Beiträge von Icephoenix

    Dann nochmal zur allgemeinen Aufklärung: mit BÜRO ist unser Arbeitszimmer ZUHAUSE gemeint! ;) Da steht ihr kennel (siehe Bilder). Das ist ihr "Alleinbleibzimmer", weil sie sich in der offenen Wohnung total kirre macht und sich in dem eingeschränkten Raum wohler fühlt und besser zur Ruhe kommt.

    Ich glaub ich schreib in Zukunft Arbeitszimmer :ops: Ich versteh die Verwirrung.

    (Wie gesagt, die Trainerin war bei uns zuhause und hat sich das Theater - anbellen, anknurren - selbst als "Opfer" angeschaut, da hat sies nämlich so richtig als Paradebeispiel gezeigt. Die Analyse war, dass sie stark unsicher war mit Fremden und sie zum Teil auch als Bedrohung gesehen hat. Was wir garnicht so wahrgenommen hatten, war, dass Shira zwischen dem lautstarken Theater auch extrem beschwichtigt hat und wenn das nicht geholfen hat, wollte sie vertreiben. Allerdings nimmt sie dann auch sehr schnell freiwillig Kontakt auf, wenn sie mal merkt -zitat- "Dass sich Fremde nicht in große grüne hundefressende Monster verwandeln" ;) )

    Also wenn der Hund aus UNSICHERHEIT kläfft, wie ich das von meiner Madame kenne, ist das mit den Leckerchen garnicht so blöd.

    Unsere Taktik (mit Hundetrainerin vor Ort erstellt und getestet):
    - Es Klingelt. Hund wird von der Tür weggeschickt, bestenfalls auf einen Ruheplatz
    - Tür geht auf, Hund darf erstmal NICHT zum (fremden) Besuch, sondern bleibt auf ihrem Platz/im Nebenzimmer (wenn sie bellt) oder alternativ an der Leine (wenn sie ruhig ist)
    - Besuch setzt sich, Hund wird abgeleint und darf Kontakt aufnehmen, wird aber NICHT beachtet! Nicht angeschaut, nicht angesprochen, nicht angefasst! Völlig ignorieren!
    - Entspannt sie sich oder zeigt deutlich Zeichen, dass sie neugierig ist / Kontakt gut findet, darf sie natürlich beachtet und gestreichelt werden ;)
    - Steht der Besuch auf = oft meeeega gruselig!! Ich begleite den Besuch erstmal durch die Wohnung, ein paar Leckerchen in der Hosentasche.
    -> Bleibt sie ruhig, werfe ich ein Leckerchen WEG vom Besucher in die andere Richtung! Die Belohnung ist hier weniger das Futter, mehr das "weggehen dürfen" vom gruseligen Menschen. Somit nehme ich ihr die selbsternannte Aufgabe ab, den Besucher beobachten/verfolgen zu müssen. Zudem löst die Bewegung Spannungen und bringt Spaß in die angespannte Situation.
    -> Ruhiges Verhalten allgemein wird nebenbei und mit einem Stück Futter belohnt.

    Klingt erstmal kompliziert (und sieht dämlich aus :lachtot: ) aber bei uns funktioniert das super! Das Bellen wird sehr schnell weniger, sie nimmt schneller RUHIG Kontakt auf und die Leute können sich schneller frei bewegen, ohne dass sie gleich den Kontrollfreak spielt und ihnen brummelnd hinterher latscht.

    Wichtig war bei uns vor allem am Anfang, als sie noch extrem gebellt/geknurrt hat, dass sie erstmal aus der Situation RAUSGENOMMEN wird (auf ihre Decke oder, wenns ganz schlimm war, in ein anderes Zimmer), solang noch Rumgewusel ist an der Tür - bis man sich gesetzt hat und Ruhe einkehrt.
    Kommandos "Decke" und "Ab" (verlass den Raum!) waren da ganz wichtig.

    Beim Geschlecht würde ich schauen, was DU lieber hast (viele HH haben ja doch so ihre Präferenzen) und evtl auch, mit was der Ersthund besser "kann". Wenn bei uns irgendwann ein Zweithund einzieht, wird es auf jeden Fall ein Welpe und ein RÜDE, da unsere Ersthündin erfahrungsgemäß einfach besser mit Rüden kann als mit Hündinnen und ich auch eher Rüden-Mensch bin. Wäre sie nicht notwendig kastriert worden und immernoch intakt, wäre der Rüde allein wegen der Organisation und "Vermehrungsvermeidung" keine Option.
    Wenn man selbst und auch der Hund keine Vorlieben hat, würde ich einfach abwarten, welcher Welpe beim Züchter einem am besten gefällt/empfohlen wird oder welcher Tierheim-Hund einfach rundum gut passt :)

    Meine PERSÖNLICHE Meinung: Macht es!
    ABER macht es nicht nur, um dem Hund einen anderen Hund zu schenken - sondern überlegt, ob IHR auch wirklich aus tiefstem Herzen Lust auf einen zweiten Hund habt.
    Und ihr solltet bedenken, dass Hunde manchmal eine ganz "lustige" Dynamik zusammen entwickeln, gemeinsam irgendwelche Unarten für sich entdecken. Ich kenne das bei uns z.B., dass die große Hündin bei dem kleinen Rüden meiner Mutter mit einsteigt, wenn ER fremde Hunde anpöbelt. Oder dass die große sich von der Hündin meiner Schwester abgeguggt hat, was man alles tolles aus Mülleimern klauen kann.

    Ich an eurer Stelle würde, wenn man sich ein paar Wochen organisieren kann, einen Welpen dazu nehmen. Wenn er mit einem so freundlichen "großen Bruder" aufwächst, sehe ich ganz gute Chancen, dass das gut funktioniert. Ein älterer Hund ginge natürlich auch (Tierheim, Pflegestelle), wobei ich da etwas Bauchweh hätte, ob der Hund nicht, sobald er sich ein paar Wochen eingelebt hat, doch gewisse Vergangenheits-Probleme zeigt oder gar Streitigkeiten zwischen den Hunden entstehen durch vorher nicht bekannte Macken des ausgewachsenen Zweithundes. Ich bin aber generell Welpen-Fan, ich find das Gefühl, so einen kleinen Wurm groß zu ziehen, einfach schöner :) Ist aber Geschmackssache.

    Zum Auto: Naja, wenn man nicht so sehr am Auto hängt, kann man es auch verkaufen und ein Anderes anschaffen :D Ich hatte erst einen Ford Fiesta - dann kam meine große Hündin, die auf der Rückbank mitgefahren ist. Das hat mir nicht wirklich gut gefallen, also kam (ok, nach Totalschaden des ersten Autos aufgrund des Alters...) gezielt ein Auto mit größerem Kofferraum, wo sie sicherer und bequemer mitfahren kann. Übrigens ein Opel Corsa - klingt klein, passt aber eine >30kg-Hündin rein + die Hündin meiner Schwester :)
    Oder die Hunde fahren eben ANGESCHNALLT auf der Rückbank; Fußraum ist so und so keine soooo gute Lösung, finde ich.

    ....ich glaube, das größte Problem ist, einen Sitter für einen NICHT Lammfrommen Hund zu finden. Hier gibt es auch einige Angebote von Hausfrauen mit Kindern - aber meine Hündin hat Angst vor Kids :ugly: oder Angebote mit anderen Hunden - da wird natürlich voraus gesetzt, dass die Hunde perfekt und sofort miteinander klarkommen, was man (oder zumindest ich) auch nicht ins Blaue hinein garantieren kann.


    [Tapatalk-Gekritzel]

    So. Wir sind bei Minute 30, ich war schon kurz beim Bäcker (6min) und schmier mir gleich mein Brötchen und geh nochmal 10min raus.
    Bisher läuft alles ziemlich gut, ein bisschen piepsen in den ersten 10 Minuten sehe ich jetzt einfach nicht so eng.

    Größtenteils sieht es hier so aus (sorry, die Kamera hat ne unterirdische Qualität):

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    Als ich eben wiederkam, war sie wohl nicht ganz sicher, ob sie zur Tür kommen soll oder nicht :hust:

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    ....und hat sich dann wieder hingelegt.


    [Tapatalk-Gekritzel]

    Ich hab hier auch so ne Kandidatin, die man zur Ruhe zwingen muss/musste. Als Junghund kam sie von Alleine kaum runter, ist mir dauernd hinterher gelaufen (hat sich damit selbst rappelig gemacht) und und und.

    Rein als Experiment habe ich eine Box organisiert (so ein hässliches riesiges Gitterungeheuer ;) ), eine Wolldecke drüber gehängt und geschaut, was passiert. Das Teil stand noch keine 5 Minuten, da lag meine Hibbelmaus tief und fest schlafend drin - ganz ohne locken, schönfüttern o.Ä. Sie fand diese Höhle nur für sich ganz toll, hat sie sofort als beruhigenden Rückzugsort angesehen. Mittlerweile haben wir das Teil seit gut 2 Jahren. Ich finde sie immernoch hässlich :hust: Aber sie liebt das Teil einfach. Wenn ihr irgendwas zu viel wird, geht sie dort hin und entspannt sich.

    Wir haben auch für das Alleinbleibtraining anfangs (einige Wochen) mit der Box gearbeitet. Sie war nicht zur Ruhe zu bekommen, ist hin und her getigert, hat geheult und sich selbst völlig kirre gemacht. Mit dem Kennel (natürlich in winzigen Schritten!) hat sie sich deutlich besser entspannt. Mit den Kennel-Übungen haben wir sie so weit runterfahren können, dass sie die ANSÄTZE des Alleinbleibens hinbekommen hat, ohne auszuflippen. Seit 3 Monaten trainieren wir jetzt mit OFFENEM Kennel, aber in einem geschlossenen Raum. Sie geht gern und freiwillig in den Kennel, wenn sie unruhig wird.
    Ohne Rückzugsort und begrenzte Räumlichkeiten würde sie wohl absolut nicht runterkommen. Nur sie längerfristig beim Alleinbleiben im Kennel einzusperren wollte ich nicht - deshalb nun eben mit räumlicher Begrenzung im Büro mit freiem Zugang zu Kennel und Decke.

    Kurz: Meiner Erfahrung nach GIBT es durchaus Hunde, denen es wirklich gut tut, räumlich eingegrenzt zu werden. Sicher nicht jeder Hund und bei einigen muss man das sicher auch üben, aber manche (wie meine) nehmen das auch "dankend" an, sich nicht dauernd bewegen, Entscheidungen treffen und alles überwachen zu müssen!

    Soweit ich mich da aus dem Biologie-Unterricht noch erinnere, sind Allergien direkt wohl nicht vererbbar, aber die Wahrscheinlichkeit bei den Nachkommen steigt wohl, gleiche oder ähnliche Allergien zu entwickeln.

    Ich finde das auch etwas schräg, so stark Allergische Hunde in die Zucht zu lassen. Ich war der -wohl irrigen- Ansicht, dass wirklich nur rundrum gesunde und fitte Hunde zur Zucht eingesetzt werden dürfen... Aber Ok, wenn manche Züchter fröhlich mit B- und C- Hüften züchten, wird ne Allergie wohl kein Ausschluss-Kriterium sein :hust:

    Seit heute gibt es für Hund und Frauchen wieder Kokosöl. Bin gespannt, wie gut das hilft. Wobei wir ja eh bisher nur 3 Zecken hatte, aber ich hab soooo nen Ekel vor den Viecher...! :ugly:

    Hab direkt zwei Gläser bestellt; eins geht an Männes Chef weiter :D Ein Totaler Öko-Bio-Vegan-Mensch, der mittlerweile spitz bekommen hat, dass ich wohl "Ahnung von Hunden" habe und über meinen Freund öfter mal Fragen ausrichten lässt (er hat nen Berner :hust: ) - hoffe, das kommt bei dem auch gut an!