT deinem Hund zu den gruseligen Gegenständen, bestärke ihn, neugierig zu sein und in kleinen Schritten darauf zuzugehen; mache es ihm mit tollen Leckerchen schmackhaft; lobe ihn, wenn er sich mal traut, und sei es nur ein winziger Schritt! Zeig ihm, dass da nichts schlimmes ist, dass DU mit ihm zusammen da hin gehst und er sich an dich wenden kann, wenn er Angst hat. Sozialer Support und Unterstützung!

    Vielleicht hilft dir (und ihm!) das ja schon?

    Zitat


    Hier wird es immer Tierschutzhunde geben, ich habe da wirklich gute Erfahrungen gemacht und ich kann mit frisch geschlüpften Welpen auf Dauer wenig anfangen. Kommen, knuddeln, heimgehen, gern. Aber haben? Nee, muss nicht sein. ;)

    GENAU das sagt meine Mutter immer über (Enkel-)Kinder: Sitten, beduddeln, knuddeln, ... JA GERN! Aber bloß keine eigenen Kleinkinder mehr :headbash:

    Zitat

    Ich hätte auch an nen Retriever aus Arbeitslinie gedacht. Die sind arbeitsfreudig, aber auch sehr nervenstark bei guter Zucht. Durfte letztens erst wieder zwei Goldis aus AL live erleben. Ein Traum.

    Wobei man da wohl schauen muss. Die Mutter eines guten Freundes züchtet Nova Scotia Duck Tolling Retriever (wirklich für die Jagd!) und der meinte zu mir, das wäre ganz tolle Hunde - ABER ohne RICHTIGE jagdliche Auslastung oder zumindest RICHTIGE Dummyarbeit sehr regelmäßig wären die absolut nicht ausgelastet und zufrieden.
    "Nur" rumrennen reicht da wohl nicht.

    Bei manchen Hundehaltern finde ich gut, dass sie anleinen, wenn ich es auch tue, und ruhig vorbeilaufen - statt den Hund in ins reinblasen zu lassen oder im Vorbeigehen dann noch "hallo zu sagen" :) anscheinend verbreitet sich das endlich immer mehr, dass nicht hallo gesagt wird und angeleinte Hunde in Ruhe gelassen werden! :gott:


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