Hallo ihr Lieben,
Wir haben seit geraumer Zeit einige Probleme mit unserem Vierbeiner Balou.
Seit einer Woche haben wir auch einen Hundetrainer zu Rate gezogen, wollte mich aber trotzdem mal nach eurer Einschätzung erkundigen. Vielleicht gibt es ja einige, die ähnliche Probleme haben/hatten.
Balou:
Wir haben ihn als Welpe von 12 Wochen aufgenommen, er ist ein Schäferhundrüde und lebt zusammen mit uns im Haus. Nur wenn alle für längere Zeit am Tag weg sind, ist er draußen in seinem Zwinger mit Auslauf. Soweit, so gut.
Als er ca ein dreiviertel Jahr alt wurde (er ist nun 2 Jahre), fing er an fremde Menschen oder auch bekannt, nicht mehr ins Haus zu lassen. Er fing sogar an mich scharf anzubellen. (Zur Erklärung, der Hund gehört im Eigentlichen meiner Mutter - ich wohne nun aber wieder bei ihr im Haus). Das hat sich soweit gelegt. Er hat eine bestimmte Gruppe an Menschen, die er ins Haus lässt und akzeptiert, einige davon nur duldet. Außerdem hat er große Probleme mit Kindern. Und auf Spaziergängen hat er Probleme mit einigen Hunden und ausgewählten Menschen. Wir haben noch nicht festmachen können, wen er anbellt und wen nicht. Er rennt auch auf Leute zu und knurrt sie an. Schlimmeres konnten wir verhindern.
Der Hundetrainer diagnostizierte das als Dominanzproblem. Er sagte Balou sei derjenige, der den "Pförtner" spielt und bestimmt wer ins Haus darf und wieder raus. Er habe uns diese Aufgabe abgenommen, da er auch uns nicht als "Rudelführer" akzeptieren würde. Er beschützt uns und das Haus. Wir hatten die Woche über nun aber die Aufgabe uns diesen Rang zurück zu erkämpfen. Wir mussten ihn so oft es ging "verlieren" lassen. Er wird nicht gestreichelt, wenn er es verlangt, sondern wenn wir es wollen. Er muss aufstehen, wir gehen nicht um ihn herum. Wir gehen als erstes durch die Tür (er drängelt sich oft vor)...etc. Sein Futter wurde weggestellt, wenn er es nicht gleich gefressen hat. Wir waren diejenigen, die zum Spielen auffordern sollten und es auch beendeten. Desweiteren sollten wir seinen Tagesablauf durcheinanderbringen, damit er lernt sich wieder an uns zu orientieren und nicht umgekehrt. All das schien ihm nicht besonders viel auszumachen,aber heute habe ich etwas beobachtet:
Als meine Mutter, die seine Bezugsperson ist, das Haus ohne ihn aber mit Leine und ihren Hunderunde-Schuhen verlassen hat, oder auch wenn sie zum Blumen gießen raus geht, ist er vollkommen durchgedreht. Er jault laut, bellt, rennt die Treppe hoch und runter, springt die Tür an etc. Sobald meine Mutter wieder reinkommt, ist wieder alles gut. Er legt sich hin und ist entspannt. Würde ich aus der Tür gehen, wäre es ihm pupsegal ;]
Meine Frage nun: Nervt ihn, dass er nicht mit ihr gehen kann, weil er keine Kontrolle darüber hat was sie macht - was dann für Dominanzverhalten spricht
ODER
Könnte er auch Verlustängste haben?
Ich neige sehr dazu Hunde zu Vermenschlichen und rede mir ein er habe sie so lieb, dass er traurig ist wenn sie geht ;]
Dann passt sein anderes Fehlverhalten aber irgendwie nicht ins Puzzle. Hm. Schwierig.
Vielleicht irgendwelche Anregungen?
Liebste Grüße