An unseren ersten Hund (bei Einzug war ich 5 jahre Jung) erinnere ich mich nur als super lieb, super erzogen, überall dabei, nie problematisch... Erst nachdem ich dann meine eigene Hündin bekommen habe, hat meine Mutter mir da ein bisschen "Hintergrundwissen" mitgeteilt 
In der Theorie habe ichs mir wirklich leichter vorgestellt. Vor allem Leinenführigkeit und Alleinbleiben - ich dachte immer, "das klappt halt einfach" - was da für eine unglaubliche und konsequente ARBEIT hinter stehen kann, war mir erst bewusst, als ich diese Probleme live "an der Backe" hatte 
Vor allem das Alleinbleiben... unser erster Hund blieb direkt problemlos allein, unser Pflegehund zwischendurch auch, alle Hunde im Freundes- und Bekanntenkreis ebenso - das war nie ein Thema sondern selbstverständlich. Theorie: Kein Problem! Praxis: WENN es NICHT klappt, isses katastrophal, deprimierend, langwierig, ätzend.
Auch einige von Ellen genannte Punkte kamen mir in der Theorie einfacher vor:
- Fremde Leute -> ich kannte keinen ängstlichen oder wirklich "unfreundlichen" Hund, bis ich einen hatte, ebenso kannte ich keinen Hund der explizit keine KINDER mag ...tja, meine eigene dann!
- Verträglichkeit mit Artgenossen -> ja gut, unser Großer mochte nicht jeden, aber wie fein manche Hunde da unterscheiden und wie schnell es knallen kann, hab ich dann auch erst live gesehen
Ich gebe aber auch zu, dass mein Blick da damals noch sehr naiv war, mittlerweile bin ich natürlich viel viel schlauer, bedenke viele Dinge anders (Trainingsansätze und gezieltes Trainieren) - und ich habe früher auch nicht soooo sehr auf die Rassen geschaut. Klar, Jagdhund, Hütehund, ...Aber wie enorm die Unterschiede zwischen den Rassen sind und was für Möglichkeiten (und Probleme) einem da offen stehen - das habe ich erst im Laufe der letzten Jahre, indem ich mich intensiv damit beschäftigt habe, richtig verstanden.