Favole, bei dir liegt das Problem ja schon bei der Haustür. Das solltest du abbauen. Ich hab das so gemacht, dass ich gefühlt 100x am Tag einfach mal zwischendurch bei der Hausarbeit oder beim Rumlaufen in der Bude schweigend zur Tür Bin, aufgemacht, zugemacht und weitergegangen. Nur um die Tür und as Geräusch der Tür total langweilig zu machen - weil ja nichts passiert außer auf und zu! Dein Hund muss erstmal lernen, dass das öffnen der Tür kein Weltuntergang ist, dann kann man weitermachen. Am besten achtest du mal auf deinen Hund: welche Anzeichen machen ihn sonst noch ängstlich? Schuhe anziehen? Schlüssel klimpern? Jacke nehmen? Handtasche packen? ... Das sind alles Aufbruchsignale und sie solltest du, genau wie die Tür, ganz oft am Tag einfach machen aber NICHT weggehen! Bis dein Hund total entspannt liegen bleibt, wenn du quasi Weggeh-fertig vor der Tür stehst und diese öffnest. Erst DANN geht es weiter :) das geht oft innerhalb von einer Woche, wenn man es wirklich ganz ganz oft, entspannt und total nebenbei macht!
Glaub mir, du KANNST ihn ignorieren - wenn du willst! Wie gesagt, da das Weggehen selbst erst nach einigen anderen Trainingsschritten kommt, solltest du dir bis dahin überlegen, was dir wichtiger ist: Hund knuddeln oder richtig alleinbleiben lernen. Shira bekommt von mir ein kurzes "Na Maus" und dann geh ich wieder meinen Abläufen nach und ignoriere sie erstmal, bis sie sich beruhigt. Wobei sie, durch viel viel Training, nicht hochspringt sondern nur wedelnd zu mir läuft.
Je normaler und beiläufiger du alles machst (weggehen und wiederkommen) desto leichter fällt es dem Hund, das als normal zu akzeptieren und ruhiger zu bleiben.
Schaut doch alle mal im Thread "Lonely Barkers - Alleinbleib-Selbsthilfegruppe" vorbei, wurde glaube ich ein paar Beiträge weiter oben schon der Link gegeben. Da sind ganz viele "Mitleidende" mit Tipps und verschiedenen Methoden.
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